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Thema: Quadcopter: schlechte Flugdynamik bzw. wenig Leistung im Flug

  1. #1
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    Standard Quadcopter: schlechte Flugdynamik bzw. wenig Leistung im Flug

    Hallo,

    ich bin ein absoluter Neuling beim Thema Modellbau, Modellflug und Multirotoren, habe mich aber vor einigen Monaten dazu entschlossen, einen Quadcopter selber zu bauen. Durch mein Studium (Maschinenbau/Informatik) kenne ich mich auch mit der Theorie aus, habe nur keinerlei praktische Erfahrung. Nach viel rumprobieren und testen flog das Ding irgendwann auch, aber ich bin mit der Flugdynamik absolut nicht zufrieden. Mehr spezifisch:

    Wenn ich vom Boden abhebe, hat der Quadcopter unglaublich viel Power, in nur ein oder zwei Sekunden ist der locker 10-20m hoch in der Luft, nach ein paar weiteren Sekunden dann gerne so hoch, dass ich den kaum noch sehen kann (geschätzte 50 Meter?). Rohleistung scheint der also genug zu haben. Wenn ich aber z.B. in einem langsamen Sinkflug bin, und dann wieder hochziehen möchte, schafft der es kaum, sich abzubremsen und wieder zu steigen. Manchmal sinkt er dann trotz 100% throttle langsam ab bis zum Aufprall auf den Boden.

    Woran könnte das liegen? Lässt die Leistung der Batterie bei längerer Beanspruchung nach? Werden die Motoren heiß und dadurch weniger leistungsfähig? Kanns an der Software bzw. den Regelparametern liegen?

    Dass dieses Schwergewicht immer etwas träge sein wird ist mir klar, es ist mir aber wichtig, dass ich nicht dauernd abstürze. Es wäre toll, wenn ihr mir ein paar Tipps geben könnt, damit ich weiß, was ich verbessern muss

    Daten des Quadcopters:
    Code:
    Durchmesser: 52cm
    Gewicht (inkl. Batterie und GoPro): 1.45kg
    Control Board: MultiWii 328P Flight Controller
    ESC: Hobby King 20A ESC 3A UBEC
    Batterie: Turnigy 3300mAh 3S 30C Lipo Pack
    Motoren: NTM Prop Drive Series 28-26 1100kv / 252w 
    Frame: Glass Fiber Quadcopter Frame 480mm
    Propeller: 10x4.5 SF Props 2pc CW 2 pc CCW Rotation
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  2. #2
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    Zitat Zitat von multimolti Beitrag anzeigen
    Wenn ich aber z.B. in einem langsamen Sinkflug bin, und dann wieder hochziehen möchte, schafft der es kaum, sich abzubremsen und wieder zu steigen. Manchmal sinkt er dann trotz 100% throttle langsam ab bis zum Aufprall auf den Boden.
    Ein Aerodynamiker wird das wohl wissenschaftlicher formulieren können, aber einfach gesagt, gerätst du in deine eigene verwirbelte Luft, in der die Propeller nicht mehr richtig wirken können.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wirbelringstadium dürfte etwas ähnliches sein. Beim Modellheli merke ich es z.B. wenn ich eine Reihe Flips auf der Stelle mache und dann der Auftrieb an der Stelle schwächer ist und man das auch am Rotorgeräusch hört. Wenn ich ihn dann etwas seitlich verschiebe, ist wieder alles gut. Einmal ist er mir so sogar (wie du beschrieben hast) bis zum Boden durchgesackt, wobei der Motor die ganze Zeit voll gedreht hat und ich auch Kontrolle hatte, nur keinen Auftrieb mehr.

    RK
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  3. #3
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    Hey,

    danke für die Antwort, das klingt erst mal plausibel. Gibt es irgendwas, dass ich tun kann, außer horizontal wegzufliegen?
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  4. #4
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    Hallo

    Es reicht eigendlich, wenn Du senkrechtes Absinken vermeidest, besonders wenn hohe Leistung
    benötigt wird, z.B. beim Abfangen.
    Wobei senkrecht sich auf die Propellerebene bezieht.

    Gruß
    Tom
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  5. #5
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    Mein TBS Discovery fliegt mit einem 3S Lipo wie ein Sack Schrauben.
    Abfluggewicht ca. 1,5 kg, gleiche Propellerdimensionen, 1000kV Motoren.

    Vermutlich liegt da der Hase im Pfeffer.

    Aktuell wird der Disco mit 4S/4600 bzw. 4S/5000 von SLS befeuert.

    Gruß
    Uwe
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  6. #6
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    Ich würde mal andere Propeller testen. Props mit viel STeigeung erzeugen zwar viel Vorschub, aber auch nur wenn sie ausreichend schnell angeblasen werden.

    Beim Abfangen aus einem schnellen Sinkflug ist ja das Gewicht viel höher(Massenträgheit). Da kann es schon sein, das an deinen Props ein Strömungsabriss entsteht(stall). Manche props sind auch zu weich, und biegen sich bei hoher Belastung durch. Das verringert auch den nutzbaren AUftrieb.
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  7. #7
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    Danke für die Antwoten! Ich werde mal versuchen, die neuen Teile zu kaufen und hoffe, dass es damit besser läuft.

    Zitat Zitat von Naglfar Beitrag anzeigen
    Aktuell wird der Disco mit 4S/4600 bzw. 4S/5000 von SLS befeuert.
    Also sollte ich mal einen 4S-Akku probieren? 4S steht für 4 Zellen? Also haben 4 einen größeren Maximaloutput als 3?

    Zitat Zitat von s.nase Beitrag anzeigen
    Ich würde mal andere Propeller testen. Props mit viel STeigeung erzeugen zwar viel Vorschub, aber auch nur wenn sie ausreichend schnell angeblasen werden.

    Beim Abfangen aus einem schnellen Sinkflug ist ja das Gewicht viel höher(Massenträgheit). Da kann es schon sein, das an deinen Props ein Strömungsabriss entsteht(stall). Manche props sind auch zu weich, und biegen sich bei hoher Belastung durch. Das verringert auch den nutzbaren AUftrieb.
    An welcher Zahl erkenne ich die Steigung und Weichheit der Props?
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  8. #8
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    Zitat Zitat von multimolti Beitrag anzeigen
    ...4S steht für 4 Zellen? Also haben 4 einen größeren Maximaloutput als 3?...
    4S Steht für 4 Zellen, je mehr Zellen desto mehr Spannung hat der Akku 3S=11.1V 4S=14,8V. Du solltest vorher prüfen ob alle deine Komponenten Regler/Motoren/FC das mehr an Spannung auch vertragen.


    Zitat Zitat von multimolti Beitrag anzeigen
    ...An welcher Zahl erkenne ich die Steigung und Weichheit der Props?...
    An der zweiten Zahl, ein 13x4,5 Prop hat 13 Zoll Länge und 4,5 Zoll Steigung. Die Weichheit kannst du spüren wenn du den Propeller in der Hand hältst und versuchst in sanft zu biegen. Props für kleines Geld aus Nylon ohne GFK Verstärkung sind zb. meistens sehr weich, Holz oder Carbon eher steif.
    der überall lindbaergh heisst....
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