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Thema: Zackzack Nano - Vom CAD bis zum Modell

  1. #46
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    Standard Erstflug

    Gestern war es dann so weit: Rund 6 Monate nach Start des Projektes wollte ich es wissen und es ging es mit leicht schlotternden Knien auf das Flugfeld.

    Den Schwerpunkt hatte ich ein wenig vor 50mm gewählt. Dual-Rate Programmiert: Einmal mit riesigen Ausschlägen und einmal mit ca. 50% kleineren.

    Schnell noch ein vorher Foto erstellt ...

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    ... und dann das Fliegerchen mit ca. 1/3 Gas in die Luft geschoben. Erst einmal ging es fast senkrecht nach oben, so dass beherztes Drücken angesagt war. Auch ihn auf der Längsachse gerade zu halten war nicht ganz einfach: QR-Ausschläge um Größenordnungen zu groß. Also auf Höhe gewackelt und dann in den Modus mit kleineren Ausschlägen gewechselt. Auch hier war quer noch zu empfindlich, Höhe war schon durchaus fliegbar.

    Deshalb direkt wieder eingelandet. Die Höhenruderausschlag reichte am Ende nicht um ihn langsam werden zu lassen, so dass er ein kleines Rad schlug - bei dem Gewicht aber kein Problem, alles heile.

    Ausschläge auf Quer deutlich und auf Höhe leicht verringert und noch ein Start. Zieht immer noch gewaltig nach oben, diesmal war ich darauf vorbereitet und der Start war relativ problemlos. In der kleinen Ruderausschlag-Stellung war er nun gut fliegbar. Was aber auffiel: Sobald er langsam wurde zog er massiv nach unten und das war kaum mit Höhenruder zu kompensieren. In den Kurven hatte er eine klare Tendenz die Nase Richtung Erde zu nehmen. Nach ein paar Speed-Vorbeiflügen (immer noch mit maximal 1/2 Gas) also wieder gelandet.

    Dann kam Akku Nr 2. Aufgrund des Verhaltens habe ich ihn als zu kopflastig eingeschätzt und den Schwerpunkt deshalb eine Fingerspitze weit nach hinten gesetzt. Nach nochmaliger Anpassung der Raten dann erneut Start. Diesmal völlig unspektakulär und ohne die Tendenz nach oben. Er lag jetzt deutlich besser, speziell in den Kurven und auch das starke nach unten ziehen war weg. Nach vielleicht 2 Minuten wollte ich dann auch mal Vollgas probieren. Also beim nächsten Vorbeiflug Gas komplett rein geschoben und mich über die Beschleunigung sowie das typische Jaulen ("iiiiiiiiiiiiiii") gefreut.

    Leider musste ich dann feststellen, dass der Floh auf keinen Steuerinput mehr reagierte. Sofort Gas raus und gegengesteuert - es kam aber nichts mehr. Also kippte er aus dem Horizontalflug langsam zur Seite und nach unten und schlug dann einige hundert Meter entfernt in einem weichen Acker auf. Grmpf - so war das nicht gedacht!

    Nach 15 min Suchen dann dieses Bild:

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    Gemessen an der Heftigkeit des Einschlags sah er noch ganz gut aus, auch wenn die Nase komplett zerknautscht war:

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ID:	2265707


    Als ich die Fläche abmontierte bot sich dieses Bild:

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    Im Rumpf im Großen und ganzen noch alles ordentlich, der nach vorn rutschende Akku hatte den Regler ein wenig belästigt und die Stromversorgung des Empfängers (aus Balancerkabel) war gezogen. Die Fläche ist noch komplett heil, nicht mal die Flächenschrauben hat es heraus gerissen.

    Als Ursache tippe ich auf schnöde Empfangsprobleme. Ich hatte in meiner Weisheit beschlossen, dass es reichen würde den Empfänger hinten in den Rumpf zu werfen und die Antennen bis ins Heck zu stecken anstatt sie nach außen zu führen. Meine Logik war: Der Rumpf ist nur aus Glas, Aramid und ein paar Rovings. Den kleinen Flieger sehe ich sowieso nur im Nahbereich. Also muss die Empfangslage doch "Bombensicher" sein. Ich befürchte, dass das nicht der Fall war - das Problem trat auf als ich gerade von mir weg flog.

    Das Gute ist: Die Fläche kann ich 1:1 so wieder hernehmen und der Rumpf ist auch reparabel - auch wenn er keine Schönheit mehr wird. Somit habe ich aber einen Versuchsträger mit dem ich alle notwendigen Einstellungen in Ruhe erfliegen kann mir ohne Sorgen um die Optik zu machen - die ist sowieso schon beim Teufel

    Fazit: Nach Korrektur von Schwerpunkt und Ausschlägen flog der Zackzack recht gut. Und schnell war er sowieso: Bereits bei 1/3 Gas trat mir der Schweiß auf die Stirn

    Das Konzept werde ich also weiter verfolgen und habe vor in den nächsten Wochen noch ein zweites Modell zu bauen und damit auf dem Speedcup in Bad Wünnenberg an den Start gehen.

    Der Motor ist inzwischen vom Lehm befreit und dreht wieder brav am verunglückten Regler. Den geknautschten Rumpf habe ich gerade mit etwas dünnflüssigem Seku getränkt und ein paar Rovings eingeklebt, so dass ich theoretisch schon am kommenden Wochenende weitere Versuche starten kann.
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  2. #47
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    Super Bericht, Jochen.
    Danke, dass du auch von den kleinen Rückschlägen berichtest und weitermachst :-)
    Freue mich, den kleinen in Wünnenberg zu sehen ;-)

    Beste Grüße und weiter so

    Max v.P.
    F3-Speed... schneller geht immer!!!
    Www.Speedscene.eu
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