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Thema: Gfk Flügel Ohren geknickt - wie reparieren?

  1. #1
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    Standard Gfk Flügel Ohren geknickt - wie reparieren?

    Hallo,
    ich habe in der Börse hier ein Modell erworben bei dem beide Flügelohren geknickt sind. Der Knick ist jeweils nur einseitig. Wie kann ich so was reparieren? Es ist die Fläche von einer Espada RL. Ich könnte zwar so fliegen weil so weit außen am Flügel wohl keine große Belastung drauf kommt aber allein beim Transport oder beim Aufbau möchte ich größere Schäden vermeiden.
    Meine Überlegung war den Flügel einseitig mit einem Dremel und einer Trennscheibe entlang dem Knick aufschneiden, ein Stück Balsa in Epoxyd tränken, rein schieben und wieder schließen. Oder Löcher entlang dem Knick bohren und einfach mit einer Spritze Harz rein spritzen.

    Gruß Markus
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  2. #2
    User Avatar von Sting 249
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    Servus

    Eine Möglichkeit ist die Schale zu öffnen (am besten im Bruch) und ein Stück Schaumgummi mit Harz einzubringen. Den Schaumgummi vorher im Harz tränken und dann auswinden, so dass der Schaum nunnoch feucht ist.
    Wenn du den dann in die Fläche legst und die Schalen wieder schließt härtet der Schaumgummi aus und wird dann richtig hart. der Schaumgummi braucht nur ca. 2mm dicker sein wie die Fläche, den drück es dann sauber rein.

    Vielleicht ist das eine Option für dich.

    MFG

    Christian
    Motorflug macht Spaß
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    Und runter kommen sie alle. Die Frage ist bloß wie?
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  3. #3
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    Wenn der Holm noch intakt ist, würde ich würde es erst mal nach dieser Anleitung versuchen:https://www.youtube.com/watch?v=i4ek4PsnXik
    Es geht darum die Schale zu stabilisieren. Abweichend von der Anleitung kann man auch mit einem Bohrer etwas Größer das Außenlaminat lochen und dann Seku oder Harz einzuspritzen.

    /Bernd
    Der Flug ist erst zu Ende wenn der Flieger im Gras liegt!
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  4. #4
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    oder mit einer Nadel , Sekundenkleber Injizieren.

    Damit das Gewebe weider Stabilität bekommt.

    ist aber auch immer eine Frage ob das Gewebe Gebrochen und gerissen ist ,oder nur das Harz
    Team F3J Rommelshausen
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  5. #5
    User Avatar von holgers64
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    Klassischer Fall für Plätzli-Technik. Um den Knick wegschleifen oder dremeln, ruhig bis nur noch wenig Gewebe da ist. Ggf. mit Seku fixieren, damit beim Laminieren nix verrutscht. Dann kleine Glasfaserstückchen kreuz und quer drauflaminieren, trocknen lassen, schleifen, spachteln, schleifen, fillern, schleifen, lackieren. Dauert 2 Tage
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  6. #6
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    Zitat Zitat von holgers64 Beitrag anzeigen
    Klassischer Fall für Plätzli-Technik. Um den Knick wegschleifen oder dremeln, ruhig bis nur noch wenig Gewebe da ist. Ggf. mit Seku fixieren, damit beim Laminieren nix verrutscht. Dann kleine Glasfaserstückchen kreuz und quer drauflaminieren, trocknen lassen, schleifen, spachteln, schleifen, fillern, schleifen, lackieren. Dauert 2 Tage
    Und was machst ,wenn die Schale extrem Dünn ist ? dann wird die Geschichte nämlich nix .

    Bei den heutigen Leichtbauen Schalen ,hast fast keine Chance mehr
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  7. #7
    User Avatar von holgers64
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    Beim Hawk II ist die Schale bestimmt nicht dick, da habe ich das am Ohr und vor dem Seitenleitwerk genau so gemacht und es hat funktioniert. Wenn die Schale dünn ist schleift man das fein weiter raus, so dass genug Material geschäftet stehen bleibt du legt eben etwas weniger Plätzlis drauf. Die dünnen Schalen bestehen ja auch nicht aus mehr als zwei Lagen. Man kann ja auch Schaumstoff oder ähnliches darunter platzieren, damit die Plätzlis nicht "einsinken". Einen Versuch ist es allemal Wert, bevor die Fläche entsorgt wird.
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  8. #8
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    Zitat Zitat von holgers64 Beitrag anzeigen
    Beim Hawk II ist die Schale bestimmt nicht dick
    Du vergleichst gerade ein Pylon ähnliches Modell mit einem Segler?

    Also die heutigen Schalen Segler haben einen Bruchteil der Dicke ,wie die des Hawk .

    Wie modern die Espada gebaut ist ,weiss ich zwar nicht ,aber ich kenn meine Segler . und da kannst gerade mal den Rumpf noch so reparieren .
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  9. #9
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    Weniger ist Mehr!!!


    entweder kleine Löcher bohren oder so wie im Video von Merlin, direkt mit einer kanüle geht aber manchmal auch. Dann enweder dünnflüssigen Seku mit einer Kanüle und Spritze oder eben wie im Video. Alternativ Harz erwärmen und mit einer Kanüle einspritzen. Hier eine Schale aufzutrennen ist absolut zuviel des Guten!

    Ansonsten hier mal das erste von 5 Videos wie man minimalinvasiv Flügel repariert.... Schale auftrennen ist einfach überhaupt nicht nötig für sowas.



    https://www.youtube.com/watch?v=_EbV1Dix5RM

    Grüße und Viel Erfolg

    Tim
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  10. #10
    User Avatar von Northwoodhornets
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    Zitat Zitat von holgers64 Beitrag anzeigen
    Klassischer Fall für Plätzli-Technik. Um den Knick wegschleifen oder dremeln, ruhig bis nur noch wenig Gewebe da ist. Ggf. mit Seku fixieren, damit beim Laminieren nix verrutscht. Dann kleine Glasfaserstückchen kreuz und quer drauflaminieren, trocknen lassen, schleifen, spachteln, schleifen, fillern, schleifen, lackieren. Dauert 2 Tage
    Plätzlitechnik kannst bei so einer Fläche vergessen

    Ich würd die Schaumstoffmethode machen bzw. mittels Deproneinlage die Oberfläche wieder richten.
    Hier auch noch eine kleine Hilfestellung...

    https://www.swiss-composite.ch/pdf/A...enfl%e4che.pdf

    Eine weitere Überlegung wäre, von einem dünnen Bowdenzugdraht den letzten Zentimeter 90° abwinkeln, das Ende in die geknickte Fläche stecken und die Oberfläche somit wieder ausrichten. Danach dünnflüssigen Sekundenkleber drauf damit der gut durchtränkt.
    Anschließend ein, zwei klein Löcher mit einem 8mm (maximal) Bohrer machen und ein wenig Bauschaum reinsprühen (aber ja nicht zuviel!!) damit der sich gleichmäßig verteilt im Bruchbereich, somit hat die Fläche wieder Stabilität von innen. Das alles geht aber nur, wenn es wirklich nur die Oberfläche betrifft. Wenn der Holm oder so beleidigt ist, musst Du Dir eh was anderes einfallen lassen.
    Gruß Chris.
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  11. #11
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    Hallo,

    Danke für eure hilfreichen Beiträge. Ich habe mir mal ein paar Sachen bestellt (neues Harz, Gewebe, Wachs, Spachtelmasse etc.)

    Ich habe mir auch einige Videos angesehen und werde mich nun daran versuchen. Erstmal werde ich die Farbe im Bereich der tieferen Knicke mit einem Dremel und einer Messingbürste entfernen, ein etwas größeres Loch bohren um den Innenaufbau zu sehen. Ist ein Stützstoff vorhanden werde ich weitere kleine Löcher bohren und mit einer Spritze Harz rein füllen und anschließend darauf ausreichend Gewebe, spachteln, schleifen und lackieren oder einen Aufkleber drauf. Die Fläche zu öffnen wird wohl nicht nötig sein. Ist meine erste Reparatur dieser Art und wird mein Lehrstück. Ich habe vor mit ein paar Bildern das ganze zu dokumentieren.

    Gruß Markus
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  12. #12
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    Also mit dem Dremel und ner Messing oder Stahlbürstenaufsatz um die Farbe vor allem im Knick abzutragen bin ich schon mal gescheitert, aber mit Schleifpapier und einer Kutterklinge geht's ganz gut.

    Gruß Markus
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  13. #13
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    So sieht es jetzt aus. Ist zwar nicht smart, aber es ist die Unterseite der Fläche und so habe ich etwas großzügiger weggeschliffen um genug Auflage fürs Gewebe zu haben und einen sauberen Übergang zu spachteln. Als erstes will ich den Spalt mit angedicktem Harz etwas auffüllen, anschließend zwei drei Lagen Gewebe drüber.



    Gruß Markus
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  14. #14
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    Idee

    Hi,

    Zitat Zitat von poncho2020 Beitrag anzeigen
    ...Als erstes will ich den Spalt mit angedicktem Harz etwas auffüllen, anschließend zwei drei Lagen Gewebe drüber...
    Füll doch den Spalt mit abgestuften und harzgetränkten Gewebelagen auf, damit stellst du Stabilität her. Mit angedicktem Harz ist das nicht der Fall ... das bringt eigentlich gar nichts.
    Grüße, Andy
    ---------------

    Erstflug-Verschieber
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  15. #15
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    So hätte ich es auch gemacht, aber auch ohne dickflüssiges Harz. Der Spalt is so schmal, da müsste man m. E. nichts unterfüttern. Wenn du Angst hast, dass die Schnipsel "einsinken", mach ein wenig harzgetränkten Schaumstoff drunter. Ich würde jetzt Schnipsel von feinem, dünnem Gewebe (25g) kreuz und quer über den Spalt kleben, so dass die Fasern alle in unterschiedliche Richtungen laufen. Schnipsel werden von unten nach oben etwas größer. Überschüssiges Harz mit einem Zewa sehr(!) vorsichtig abtupfen, damit drückst du das Gewebe an und du bekommst keine Harznasen.

    Wenn du dich traust: Lege eine mit Trennmittel behandelte Folie auf das frisch laminierte Gewebe und lege ein Schaumstoffklotz darüber. Den Klotz beschwerst du mit einem dicken Weltatlas. Der Schamstoff drückt durch die Folie das Gewebe schön in der Kontur an. Die Folie muss aber sauber anliegen, sonst gibt's Falten. auf jeden Fall muss dabei überschüssiges Harz abgetupft sein, sonst presst du es nach außen. Im besten Fall musst du nur noch leicht schleifen und lackieren. Wenn's nicht klappt musst du eh schleifen und spachteln, einen Versuch wärs wert.

    BTW: Was unterschiedet denn diese Reparatur jetzt von Plätzli? Das Material ist sanft weggeschliffen und es kommt Glasgewebe drüber.
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