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Thema: Rumpf reparieren/verstärken (Graupner Epoxydharz ~1989)

  1. #1
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    Standard Rumpf reparieren/verstärken (Graupner Epoxydharz ~1989)

    Hallo

    Ich möchte nun endlich meinen alten Graupner Epoxydharz Rumpf von ca 1989 reparieren und wollte wissen, wie ich das am Besten mache. Die Oberfläche, wo der Riss war, ist glatt, müsste aber verstärkt werden. Ich möchte es natürlich so machen, dass man die Verstaerkung nicht sieht. Leider muss jene wahrscheinlich von außen geschehen, da ich nicht richtig innen rein komme.

    Gruss Oliver
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  2. #2
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  3. #3
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    Hallo Oliver,

    Da werden Glaubenskriege geführt, die ich jetzt nicht weiter vertiefen möchte. Bei Interesse einfach mal die Suchfunktion bemühen.

    Ein bewährtes Vorgehen ist die Plätzlitechnik. https://www.swiss-composite.ch/pdf/i...zlitechnik.pdf

    Prinzipielles Vorgehen:
    1) Sicherstellen, dass der Rumpf gerade ausgerichtet ist
    2) Riss mit Sekundenkleber (oder ähnlichem) fixieren, dass man ihn in 3) gut schleifen kann
    3) Großzügig (mit ausreichendem Schäftungsverhältnis) ausschleifen. Bis unter Papierdicke runter.
    4) Mit GFK-Schnipseln und Harz auffüllen. Die Faserausrichtung darf beachtet werden (die gleiche wie vorher), ist aber nicht so wichtig. Die genaue Größe der GFK-Schnipsel ist nicht so wichtig, wichtig ist, dass sie sich sauber verarbeiten lassen.

    Ob eine Verstärkung notwendig ist kann man besser beurteilen wenn man sieht wo genau der Rumpf gebrochen ist. Meist ist keine Verstärkung notwendig, bei sauberer Reparatur hält sie (fast) so viel wie vorher.

    Viele Grüße,
    Malte

    edit: Da war jemand schneller...
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  4. #4
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    Ich musste das kürzlich auch bei meiner Rödel DG800 machen und die war schlimmer dran.
    Das ganze geht eigentlich ganz einfach. Wichtig ist, dass du wirklich abschleifst, bis es hauchdünn ist. Dann hast du genug Raum um die Plätzli anzubringen.
    Das ganze hält bombenfest und ist voll belastbar.
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  5. #5
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    So wie es aussieht ist der Faserverbund gerissen. Hätten wir ein Gesamtfoto so könnte man es sehen.
    Ich vermute T-Leitwerk, mittig Rumpfröhre hinten, etwa seitlich. Typ. Drehbruch nach Ringelpietz oder mind. Querkommen. Die typ. T-Leitwerkeinschläge sind am Knie.
    Da bleibt nichts als weiter das Gelcoat, alles weisse, abschleifen, bis sich das Ausmass an klaren weissen Kanten abzeichnet. So wie es im Bild schon zu sehen ist. Und dann jeden Riss wie vorher beschrieben mit Plätzlis Gewebe 49 Gramm ausfüllen, erst große Plätzchen, dann immer kleiner werdend. Möglichst viel Gewebelagen rein, mind. 5, am besten Abreissgewebe, Küchenrolle und Folie drüber, fest pressen, Klebeband darüberwickeln, und warm aushärten, 40 Grad. Der Sinn ist, möglichst viel Harz rauspressen und das wichtige Glas rein. Im Rumpf ist etwa 220 Gramm Gewebe verarbeitet, haben die damals bei diesen kommerziellen Rümpfen seltenst zweilagig gemacht, diese Glasgewicht sollte auch reinkommen. Denn nur das Glas gibt die Festigkeit. Gutes langsamhärtendes Harzsystem nehmen und natürlich ganz genau auf das Mischungsverhältnis achten.
    Uli
    Milkafreund

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  6. #6
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    Vielen Dank für die Tipps.
    Der Rumpf (Graupner Grob 103 4m) wurde gebraucht in diesem Zustand gekauft. Ich habe ein Holzbrett innen entfernen können, so dass ich jetzt relativ gut innen reinkomme. Würdet ihr es innen und außen verstärken oder nur außer oder innen?

    Habe gerade nur 163gr da. Geht das auch?
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  7. #7
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    Zwar schon uralt, aber immer noch die beste Anleitung, die es für GFK Reparaturen gibt: https://www.dg-flugzeugbau.de/wp-con..._Optimized.pdf

    Innen würde ich lediglich eine ganz dünne Schicht GFK aufbringen um eine Form zu haben, die ich außen dann reparieren würde. Wie, das steht in der Flickfibel.
    Modelle:EGE,AM,Bandit,ASW27,Diskus,Turn-Left,Cessna182
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  8. #8
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    Leider schaffst Du es nicht, ein Gesamtfoto einzustellen. Warum?

    Man kann nur vermuten, dass das ein Schaden ist, der ca 120 ° der Rumpfröhre betraf. Da wo das Bowdenzugröhrchen fehlt. Die anderen Dätscher sind pillepalle.

    Hier nur innen wird kaum gehen, denn um zu laminieren müsstest Du wirklich gut anrauhen können, und dann entstauben, und nochmal mit Azeton drüber. Und dann 2 Lagen drauf.
    Wie micbu schon geschrieben hat, lese Dir Wissen an, lege innen eine Lage als Formhaltung ein ( aber bitte auch aufrauhen, evtl. mit Rundbürste und Dremel ), und dann aussen mit Plätzli.49er ist ideal, weil das feinste Garn und die dafür dichteste Webung, 25 g taugt nicht, 163 nur für innen.
    Uli
    Milkafreund

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  9. #9
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    Ganzer Rumpf
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  10. #10
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    Hi,

    warum soll man so kleine Schnipsel verwenden?

    Viele Grüße

    M.

    PS
    Arbeitssicherheit bitte nicht vergessen!
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  11. #11
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    Es können auch gerne größere Schnipsel verwendet werden, ist für die Festigkeit jedoch nicht notwendig und aufwändiger diese passend zuzuschneiden. Bei komplizierteren Geometrien ist es außerdem schwierig größere Stücke faltenfrei aufzubringen.


    Viele Grüße,
    Malte
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  12. #12
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    Standard Reparatur Twin Rumpf

    Hallo Oliver,
    anbei 3 Bilder meiner Technik.
    Gruß Andi
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  13. #13
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  14. #14
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    Danke fürs Foto. Lag ich mit meiner Schadensvermutung richtig. Sollte man doch noch recht gut auch von innen hinkommen.
    Sinn der Plätzlitechnik ist lediglich, soviel wie möglich Fasern mit bestmöglichem Verbund ans Gewebe zu bringen. Deswegen unbedingt sehr gross ausschäften und moglichst große Plätzli erstmal reinlegen wie in eine Wanne. Jede weitere Lage legt sich kleiner darüber. Die Plätzli lassen sich je kleiner desto besser um die Röhre herumarbeiten, 49 Gramm legt man recht weit drumherum. Aber stückeln macht wenig, lieber einmal mehr stückeln als eine Luftblase.
    Viel erfolg, bitte berichte doch weiter.
    Uli
    Milkafreund

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  15. #15
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    Wow tief (mm) schaeftet Ihr? Der Rumpf ist hinten fast ein Joghurtbecher daher viel kann man da nicht wegnehmen.
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