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Thema: Amokka Wood mit Spreizklappen: Ein Baubericht

  1. #91
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    Standard Freilegen Scharnier mit Abreißgewebe

    Hallo Heinrich,

    ... zunächst ein Lineal entlang der Ruderlinie z.B. mit Klammern fixieren. Dann mit einem Sägeblatt (ich nehm dazu einfach das Sägeblatt meines Fein Multimaster, es geht aber auch jedes andere Sägeblatt mit ca. 0,5 - 0,8mm Schnittbreite) mehrmals mit sanftem Druck entlang des Lineals fahren. Man spürt und hört dann gut, wenn man das dünne Sperrholz durchtrennt hat und bis zu dem Abreißgewebe vorgedrungen ist.
    Das Ruder dann mehrmals beherzt rauf und runter bewegen. Es wird dabei immer leichtgängiger. Fertig!

    Viele Grüße

    Jochen
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  2. #92
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    Standard Freilegen des Scharniers

    Hallo Jochen,
    vielen Dank für schnelle und ausfürliche Antwort
    Jetzt alles klar
    Gruß und Dank
    heinrich
    HK
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  3. #93
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    Standard Amokka Wood v2 Erstflug

    ... heute war nun endlich Erstflug der Amokka Wood Version 2. Mit 4-5 Bft waren Idealbedingungen am Hang. Die weichen Knie beim Start verflogen nach ein paar Klicks Höhentrimm im wahrsten Sinn des Wortes und ich konnte bald flott am Hang entlang brettern. Das Flugbild dabei ist einfach cool!

    Bei diesen ersten Runden konnte ich noch keinen Unterschied zur Version 1 feststellen...

    Leider beendete dann ein Wackelkontakt am Flächenstecker, der eine Spreizklappe immer wieder unkontrolliert ausfuhr, vorzeitig das Fliegen.

    Mit den (vorgesetzten) Spreizklappen konnte ich allerdings noch erste Tests machen. Die zunächst einprogrammierte Kompensation der Spreizklappen mit dem Höhenruder musste ich schrittweise immer weiter rausnehmen. Am Ende war ich bei Null-Kompensation angekommen. Erstaunlich! Und er bremst und kommt runter - das sieht schon mal ganz gut aus ... muss aber noch systematischer erforscht werden.

    Ein Bild nach dem Flug

    Name:  Amokka v2 Erstflug.jpg
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Größe:  178,1 KB

    Das Flugewicht liegt bedingt durch die 6-Klappen-Fügel ein wenig höher bei 1150g. Den Schwerpunkt hatte ich am Ende bei 52,5mm.

    Noch ein Wort zum Bau:

    Die Ruder habe ich diesmal mit einem Folien-Silikon-Scharnier angeschlagen, was recht gut geklappt hat. Die Ruder werden dabei zunächst an der Unterseite mit 1mm Abstand mit angebügelt. Anschließend wird dann in den verbleibenden Spalt Silikon mit einer Spritze reingedrückt. Bis das Silikon durchgetrocknet ist, muss das Ruder gut fixiert werden, damit es schön in der Flucht bleibt. Beim nächsten Mal würde ich das Ruder zunächst nur mit einem 1cm breiten Streifen Bespannfolie anheften und dann Silikon und dann die Komplett-Bespannung - so ist es wahrscheinlich einfacher in der Handhabung... Apropos Bespannung: Die Vorbehandlung der kritischen Klebeflächen mit Oracover-Kleber ist speziell bei Oracover Light ein "echter Segen".

    So weit die ersten Eindrücke

    Viele Grüße

    Jochen
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  4. #94
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    Hallo Jochen

    Gratulation zum gelungenen Erstflug!
    Freut mich, dass die "neuen"Bremsklappen gleich so gut funktionieren.
    Berichte bitte weiter.


    Grüße, Michael
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  5. #95
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    Standard AMOKKA WOOD

    Hallo
    Mit dem Bau der Flügel bin ich im Rohbau fertig.Die Ruderkästen sind sehr zierlich und der Zusammenbau war deshalb sehr zeitaufwändig und durch eigenes Verschulden fehlerbehaftet.In den nächsten Tagen geht es los mit dem Rumpf,dazu eine Frage:Was für einen Zweck haben die zwei rechteckigen Löcher am Rumpfende?
    Gruß und Dank
    heinrich
    HK
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  6. #96
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    Standard AMOKKA WOOD

    Hallo
    Bei Betrachtung von #25 ist mir jetzt,was den Bau des Rumpfes betrifft,alles klar.Lesen bringt Vorteil!
    Dank an Jochen für perfekte Dokumentation
    Gruß
    heinrich
    HK
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  7. #97
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    Hallo die Runde!

    Meine AMOKKA Wood-Flügel sind auch im Entstehen

    Grüße, Michael
    Angehängte Grafiken  
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  8. #98
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    Standard Hinterkantendrehbremsklappe

    Heute bin ich endlich mal dazu gekommen, Amokka-Wood bei leichtem Hangwind ca. eine Stunde lang zu fliegen.
    Ich kann nur noch mal betonen, dass das Teil absolut ausgeglichen und gutmütig fliegt.
    Allerdings liegt der Schwerpunkt immer noch zu weit vorne - ich denke 55mm ist tatsächlich die optimale Position. Bei 53mm musste ich doch immer noch ziemlich hoch trimmen:

    Name:  20190323_161722-small.jpg
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    Also noch ein wenig Blei unters SLW. Trotzdem hat der kleine Flieger eine super Gleitleistung. Kann also nur noch besser werden...

    Nun aber zu den Hinterkantendrehbremsklappen:
    Obwohl die ja nicht sehr groß sind und ich mangels besserer Mechanik sie auch nur auf ca. 45° klappen, kann wirken sie extrem gut. Amokka-Wood baut kräftig Höhe ab. Und ja, es gibt auch hier ein kopflastiges Moment. Allerdings gut aussteuerbar durch leichtes Ziehen. Könnte man kompensieren durch Höhenruderbeimischung aber ich glaube ich lasse es so wie es ist und ziehe einfach manuell.

    Vielleicht mache ich mir jetzt noch einen zweiten Rumpf als reinen Segler.

    Gruß
    Ralf
    http://surasto.de/index.php?cat=Foil - Online Rippenflächendesign
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  9. #99
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    Standard Hinterkantendrehbremsklappe

    Hallo Ralf,

    ... das ist ja klasse, dass die Drehbremsklappe so gut funktioniert! Ich seh schon, das wird ein knappes Rennen bei unserem "Klappen-Shoot-Out"
    (siehe nächsten Beitrag)

    Bezüglich Schwerpunkt würde ich erstmal auf 54mm gehen. Man merkt es relativ gut, wenn man an die hintere Grenze kommt. Amokka Wood wird dann immer "zappeliger" auch um die Hochachse...

    Mach Dir doch anstatt eines Seglerrumpfes eine Rumpfkappe, die anstatt des Spinners und Luftschraube draufkommt (im Plan dargestellt). Das spart vorne knapp 20g und Du brauchst dann hinten wahrscheinlich kein Blei mehr. Ich find's recht praktisch, schnell hin und her wechseln zu können.

    Viele Grüße

    Jochen

    (schickst Du mir die genauen Abmessungen Deiner Bremsklappe? Ich würde die Daten sammeln und dann gemeinsam veröffentlichen)
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  10. #100
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    Standard Vorgesetzte Spreizbremsklappe

    Hallo,

    ... heute war endlich einmal wieder Amokka Wood Fliegen am Hang. Zeitweise bildete sich recht starke und lange Thermik, so dass es dann richtig abgehen konnte. Sogar in meiner "Speed-Stellung" der Höhenruder (ca. -1mm) konnte ich immer wieder Nachdrücken und Amokka Wood wurde dann richtig schnell.
    Ich denke mal, dass dabei Amokka Wood recht nahe an die gedachte Auslegung der PW-Rennprofile für dänische Dünen bei Winstärke 7 gekommen ist...

    Die Spreizklappen testete ich dann bei verschiedenen Geschwindigkeiten. Das Verhalten war dabei praktisch geschwindigkeitsunabhängig sehr neutral, mit Höhenruder kann die Flugbahn gut gesteuert werden, Querruder sprechen normal an, keine überraschenden Reaktionen um alle Achsen.
    Die Wirkung würde ich vergleichen mit guten Landeklappen (Butterfly) bei einem Leitwerkssegler.

    Ich würd mich freuen, wenn im Lauf der Zeit noch möglichst viele Erfahrungswerte mit den verschiedenen Bremsklappen-Varianten zusammenkommen um dann vielleicht auch Empfehlungen für das "Bremsen von Brettern" formulieren zu können.

    So weit

    Jochen
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  11. #101
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    Hallo alle zusammen

    super, dass Ihr Euch da so viel Mühe gemacht habt und neue Sachen ausprobiert - nur so werden Sachen auch gelöst. Die Brett Piloten werden es Euch danken.
    Super gemacht!
    liebe Grüsse

    Peter
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  12. #102
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    Hi Jochen,

    das hört sich wirklich super an.
    Die Wirkung würde ich vergleichen mit guten Landeklappen (Butterfly) bei einem Leitwerkssegler.
    Heißt das, die Amokka wird deutlich langsamer nach dem Fahren der Spreizklappen?
    Ein Video wäre klasse!

    Viele Grüße,
    Claas
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  13. #103
    User Avatar von UweH
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    Zitat Zitat von Claas Beitrag anzeigen
    Heißt das, die Amokka wird deutlich langsamer nach dem Fahren der Spreizklappen?
    Ein Video wäre klasse!
    Hi Jochen,

    auch von mir danke fürs Bremsen experimentieren

    Wird Amokka Wood mit den ausgefahrenen Spreizklappen nur wenig schneller wenn man sie im Landeanflug auf den Kopf stellt oder wird eher der Gleitwinkel ähnlich schlechter wie beim Leitwerker-Butterfly?

    Ein Video wäre Klasse!

    Gruß,

    Uwe.
    ...Hangflug bei mir ist das ohne Motor....
    ....wer nichts weiß muss alles glauben...... - Ein Flügel genügt -
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  14. #104
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    Standard Split Flap - langsamer, schneller, weiter vorne?

    Hallo Claas und Uwe,

    ... ich weiß nicht genau, wie Ihr die Frage "langsamer" oder "wenig schneller" meint ...
    Die Geschwindigkeit wird ja vor allem durch das Höhenruder ausgesteuert ...

    Die Wirkung der Split-Flaps, die ja eine Mischung aus Lande- und Bremsklappen sind, kann man vielleicht am Besten in der Geschwindiskeitspolare darstellen.
    Mit ausgefahren Klappen wird die Polare nach links unten verschoben.

    Name:  Polare.png
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Größe:  9,8 KB

    ... das heißt, man kann wohl noch ein bissle langsamer fliegen, bei durchgehend schlechterem Gleitwinkel.

    @Uwe, wenn man Amokka Wood "auf den Kopf stellt", hat (bei meinen Flughöhen bis zum Bodeneinschlag) vor allem Newton das Sagen. Mit oder ohne Klappen
    Übrigens nochmal vielen Dank für Deinen tollen Hinweis im Beitrag #28 über das nach vorne Setzen der Klappen! Das war genau die richtige Spur ...


    Inzwischen bin ich am Überlegen, ob es (noch) Sinn macht, weiter mit der Position der Spreizklappen zu experimentieren:

    Name:  SplitFlap_Position.png
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Größe:  28,4 KB

    Ich habe das Gefühl, dass ich durch Zufall auf Anhieb eine fast optimale Position gefunden habe.

    Auf der anderen Seite wäre es ja von grundsätzlichem Interesse zu erfahren, was bei einer weiter vorne liegenden Position passiert. Dreht sich die Momentenrichtung vollends um und wird stark positiv (die Nase geht nach oben) - oder bleibt neutral - oder wird gar wieder negativ? Bricht der Auftrieb zusammen und man hat nur noch eine untenliegende Bremsklappe?
    Beim Versuch die aerodynamischen Zusammenhänge in diesem Wirbel-Auftriebs-Widerstands-Kräfte-Dickicht zu verstehen, komme ich nicht wirklich weiter.

    Es wäre klasse, wenn jemand eine Erklärung der Effekte geben könnte! (Natürlich darf auch wild spekuliert und gewettet werden was bei einer weiter vorne liegenden Position passiert )

    Viele Grüße

    Jochen
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  15. #105
    User Avatar von 2small2fail
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    Zitat Zitat von Jojo26 Beitrag anzeigen
    Hallo Claas und Uwe,
    ... ich weiß nicht genau, wie Ihr die Frage "langsamer" oder "wenig schneller" meint ...
    Die Geschwindigkeit wird ja vor allem durch das Höhenruder ausgesteuert ...
    Ich versuch's mal mit Gedankenlesen...
    Hat sich die fliegbare Mindestgeschwindigkeit mit gesetzten Spreizklappen verringert?
    Ein "Ja" würde einen erhöhten fliegbaren maximalen Auftriebsbeiwert bedingen.
    Oder eben der umgekehrte Fall.

    Dann mach' ich mal den Anfang als "Spekulatius"...
    Ich würde bei einer Spreizklappe dieser Art tätsächlich auf einen lokal erhöhten maximalen Auftriebsbeiwert im Bereich der Spreizklappen hoffen.
    Die Erhöhung dürfte kleiner als bei der Spreizklappe "ganz hinten" ausfallen, gekoppelt mit einer offensichtlich wesentlich kleineren Änderung des Profilmoments.

    Thesen zur Spreizklappe "weiter vorne":
    -Spreizklappe "weiter vorne" reduziert im Vergleich zur Spreizklappe "ganz hinten" den maximalen Auftriebsbeiwert etwas.
    -Geringerer "Hebelarm" des Bereichs mit erhöhtem Druckkoeffizienten unten im Vergleich zur Spreizklappe "ganz hinten" (Profilmomentänderung).
    -Kaum Anstellwinkeländerung des Fliegers (aber Änderung der induzierten Anstellwinkel) im Vergleich zu "ohne Spreizklappen" durch geringe Profilmomentänderung.

    Die "Bremswirkung" ist wie üblich dem dem erhöhten induzierten Widerstand durch Verschlimmerung der Auftriebsverteilung und dem erhöhten Profilwiderstand des "Profils" mit Spreizklappe zu verdanken.
    Dieser dürfte etwas höher als der Profilwiderstand des Profils mit gesetzter Wölbklappe gleicher Tiefe sein.

    Zitat Zitat von Jojo26 Beitrag anzeigen
    Inzwischen bin ich am Überlegen, ob es (noch) Sinn macht, weiter mit der Position der Spreizklappen zu experimentieren:
    ...
    Ich habe das Gefühl, dass ich durch Zufall auf Anhieb eine fast optimale Position gefunden habe.
    Aus meiner Sicht würde weiteres Experimentieren mit der Spreizlappe "noch weiter vorne" nur Sinn machen, wenn die Momentenänderung bei gesetzter Spreizklappe noch zu gross wäre.
    Das ist offensichtlich nicht der Fall. Der von dir gelenkte "Zufall" war schon sehr erfolgreich! Super!

    Gruss
    Tobias

    PS
    Was vielleicht als Experiment noch Sinn machen würde: Etwas tiefere Spreizklappen (Drehachse dadurch zwangsläufig minimal weiter vorne)
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