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Thema: Gfk Flügel Ohren geknickt - wie reparieren?

  1. #16
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    warum eigentlich dieses Plätzli in alle Richtungen? Da ist ja wirklich ne Fangemeinde unterwegs hier

    ist doch total unsinnig.... Im Grunde ist doch klar wie das Gewebe vorher gelegt wurde (nämlich diagonal, ansonsten ist der Aufbau beim Hersteller zu erfragen). Alles was in andere Richtungen zeigt ist im Grunde überflüssig, eine lage in Flügelrichtung lass ich mir für die Beulsteifigkeit gefallen... wenn man das mal ehrlich betrachtet aber nun gut.
    Kann man so machen (plätzli), aber das war jetzt dann maximaler Aufwand für absolut gleichen Erfolg. Für Plätzli natürlich noch vernünftig schäften..... einfach drauf kleben ist's ja nicht....

    Dann das nächste ist, die Faserschnippsel nach oben hin kleiner machen, nicht mit klein anfangen und dann größer werden. Beim anschließenden schleifen schleift man sich die längsten durchgehenden Fasern sonst kaputt... ist klar ne? Steht übrigens auch so in der GFK Fibel, für den der's nicht glaubt.

    Defakto würde ich eine Folie (die braucht auch kein Trennmittel, Gefrierbeutel funktionieren super!) auf die Schadstelle legen und auf diese mit einem Edding dem umriss abzeichnen. Am besten 2-3 immwe wieder übereinander legen und dann den Umriss kleiner zeichnen (Schäften eben) dann Das Gewebe mit Übermaß auf die Folie legen und dort tränken (so kann man auch das überschüssige Harz gut ausrollen). Anschließend kann man dann Folie/Gewebe anhand der Linie die man vorher drauf gemalt hat punktgenau zurecht schneiden. Da ist dann kein Plätzli mehr nötig und man kann den Faserverlauf genau bestimmen.


    Das das Professionell wirklich so gemacht wird sieht man mal bei 13:30 hier https://vimeo.com/60497114


    Der Aufwand ist absolut nicht größer als dieses kreuz und quer Gewurschtel und entspricht einfach einer vernünftigen Reparaturmethodik die auch im Luftfahrzeugbau angewendet wird....

    einfach irgendwas irgendwie drauf... da hätt man auch einfach unterspritzen können, wäre wohl nicht merklich weniger Haltbar gewesen, dafür deutlich weniger Zeitintensiv.

    just my 2 cents...

    Grüße

    Tim
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  2. #17
    User Avatar von holgers64
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    Zitat Zitat von moze Beitrag anzeigen
    Da ist ja wirklich ne Fangemeinde unterwegs hier
    Stimmt, bin ich Fan von Habe das schon mehrfach gemacht und es ist nie mehr an der Plätzli-Stelle gebrochen Es war für meine erste GFK Reparatur sehr einfach zu machen und irgendwie bin ich dabei geblieben. Kreuz und Quer wurde bei Plätzli empfohlen. Ich habe allerdings auch keine Flieger mit sehr dünner GFK Schale. Da das Ergebnis für mich und meine einfachen GFK-Flieger immer ausreichen war, bin ich dabei geblieben. Werde aber beim nächsten Mal durchaus die hier genannten anderen Tipps auch berücksichtigen.

    Jetzt hat Markus die Qual der Wahl

    Gruß, H
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  3. #18
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    Servus zusammen,

    erstmal finde ich es super, dass das Thema Reparatur so intensiv und kontrovers diskutiert wird. Besser als morgens kaufen mittags fliegen und abends entsorgen...

    Ich bin beim Thema Plätzli aber ehrlich gesagt auch vorsichtig gesagt etwas irritiert.
    Dass es zufällig hält ist nicht unbedingt der Beleg, dass diese Methode generell funktioniert.
    Ich kann mich Tim nur anschließen, das einzig vernünftige ist das Schäften anhand der Belegung des Originals.

    Beim Kiefernholm ist ja jedem die Wichtigkeit der korrekten Maserung klar, analog zum Plätzli würde ich dann den kaputten Holm mit einem Stück Spanplatte ausschäften?!?
    Da wären alle Richtungen vertreten...

    Wenn man die Gewebestruktur und die Lagen nicht kennt und es anderweitig nicht rauszufinden ist hilft folgender Trick (klappt nur bei GfK):
    Ein etwa briefmarkengroßes Stück vorsichtig direkt an den Bruch angrenzend heraustrennen, dann in eine Spitzzange einspannen und anschließend anzünden (bitte nur draußen, das rust wie Bolle). Nachdem das Harz rausgebrannt ist, kann das Gewebe vorsichtig Lage für Lage entfernt und analysiert werden.
    Einfach mit einem Muster dann abgleichen und die Belegung ist bekannt.
    Wenn der Stützstoff unverletzt ist, super. Wenn er kaputt ist oder fehlt ist weiches Balsaholz, das mit eingedicktem Harz eingeklebt wird erste Wahl. Da kann man aber situativ durchaus kreativ sein, auch Styrodur hilft da oft weiter.
    Beim Laminieren lege ich gerne als oberste Schicht noch ein weiteres sehr feines Gewebe mit Abreißgewebe dazu, da beim Schleifen sonst evtl. das Strukturgewebe verletzt wird.

    So dann kann das lustige Schleifen und Füllern beginnen.

    Gruß, Martin
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