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Thema: Das Universum

  1. #211
    User Avatar von BZFrank
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    Zitat Zitat von Bushpilot Beitrag anzeigen
    Dumm gefragt:
    Ist bei dem Tempo das Raumschiff (relativ kleine Masse) nicht so schnell durch den Planeten (relativ große Masse), das die Energie gar keine Zeit hat frei zu werden?
    Vermutlich nein. Allerdings hat es noch niemand ausprobiert. Vielleicht verwandelt sich die Materie ja an der Einschlagstelle in seltsame Materie und konvertiert dann die ganze Erde mit. Mit einem Plopp ist alles... seltsam.

    Manche, die "seltsam" anders interpretieren, vermuten das dies schon längst passiert sei.
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  2. #212
    User Avatar von Bushpilot
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    Zitat Zitat von BZFrank Beitrag anzeigen
    Manche, die "seltsam" anders interpretieren, vermuten das dies schon längst passiert sei.
    Eben. Seltsame Materie ist nur solange seltsam bis man weiß was sie ist. Dann könnte man sie als Exotische Materie klassifizieren und vielleicht als Quark - Nuggets in einen Warp Antrieb „schaufeln“. Was das ewige (!) Problem mit den Entfernungen im Universum lösen könnte.

    Ja gut, sollte sich da nicht ein Planet oder eine Sonne in den Weg stellen. Von denen man ja nicht mal weiß ob es sie (noch und schon) gibt. Trotz echt toller Fotos. Und man aus einer Kurve eine 3D Zickzack Grade machen müßte.

    Denn die Navigation ist ja genauso ungelöst. Den Planeten X (besser, dessen Sonne) in X Milliarden Lichtjahren mit einem Teleskop anzupeilen ist witzlos: Wenn man da mit Warp Speed angerauscht kommt, isser ja schon lange weg. Und der Weg zurück gestaltet sich dann auch schwierig: Die Erde ist auch nicht da, wo man grad` eben herkommt.
    Da brauchte es schon einiges an geballter Computer Power, um die völlig veränderten Konstellationen neu berechnen zu können. Ehm… wenn`s geht „Zeitnah“. Und es nicht Monate ~ Jahre braucht um herauszufinden wo man denn nun überhaupt ist.

    Mit Windows 10 Home wird das wohl nicht klappen.
    MfGaNAM
    Thomas
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  3. #213
    User Avatar von BZFrank
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    Mal was anderes - wie man ferne Welten erkennen kann und sogar Details darauf über Lichtjahre hinweg.

    Ihr alle kennt das Prinzip einer konvexen Linse:


    Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/F..._-_perfect.svg

    Kurz vor dem Fokus noch eine konkave Linse und fertig ist das Gallileische Teleskop.

    Jetzt haben Linsenteleskope ein Problem. Macht man die Linse - aus Glass - grösser als ca. 1 Meter Durchmesser, so verformt sie sich schon durch das Eigengewicht. Ausserdem wird die Herstellung sehr teuer. Deshalb benutzt man seit langem für grössere Teleskope nur noch Spiegel. Aber auch diese werden ab ca. 10 Meter Durchmesser schon so schwer und aufwendig, dass dann schon so langsam das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	GTC_1280.jpg 
Hits:	6 
Größe:	511,4 KB 
ID:	2174541
    Bildrechte: Eigene Aufnahme GTC LaPalma 10m Spiegelteleskop

    Die maximale Auflösung eines Teleskop ergibt sich aus der Öffnung. Selbst unter Vakkumbedingungen im All kann man nicht feiner auflösen, als das sg. Diffraktionslimit der Physik zulässt. Kein Weg drumherum.

    Wenn man Planeten um andere Sterne herum aufnehmen will, möglicherweise noch Oberflächendetails abbilden, setzt die Physik die Grenzen. Es geht schlicht nicht, weil unsere Teleskope zu klein sind.

    Oder?

    Man kann eine Linse nicht nur aus Glass bauen. Auch grossen Massen biegen Lichtstrahlen. Massen wie die z.b. die Sonne.

    Die Sonne verbiegt einen Lichtstrahl der direkt an ihrer Oberfläche vorbei läuft um 1.75 arcsec. Sie ist im Prinzip eine gigantische Linse, wie oben in der Grafik. Alles was man tun müsste ist eine Sonde in den Fokuspunkt zu bringen und eine Maske vor die Sonnenscheibe selbst zu stellen - Bingo - man hat ein Teleskop mit einer Öffnung von 1391000 km. Der Fokuspunkt befindet sich allerdings in einer Entfernung von 550 AU - 550 mal weiter als die Erde von der Sonne weg ist - d.h. sehr sehr weit draussen, viel weiter als es je eine Sonde geschafft hat. Selbst die Voyagersonden sind noch weit davon entfernt. Der Vergrösserungsfaktor wäre allerdings enorm: Ein solches Teleskop hätte eine Vergrösserung von 100 Milliarden mal und könnte das auch abbilden. Damit wäre es möglich noch Oberflächendetails von ca. 1 km Grösse auf Planeten in 100 Lichtjahren Abstand zu erkennen und zu fotografieren.
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  4. #214
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    "knoff hoff"

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  5. #215
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    Zitat Zitat von Relaxr Beitrag anzeigen
    "knoff hoff"

    Die Sendung war genial...

    Aber wäre dieses Monster-Sonnen-Teleskop nicht etwas schwer auszurichten?

    Gruß, Mario
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  6. #216
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    Hi ,
    in der Lasertechnik nutzt man auch einfach einen Wärmegradienten in einem Rohr das ausserherum beheizt wird. Nach innen nimmt die Temperatur ab. Je nach Lufttemperatur ändert sich der Brechungsindex. Leider gibt es keine Flammenringe im Universum die das ermöglichen würden , zudem etwas kompliziert auszurichten.

    Happy Amps Christian
    Happy Amp´s Christian
    GO FAST TURN RIGHT AND GET OUT OF MY WAY
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  7. #217
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    Sehr beeindruckende Aufnahme des Teleskopes, aber wo ist da der Spiegel? Oder befindet sich das Teil noch im Bau?
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  8. #218
    User Avatar von BZFrank
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    Folge der schwarzen "Röhre", rechts im Bild. Der Spiegel reflektiert Teile des Kuppelaufbaus. Der Primärspiegel des GTC ist von der Mainzer Firma Schott AG gefertigt, hat einen Durchmesser von 10.4 Metern und besteht aus 36 sechseckigen Einzelelementen (sieht man auf der Rückseite, nicht in diesem Bild, das ist von schräg vorne).

    Bilder vom letzten Mal auf LaPalma, das GTC von aussen:

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	GTC - Roche de la Muchachos_1280.jpg 
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Größe:	235,5 KB 
ID:	2175575

    Gleich daneben, das MAGIC II Teleskop (bei dem sieht man die Segmente aus denen der Hauptspiegel besteht... und ja es steht "im Freien" )

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Magic_LaPalma.jpg 
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Größe:	209,2 KB 
ID:	2175576

    Das Observatorium auf dem Roque-de-los-Muchachos bietet noch mehr Teleskopen eine Heimat:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Roque-...-Observatorium

    Falls das 30m Teleskop auf Hawaii nichts wird, ist LaPalma ein möglicher Ausweichort.
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  9. #219
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    Moinmoin,

    unsere liebe Milchstraße hat wohl einen "Kurschatten" der bislang unentdeckt war: eine Begleitgalaxie mit einem beachtlichen Drittel der Größe unserer Heimatgalaxie. Also etwa so groß wie die Große Magellansche Wolke! Um so erstaunlicher, daß erst jetzt entdeckt wurde. Aber sie ist so dunkel mit einer sehr geringen Sterndichte, sodaß es besonderer Mittel bedurfte, sie zu entdecken. Dieses Mittel heißt GAIA, ein Satellit, der als Kernaufgabe die Vermessung unserer Milchstraße hat, wobei auch die Bewegung der Sterne darin verblüffend genau erfaßt wird. Darunter sind auch Sterne, die so gar nicht ins allgemeine Bewegungsmuster passen. Entweder sind dies dann einzelne "Geisterfahrer" in der MS oder, wenn mehrere oder gar viele davon in mehr oder weniger dieselbe Grundrichtung unterwegs sind, auch zu einer unsere MS umkreisenden Struktur gehören können. Als "Beifang" gehen einem dann solche Entdeckungen ins Netz

    Der Hauptgrund, warum sie nicht früher entdeckt wurde, ist jedoch, daß sie fast genau in der Scheibenebene unserer Milchstraße liegt und dazu noch in Richtung der uns gegenüberliegende Seite der Milchstraße liegt, also verdeckt.

    Mit GAIA kam jedoch ein wahrhafter Game-Changer ins Spiel und ich vermute/hoffe, daß dieser fantastische Satellit uns nicht das letzte Mal ins Staunen versetzt hat! Für mich persönlich ist GAIA der zweite Satellit nach Hubble, der das Zeug hat, die Weltraumforschung zu revolutionieren. Vielleicht nicht mit schönen Bildern, dafür aber mit schönen Daten. Können Daten überhaupt "schön" sein? In diesem Fall muß ich das mit einem klaren JA beantworten!

    Hier kann man genauer erfahren was, wie, wo, warum:
    https://www.cam.ac.uk/research/news/...laxy-next-door
    und auch hier:
    https://www.rit.edu/news/new-evidenc...its-outer-disc

    Viel Spaß bei der Lektüre!

    Begeisterte Grüße,
    Okke
    Glotze aus - Hirn an!
    Lebst Du schon oder hockst Du noch vor der Glotze?
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  10. #220
    User Avatar von BZFrank
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    Danke Okke! Aufgrund der GAIA-Daten wurde ja auch festgestellt, dass die Milchstrasse vor ca. 10 Milliarden Jahren in einer grossen Galaxien-Kollision involviert war, deshalb wurde diese auch "Gaia-Enceladus" geannt. Es bleibt spannend was noch alles entdeckt werden wird.



    (übersetzt) Vor dreizehn Milliarden Jahren begannen sich Sterne in zwei verschiedenen Sternensystemen zu bilden, die dann verschmolzen: Eine war eine Zwerggalaxie, die wir Gaia-Enceladus nennen, und die andere war der Hauptursprung unserer Galaxie, viermal so massereich und mit größer Anteil an Metalle*. Vor etwa zehn Milliarden Jahren kam es zu einer gewaltsamen Kollision zwischen dem massereicheren System und Gaia-Enceladus. Infolgedessen gerieten einige seiner Sterne und die von Gaia-Enceladus in chaotische Bewegung und bildeten schließlich den Halo der heutigen Milchstraße. Danach gab es heftige Sternentstehungsschübe bis vor 6000 Millionen Jahren, als sich das Gas in der Scheibe der Galaxie absetzte und das produzierte, was wir als dünne Scheibe der Milchstrasse kennen.
    Quelle: https://www.iac.es/divulgacion.php?o...d=1595&lang=en

    * Hinweis: Für Astronomen ist alle schwerer als Helium "Metall". "Metallreiche" Sterne bedeutet im wesentlichen solche, welche viele "Überblebsel" von Supernovas und Neutronenstern-Mergers bei der Bildung aufgenommen werden. Das Sonnensystem entstand aus so einem "metallreichen" Nebel. Im galaktischen Vergleich sogar aus einem sehr metallreichen. Man schätzt, dass kurz (150 Millionen Jahre) vor der Bildung des Sonnensystems in der Nähe zwei Neutronensterne zu einem schwarzen Loch verschmolzen (der Prozess erzeugt eine grosse Menge an schweren Elementen und verteilt sie in der Umgebung), dann explodierte noch direkt vorher (10 Millionen Jahre) in der Umgebung eine Type 2 Supernova, was dann auch durch die "Druckwelle" den Kollaps der Wasserstoff/Molekülwolke und damit die Geburt des Sonnensystems auslöste. Nur dadurch gibt es auf der Erde Elemente wie Kupfer, Zink, Zinn, Blei, Gold, Silber, Platinmetalle, usw. neben seltene Erden in der gefundenen Menge. Ca. 1% eures Körpers besteht aus Material welches nahe des Ereignishorizont bei der Geburt eines Schwarzen Lochs geschmiedet wurde.
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  11. #221
    User Avatar von BZFrank
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    Vor 10 Jahren entdecken Astronomen heisse Plasmawolken, welche direkt über und unter der Scheibe der Milchstrasse stehen, sie bilden eine Art "Sanduhr" mit dem Zentrum der Milchstrasse, dem supermassiven Schwarzen Loch Sargittarius A* (wird "A - Stern" gesprochen) in der Mitte. Das sind keine kleinen Strukturen, sondern grosse Wolken mit jeweils 50000 Lichtjahre Durchmesser! Sie wurden Fermi-Blasen genannt, nach dem Satelliten "Fermi Gamma Ray Overservatory" mit dem sie entdeckt wurden, der wiederum benannt nach Enrico Fermi, berühmter Physiker.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	1280px-800_nasa_structure_renderin2.jpg 
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ID:	2196463
    Quelle: NASA

    Bisher war unklar woher diese Fermi-Blasen kommen, aber eine Untersuchung 2017 hat einen möglichen Grund festgestellt und neuere Forschungen 2019 den Zeitbereich weiter eingegrenzt. Diese Wolken haben nämlich in einen Sternenstrom, der Magellanstrom - die Spur der Magellanischen Wolken, Zwerggalaxien welche die Milchstrasse eng umkreisen - ein Loch gerissen. Ein Loch mit einem Ausmass von 20000 Lichtjahren! Aus der Position und Geschwindigkeit des Stroms konnte ermittelt werden, dass die Fermi-Blasen ca. vor 3.5 Millionen Jahren entstanden sind.

    Anscheinend gab es vor 3.5 Millionen im Zentrum der Galaxie eine massive Explosion, einen sogenannten Seyfert-Flare, wenn eine normale Galaxie innerhalb kurzer Zeit zu einem Quasar wird. Ähnliche Ausbrüche beobachten wir auch in manchen anderen Galaxien, weit weit weg. Aber es war bisher unbekannt, dass unsere stille, brave Milchstrasse das auch kann. Um die Grössenordnung klar zu machen: Dieser Ausbruch hatte die Stärke von einer Million Supernoven auf einmal, eine Million explodierende Sterne. Er erzeugte wohl eine Strahlungintensität, die den gesamten inneren Bereich der Milchstrasse im Umkreis von 10000 Lichtjahren von Zentrum sterilisiert hat. Was auch immer dort lebte, danach war es tot.

    Das Leben auf der Erde überlebte nur deshalb, weil das Sonnensystem mit 27000 Lichtjahren weit genug weg ist. Eine hohe Strahlendosis kam dennoch an, Partikel-, Röntgen- und Gammastahlung. Die Nächte waren vermutlich eine Weile taghell, erleuchtet von Auroras auf der abgewandten Seite und vom Flare auf der dem Milchstrassenzentrum zugewandten, welches auch am Tag heller als die Sonne in einem unnatürlich wirkenden, blauen Licht brannte. Das ist die Kraft eines supermassiven Schwarzen Lochs:

    https://www.eso.org/public/images/eso1247a/

    Nun, wenn die Milchstrasse es einmal konnte, dann wird das auch wieder passieren. Im Moment ist das schwarze Loch im Zentrum ruhig, satt, schlummernd. Keine Sternenkonstellation oder Nebel steht auf der Speisekarte - nötig um die Strahlenmaschine anzutreiben - aber sollte etwas grosses zu nahe kommen, wird das Loch wieder zum Leben erwachen und ein neuer Flare könnte innerhalb von wenigen Tagen entstehen.

    Noch etwas interessantes, möglicherweise nur ein Zufall: Vor 3.5 Millionen Jahren gab es einen Evolutionssprung in der Entwicklung der Hominiden, unsere Vorfahren. Die erste Herstellung und Verwendung Werkzeuge ist dokumentiert, zeitgleich mit einer Strahlungsintensität welche hoch genug war für eine erhöhte Mutationsrate zu sorgen. Vlieleicht hat ja das weit entfernte Schwarze Loch in der Mitte der Milchstrasse uns einen kleinen evolutionären Schubs gegeben? Und nebenbei noch einen ganzen Haufen Mitbewohner in der Galaxie ausradiert?

    Nebenbei: Da ist Star Trek und Star Wars Kinderfasching dagegen. Warum denken die in Hollywood immer nur so klein.

    https://www.youtube.com/watch?v=XqGnAIgzUTY
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  12. #222
    User Avatar von Bushpilot
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    Zitat Zitat von BZFrank Beitrag anzeigen
    ...

    Das Leben auf der Erde überlebte nur deshalb, weil das Sonnensystem mit 27000 Lichtjahren weit genug weg ist. Eine hohe Strahlendosis kam dennoch an, Partikel-, Röntgen- und Gammastahlung. Die Nächte waren vermutlich eine Weile taghell, erleuchtet von Auroras auf der abgewandten Seite und vom Flare auf der dem Milchstrassenzentrum zugewandten, welches auch am Tag heller als die Sonne in einem unnatürlich wirkenden, blauen Licht brannte.
    Apropos Star Wars und Star Treck: Das Raumschiff Erde hat doch einen Abwehrschirm für solcher Art Angriffe aus dem All?

    Oder konnte Hasso Sigbjörnson (Bordingenieur, der Vater von Scotty?) nicht mehr Energie in den Schirm leiten?

    Warum denken die in Hollywood immer nur so klein.
    Recht hast du: Andere sind da Erfindungsreicher als Hollywood: Prof. Dr. Arno Kalup hatte den HÜ-Schirm maßgeblich verbessert und der Paratronschirm ist eh so gut wie undurchdringlich.
    MfGaNAM
    Thomas
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  13. #223
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    Standard Der neunte Planet

    Hallo zusammen,

    Beboachtungen der Himmelskörper jenseits der Neptun-Bahn haben Astronomen zu der Annahme geführt, daß es da draußen einen neunten Planeten geben müsste. Eine Neue Studie schägt aber eine ganz andere Lösung vor: https://www.heise.de/tr/artikel/Ist-...h-4545121.html
    Es könnte auch ein primordiales schwarzes Loch sein! Diese "seltsamen Gestalten" könnten in einem sehr frühen Stadium nach dem Urknall entstanden sein: https://www.spektrum.de/lexikon/astr...ze-loecher/359

    Wie kann man solche Dinger entdecken/sehen?
    Und gleich noch eine gewagte Idee von mir: Es könnte ja sehr viele davon geben, womit man eventuell zumindest einen Teil der dunklen Materie erklären könnte.

    Servus
    Hans
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  14. #224
    User Avatar von BZFrank
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    Zitat Zitat von Hans Schelshorn Beitrag anzeigen
    Wie kann man solche Dinger entdecken/sehen?
    Und gleich noch eine gewagte Idee von mir: Es könnte ja sehr viele davon geben, womit man eventuell zumindest einen Teil der dunklen Materie erklären könnte.
    Gravitationslinseneffekt. Hintergrundsterne die in einer Linie mit dem Loch liegen, würden ihre Helligkeit ändern und zwar mit einer spezifischen Lichtkurve. Das ist aber schon teil-widerlegt: Durch die Überwachung der Helligkeit der Sterne in den Magellanschen Wolken haben die EROS- und MACHO-Untersuchungen die Häufigkeit ursprünglicher Schwarzer Löcher im Bereich von 1023 bis 1031 kg begrenzt. Das im Artikel zitierte OGLE ist keine Studie zur Erkennung von Schwarzen Löchern, sondern dient der Suche nach Exoplaneten. Dabei wurden einige Anormalien gefunden, die aber auch anders erklärt werden können. Nach all diesen Untersuchungen zufolge können ursprüngliche Schwarze Löcher in diesem Bereich keinen wichtigen Teil der Dunklen Materie ausmachen. Das wäre genau der Massebereich von "Planet 9". ca. 3-4 * 1025 kg. Wenn es sie gibt, sind sie selten.

    Ich halte die Schwarze Loch Theorie auch sonst für etwas an den Haaren herbeigezogen. Es gibt aktuell keinen Grund im Moment anzunehmen, dass da draussen ein solches Objekt ist. Weder geben die MACHO-Daten es her, noch ist es für irgendeine Beobachtung notwendig. Occams Rasiermesser spricht dagegen. Auch das Planet 9 die Differenz zwischen der Rotationseebene des Sonnensystems und der Rotationsachse der Sonne erklären könnte, eines der bisher ungelösten Rätsel des Sonnensystems, spricht für einen "normalen" Planeten, der bei der Entstehung des Sonnensystems nach aussen wanderte.

    Der Planet ist nach den Simulationen der Bahnen der Trans-Kuipergürtel-Objekte im äusseren Sonnensystem auf einer hocheliptischen Bahn und er ist kalt und dunkel. Jeder Körper auf einer solchen Umlaufbahn verbringt die meiste Zeit im Aphel, dem Bereich der Bahn der von der Sonne (und uns) am weitesten weg ist. Warum? Weil draussen die Bahngeschwindigkeit am geringsten ist. Nahe der Sonne, im Perihel, bewegt er sich am schnellesten, quert also diesen Bereich auch schneller. Damit ist er wahrscheinlich so weit draussen, so dunkel und bewegt sich so langsam, dass er selbst in Grossteleskopen nur schwer zu finden sein wird. Batygin und Brown, die beiden die die Simulationen gerechnet haben, schätzen aktuell mag 23 - 24 als Helligkeit ab. Das ist extrem wenig. Pluto als Vergleich hat eine Helligkeit von 13,8 mag (Perihel) bis 16,5 mag (Aphel). "mag" ist keine lineare Skala, jede "Magnitude" mehr bedeutet 2,5x weniger hell.

    Mike Brown ist übrigens auch der "Killer von Pluto", da er andere Objekte vergleichbarer Grösse da draussen entdeckt und dann die Demotion von Pluto als Planet bei der International Astronomical Union angeleiert hat. Einer seiner Artikel hat den Titel: "How I murdered Pluto, how I got away with it and why he has seen it coming". Seine kleine Tochter bat ihn Planet 9, wenn er denn gefunden wird, wieder Pluto zu nennen, damit wieder alles so ist wie vorher und man ihn wieder mag. Meine Vermutung nach, ist als Name "Hades" aber wahrscheinlicher.


    Das hier ist Konstantin Batygin, Juli 2019, "Make the solar system great again"


    Planet Nine from Outer Space - Mike Brown - 3/15/2019
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  15. #225
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    Heute eine kleine Geschichte über schwarze Löcher und ihre technische Anwendung.

    "Einen Sparren hatte er ja schon immer lose, aber ist der Frank jetzt völlig irre?" tönt es aus dem Publikum, wie soll man denn diese gewaltigen Kräfte verwenden können. Massen so gross wie die Sonne...

    Und genau da liegt der Trugschluss. Man erinnere sich an E = m * c2 - die Equivalenz von Masse und Energie. So wie man ein schwarzes Loch aus Materie erzeugen kann, kann man es auch aus Energie erzeugen. Alles was man dazu braucht ist ein Batterie Gammastahlenlaser, die in der Lage sind auf einen Punkt von weigen Attometern zu fokusieren. Ach ja, und die Energie welche die Sonne in ca. 1/10 Sekunde ausstrahlt. Drückt man dann auf den "Los gehts" Knopf, kann man ohne grosse Probleme einen sogenannten "Kugelblitz" (heisst wirklich so), ein schwarzes Loch nur aus Strahlung bestehend, erzeugen.

    Was macht man nun mit diesem Ding? Nun, je kleiner das Loch desto mehr strahlt es Energie in Form von Hawkingstahlung ab, ein Loch dieser Grösse wäre etwa 5 Jahre stabil und würde in dieser Zeit eine Leistung von 130 MillionenMilliarden Wattstunden erzeugen, also verdammt viel. Man kann es also als Energie oder Antriebsquelle verwenden. Es wäre eine Art Batterie gigantiischer Leistung, bei einer Grösse kleiner als ein Atom, welche am Ende sich selbst rückstandsfrei auflöst. Man könnte es elektrisch aufladen (einfach mit Elektronen beschiessen) und mit Magnetfeldern steuern. Ein Problem ist natürlich noch, das alles im Umkreis von ca. 20 Kilometer darum schlicht verdampfen würde (Temperatur in diesem Abstand > 2000 Grad). Ein anderes Problem ist, das bei der Erzeugung an dem Punkt der Fokusierung eine Temperatur auftritt, welche über der Plancktemperatur liegt. D.h. an dieser Stelle im Raum sind die physikalischen Gesetzte dieses Universum nicht mehr gülltig. Aber da sich schnell ein Ereignishorizont drumherum bildet, ist es vielleicht nicht so schlimm und es entstehen keine rosa Elefanten im Tütu welche auf einer Riesenschildkröte Tango tanzen. Das bekommen wir auch noch in den Griff.
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