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Thema: Semiscale im Wettbewerb

  1. #46
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    Nachdem einige ihre Teilnahme beim Lassogeiertreffen zugesagt haben, wird es auch in diesem Jahr Scalemodelle in Niederkassel geben. Ich hoffe, es haben auch einige neue Freunde des Scale Fesselflugs den Mut zur Teilnahme.

    Ich bewundere immer wieder das Selbstbewußtsein von Hermann Schuster, der seit drei Jahren nach Großenhain kommt. Seine Modelle wollen so gar nicht dem Niveau eines solchen Wettbewerbs entsprechen. Leider verhindert dieses Selbstbewußtsein einfach mit einem Fertigmodell an den Start zugehen.
    Trotzdem ist in den letzten Jahren ein kontinuierliche Entwicklung zu erkennen. In diesem Jahr flog das Modell schon ordentlich in 1,5m Höhe auch Start und Landung waren so einigremßen.

    Name:  comp_IMG_4442.jpg
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    Das könnt ihr, die bisher noch nicht den Mut hattet an einem Wettbewerb teilzunehmen, besser.

    Also bis Niederkassel ist noch Zeit für einen Umbau eines RC- Bausatzmodells.

    W.
    Geändert von Bernd Langner (06.06.2017 um 10:41 Uhr)
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  2. #47
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    [QUOTE=f4bscale;4339146]Nachdem einige ihre Teilnahme beim Lassogeiertreffen zugesagt haben, wird es auch in diesem Jahr Scalemodelle in Niederkassel geben. Ich hoffe, es haben auch einige neue Freunde des Scale Fesselflugs den Mut zur Teilnahme.


    Danke für die Info, so kann ich/wir das "Zeitlich und Kreislich" mit einplanen.
    so hoffe ich das wir uns bis dahin noch mal sehen werden.
    Gruß
    Robert
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  3. #48
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    Heute ein erster kurzer Bericht vom 4-Länderwettbewerb in Großenhain.

    Beginnen muss ich meinen Bericht mit einem großen Dankeschön an die Organisatoren vom MSV-Sachsen. Da einige Unklarheiten über die Zukunft des Platzes bestehen,war es nicht einfach den Wettbewerb auf dem gewohnten Niveau zu halten. So war am Vortag noch nicht sicher,ob alle Quartiere in der Pension zur Verfügung standen. Die örtliche Gaststätte ist auch geschlossen. Letzteres wirkte sich auch auf die Anzahl der Zuschauer aus.
    Neben der normalen Wettbewerbsvorbereitung musste auch für das leibliche Wohl der Teilnehmer gesorgt werden. Heidi und Gabi meisterten das hervorragend.
    Abgesehen vom Wetter am Sonntag war es dann auch ein schöner Wettbewerb.
    Ich möchte mich in meinem Bericht auch nur auf die Neuigkeiten konzentrieren.

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    Schön, dass auch in diesem Jahr wieder neue Teilnehmer zum Wettbewerb gekommen waren. Den vermutlich weitesten Anreiseweg hatte Daniel Baumann aus der Schweiz mit dem Modell einer C-104 startete er in der semiscale Klasse.

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    Franz Ecker aus Oestereich brachte ebenfals in der semiscale Klasse diese Tiger Moth an den Start.

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    Das auch alte Punktwerterhasen recht gut bauen und Fliegen können demonstrierte Josef Bartik aus Tschechien mit einer Z-43 die schon viele Jahre auf dem Buckel hat.

    Erfreulich auch dass es nun auch wieder einen Junjor bei den deutschen Scalefliegern gab. Torsten Schmoll hat ihn enddeckt und gefördert. Ich lernte Tom beim senftenberger Hallenfliegen kennen und übergab ihm meine alte Z-42, die er entsprechend dem Vorbild einer in Kamenz stationierten Maschine umgestaltete.

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    Sein Mitbewerber Petr Scurcak (Jun.) hat schon einige Wettbewerbserfahrung.

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    Da ich meine An-2 im vergangenen Jahr etwas beschädigt hatte entschied ich mich das Projekt der Z-226 fertigzustellen und in Großenhain erstmals den Bauwertern vorzustellen.

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    Das Modell hat 1,7m Spannweite und ist mit 2750g wohl auch zu den Leichtgeweichten in der Scale Klasse zuzuordnen. Der PH-52 4-Taktmotor hat auch keine Mühe mit derm Modell.

    Das Modell fliegt hervorragend, was von den Punktwertern mit hohen Noten belohnt wurde. Wegen eines Motorabstellers kurz vor Ende des ersten Wertungsfluges konnte ich das Programm nicht vollständig zu Ende fliegen.

    Leider endete der internationale Wettbewerb wegen des schlechten Wetters vorzeitig am Sonnabend.

    Die für die deutschen Meisterschaften allerdings wurde am Sonntag bei Regen auf Wunsch einiger Teilnehmer ein zweiter Duchgang geflogen.

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    Da ich vor 50 Jahren das erste Mal an einer Meisterschaft teilnahm ging damit ein ganz besonderer Wettbewerb zu Ende.

    Anbei noch die Ergebnislisten.Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Einen umfassenden Bildbericht gibt es sicher auch wieder beim MSV-Sachsen.

    w.
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  4. #49
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    Standard Eine Fahrt, die sich gelohnt hat....

    Ich habe in Großenhain erstmals einen F4B-, F4B-SC-Wettbewerb besucht. Es war zwar von Hammersbach aus auch nicht gerade der nächste Ort, das Wetter sollte auch nicht gerade sonnig werden - aber es hat sich gelohnt! Die Modelle waren super! Und dass sie trotz des relativ starken Windes in die Flugbewertung geschickt wurden – Respekt! Es spricht für die Piloten, sind doch diese Modelle das Ergebnis von vielen Stunden Arbeit und haben so auch nicht nur einen bestimmten ideellen Wert…
    Besonders hatte mich die Zl-226 von Wolfram interessiert, wo man die Entstehung im Forum verfolgen konnte. Sie ist ein Super-Modell bis ins kleinste Detail! (Abgesehen, dass man das wohl von einem Scale-Modell erwartet…)

    Von all den Organisatoren, den HelferInnen, den Punktrichtern und Piloten mit ihren Helfern wurde ich als Gast und eventuell zukünftiger F4B-SC-Teilnehmer sehr gut aufgenommen und auch gut versorgt...
    Auch wenn ich wegen des Regens am kommenden Tag nur den Samstag in Großenhain sein konnte war es eine Fahrt, die ich nicht bereut habe- es war sehr schön!

    Gruß!Name:  IMG_20170603_130110.jpg
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    ... um nur einige der Bilder zu zeigen...
    Dafür allen Dank!
    ... und vielleicht findet sich doch der Eine oder die Andere, die uns aus dem Flugplatz des MBC Hammersbach e.V. am Wochenende vom 18.-20.08.2017 zum Fesselfliegertreffen besucht und meinen Kollegen und evetuell anwesenden Zuschauern zeigt, was Fesselflug für schöne Modelle hat und was er für ein schöner Sport ist. Und es sind nicht nur die F4B.. Modelle gern gesehen...
    Rainer
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  5. #50
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    Danke Rainer, für deine schönen Bilder.

    Mehr Bilder gibt es ab sofort auch beim msv Sachsen.www.msv-sachsen.de

    W.
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  6. #51
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    Da die Eindrücke noch frisch sind, möchte ich aus der Sicht als Punktwerter bei der Flugwertung Semiscale eine Anmerkung machen.

    Für uns war es im ersten Wertungsflug sehr schwer die Flugfiguren auf den Wertungslisten in der richtigen Reihenfolge zuzuordnen. Hier müssen die Listen nochmals überarbeitet werden. Die Bezeichnung der wahlweisen Vorführungen ist mit a,b,c,... geordnet. Die Reihenfolge aber dann mit 1, 2, ... das brachte für uns und die Teilnehmer etwas Unruhe. Es wurde aber kein Teilnehmer dadurch benachteiligt.
    Allerdings machte das ein weiteres vor allem von den Piloten zu beeinflussendes Problem deutlich.
    Im ersten Wertungsflug flogen nur einige Piloten mehr als 2 Runden zwischen den Figuren. Je nach Fluggeschwindigkeit und Länge der Leinen standen weniger als 12 Sekunden zu Bewertung und Notieren der Wertung zur Verfügung. Im Gegensatz zum Kunstflug(F2B) sollen die Punktwerter zu einer einheitlichen Bewertung kommen. Da muss man sich ganz schön beeilen.
    Aber der Teilnehmer hat 9 Minuten für sein Programm zur Verfügung. Also bitte mehr Ruhe ins Programm. Das wirkt sich auch beim Gesammteindruck des Fluges aus.
    Selbst bei Elektroantrieben und durchschnittlichen Flugzeiten von 4 bis 5 Minuten ist mehr Zeit für Zwischenrunden möglich.
    Auch der Wettbewerbsteilnehmer profitiert von mehr Zwischenrunden. Weniger Hektik bedeutet auch weniger Aufregung und am Ende weniger Fehler.
    Im zweiten Wertungsflug war dann alles viel besser.
    Eine weitere Beobachtung betrifft die Auswahl der Flugfiguren. Viele Teilnehmer haben die "lazy aight" is Flugprogramm aufgenommen. Diese Figur wurde aber nur von wenigen Piloten wirklich erkennbar geflogen.
    Aus meiner Sicht ist die "lazy aight" eine der anspruchsvollsten Figuren. Hauptfehler ist, dass die Hoch und Tiefpunkte bei fast allen Teinehmern nicht im Winkel von 90° angeordnet sind. Das ist aber die Besonderheit dieser Flugfigur.
    Ursache für die Fehler ist häufig das das hohe Fluggewicht und dadurch auch höhere erforderliche Fluggeschwindigkeit. Was dann auch kürzere Reaktionszeiten für den Piloten bringt und damit zu Fehlern führt.
    Hohe Flächenbelastung wirkt sich auch bei Start und Landung aus. Beide Flugfiguren haben einen hohen Wertungskoeffizient. Da loht es sich schon, seine Aufmerksamkeit darauf zu richten.
    Gut angekommen bei den Punktertern sind solche Starts und Landungen die nach ein bis zwei Runden mit gleichmäßigem Steig/Sinkflug abgeschlossen waren. Besonders gefallen hat den Punktwertern, dass die meisten Flüge an der Stelle wo die Startbox stand beziehungsweise vor den Punktwertern endeten.

    Hohe Noten gab es im Realismus des Fluges für ruhige gleichmäßige Flüge mit deutlichem Unterschied zwischen Normalflug und Landegeschwindigkeit.
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  7. #52
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    Hallo Freunde der Scale Klassen!

    Ich habe mich eine Weile nicht gemeldet. Auch konnte ich weder am Wettbewerb in Varnsdorf noch in Untersiggental teilnehmen. Zu meinem Leidwesen war auch noch Untersiggental und Hammersbach am gleichen Wochenende.
    Ich hoffe aber, dass es noch Bilder von Untersiggental gibt.
    Für den Wettbewerb in Varnsdorf gibt es einen Bericht von Lutz auf der Seite vom MSV- Sachsen.www.msv-sachsen.de

    Ich kann jetzt nur noch hoffen,dass ich zum Lassogeiertreffen im Oktober fahren kann. Den auch Lesno fällt auf den Schulanfang meiner Enkel.


    W.
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  8. #53
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    Einen Bericht vom Wettbewerb in Untersiggental gibt es hier:

    /www.fesselflug.ch/content/berichte/-berichte-2017/


    W.
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  9. #54
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    Lutz und Heike waren in Leszno. Die Bilder gibt es wie immer hier.
    www.msv-sachsen.de

    Bald ist es soweit, die Semiscaler freuen sich schon auf Niederkassel.

    W.
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  10. #55
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    Die Scaler waren natürlich auch in Niederkassel beim Lassogeier Treffen.
    Bei bestem Wetter konnten wir drei Wertungsflüge absolvieren. Leider kann ich nur zwei Bilder einstellen. Als einer der drei Punktwerter hatte ich kaum Zeit die vielen schönen anderen Modellklassen anzusehen. Meinen beiden Kollegen ging es ebenso. Es ist uns aber gelungen, dass beide auch ihr Flugerlebnis hatten. Nochmals vielen Dank an Peter und Rainer für die qualifizierte Unterstützung.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	PA140023.JPG 
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    Ich hätte auch gern das neue Modell von Rainer in Aktion gesehen. Es geht aber leider nur eines, mitfliegen oder punkten. Auf die Mustang von Peter müssen wir noch ein Weilchen warten.

    Noch ein Bild mit allen Teilnehmern.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Schade, dass Tom unser Junior sein Modell nicht erfolgreich demonstrieren konnte.

    Zu Schluss noch die Ergebnisliste.

    AuswertungF4BSC Niederkassel.pdf

    W.
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  11. #56
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    Standard ... dann würde ich gern ergänzen....

    ... auch wenn nicht alle Modelle entspechend repräsentiert sind... Sie haben es eigentlich alle verdient, mit mehreren Fotos abgebildet zu werden...
    Man mag mir verzeihen, wenn ich von einem Modell mehr Fotos habe... aber die Details sind für mich einfach wahnsinnig schön!
    Es war eine sehr schöne Veranstaltung - aber als Punktrichter mit eigenen Flugambitionen etwas lang... Trotzdem sehr schön!!!
    Vielen Dank an die Piloten, Peter und Wolfram - es hat Spaß gemacht!!!!
    Angehängte Grafiken               
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  12. #57
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    Es war für mich der erste Semiscale Wettbewerb, bei dem ich sowohl die Baubewertung als auch die Flugwertung als Punktrichter begleiten durfte. Das war eine neue Erfahrung, zwar dürfte mein Skill beim der Beurteilung des Baues inzwischen anerkannt sein, vom Fliegen verstehe ich jedoch überhaupt nichts, das machte die Sache sehr aufregend. Aber die Ruhe im Punktrichter Team, und auch die Gelassenheit der Teilnehmer haben mich über diese Hürde gebracht, und ich erwäge ernsthaft ab nächstem Jahr auch mal selbst zu fliegen. Ein passendes Modell Piper J3 (Baubewertung geschätzt 4-5-3) habe ich zu bieten. Ich werde in einem separaten Thread vom Umbau berichten. Es wird allerdings nur außer Konkurrenz mitfliegen dürfen, denn nach dem Reglement (das wir nicht leichtfertig ändern sollten, siehe das unübersichtliche HickHack bei den Maschaftsrennklassen) ist eine Fly by Wire Steuerung nicht zuässig, aber für ein umgebautes RC Modell letztlich die einzig vernünftige Alternative. Ich habe aber den Kopf voller Ideen die ich gerne ausprobieren würde.

    Wenn ich den Wettbewerb Revue passieren lasse haben mich einige Dinge bei fast allen Flügen gestört. Das Erste war der Start. Bei 90% der Starts war der Innenflügel deutlich höher als der Außenflügel. Diese durch den Leinenzug erzwungene Schräglage verhindert meistens ein ruhiges Abheben, was sofort zum Punktabzug führt, schlimmer nach, es bringt Unruhe und Adrenalin in den ganzen Flug. Wie gesagt das ist systembedingt und kann nur durch längere Leinen und einer tieferen Startposition des Griffes (Pilot muß in die Hocke gehen) abgemildert werden. Eine 10er Punktwertung ist aber ohne die beiden Maßnahmen praktisch nicht erreichbar (ich hoffe meine Richterkollegen stimmen mir da zu). Natürlich geht das alles nicht ohne Kompromisse aber an diesem Punkt könnten alle etwas tun, denn in den meisten Fällen werden 2 Starts durchgeführt, die Minuspunkte häufen sich dadurch. Es ist aus Sicht eines Punktrichters furchtbar traurig, wenn ein super glattes Taxi in eine ruhige Beschleunigung mündet, um dann beim Abheben zu taumeln, was einfach für den Punktrichter furchtbar aussieht. Würden Piloten sich mal auf den Platz des Punktrichters setzen, würden sie ganz sicher genauso denken.

    Eine zweite Schwachstelle sind durchgängig die hohen Figuren. Die Modelle werden durch die Leinenführung in eine erhebliche Schräglage gezwungen. Der dann fehlende Auftrieb muß durch hohe Motorleistung kompensiert werden. Hier handelt man sich konstruktionsbedingt zwei sehr gravierende Nachteile ein, davon daß es von außen schrecklich aussieht wenn ein Modell mit 45 Grad Schräglage mühsam vom Motor in Höhe gehalten werden muß mal ganz abgesehen. Ich denke aber daß dies durch eine Änderung der Leinenführung zumindest deutlich abgeschwächt werden kann. Mein Traum wäre, daß das Modell im hohen Flug mit (fast) waagrechter Fläche unterwegs ist, dann bräucht man erhöhte Motorleistung nur für die Steigflüge, und die hohen Kreise könnten ebenfalls langsam geflogen werden.

    Was von den wenigsten wirklich überzeugend gezeigt wurde, ist die Anpassung der Fluggeschwindigkeit. Salopp gesagt waren die schnellen Modelle zu langsam und die langsamen Modelle zu schnell. Überhaupt flogen die Modelle praktisch immer mit derselben Geschwindigkeit, eine Dynamik, die eigentlich gewünscht wäre, gab es kaum zu sehen. Die Ursachen dafür sind das Gewicht (genauer die Flächenbelastung) sowie der Antrieb, hier ist an allererster Stelle die Luftschraube zu nennen. Streng genommen kann man dieses Manko nur mit einem Verstellpropeller in den Griff bekommen, aber ich denke da geht noch mehr, ohne daß ich jetzt schon eine technische Lösung präsentieren kann, Ideen spuken aber schon durch meinen Kopf.

    Ich werde in dem Piper Thread, den ich in absehbarere Zeit eröffnen werde, vorstellen, was ich mir als Abhilfe so ausgedacht habe. Ob das dann funktioniert bleibt anzuwarten.

    PeterKa
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  13. #58
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    Hallo zusammen,

    Einige Gedanken zur Einschätzung von Peter.
    Ich finde es gut, wenn sich mal jemand Gedanken zur Weiterentwicklung im Scale Fesselflug macht. Der Scale Fesselflug hat natürlich Grenzen. Für mich gibt es zunächst zwei Dinge , die zu beachten sind.

    Erstens:
    In Niederkassel waren Semiscale Modelle am Start. Diese Klasse ist besonders gedacht für Fesselflieger, die Vorbildgetreue Modelle lieben und erste Erfahrungen sammeln wollen. Da sollten die Anforderungen nicht zu hoch gestellt werden. Alle anderen weiterführenden Gedanken sehe ich eher für Scalemodelle wie zum Beispiel die Zlin-226.

    Zweitens:
    In der semiscale Klasse können auch gekaufte Modelle eingesetzt werden. Das erleichtert den Einstig in den Scale Fesselflug. Hat aber den Nachteil, das die meisten Modelle eine zu hohe Flächenbelastung haben. Die Folge davon, viel zu hohe Landegeschwindigkeiten und schlechtes Flugverhalten beim Flug in der 30° oder 45° Ebene. Dazu kommt noch das die meisten Piloten recht kurze Leinen fliegen. Was die von Peter gemachten Beobachtungen begünstigt.

    Wer es also besser machen will, der sollte ein möglichst leichtes Modell bei ca. 1,6m Spannweite unter 3kg wählen. Die Leinenlänge ist dann mit mehr als 19m günstig.

    W.
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  14. #59
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    Nun noch eine Bemerkung zur Problematik der Schräglage der Modelle.
    Bekanntlich bewegen sich unsere Modelle auf einer Halbkugel. Wenn wir davon ausgehen, dass Norden oben ist, befindet sich der Äquator in Armhöhe. Alles was oberhalb geflogen wird, entspricht dem Flug eines Flugzeuges in einer Linkskurve. Modell und Orginal fliegen in diesem Fall auch mit entsprechender Schräglage. Zum Beispiel beim Flug In 6m Höhe müssen wir uns Vorstellen, das Orginal fliegt einen Vollkreis in entsprechender Entfernung. Voraussetzung das Modell hat die maßstäbliche Geschwindigkeit. Beim Flug in der 30° beziehungsweise 45° Ebene verringert sich wegen der Schräglage der Auftrieb. Wir müssen also schneller fliegen was wiederum nicht mehr gut aussieht. Abhilfe wäre geringeres Gewicht oder größere Modelle. Besser wäre, den Auftriebsbeiwert zum Beispiel durch Verwendung der Landeklappen zu erhöhen. Was ich häufig bei meiner An-2 gemacht habe.

    Auch hier gilt wieder, eine geringere Flächenbelastung ist von Vorteil.

    Fliegen wir unterhalb des Äquartors gibt es nur noch die von Peter vorgeschlagene Möglichkeit in die Hocke zu gehen um das Modell wenigstens waagerecht zu halten.
    Das machen zum Beispiel die polnischen Freunde bei der Landung.

    Zu diesem Flugzustand gibt es auch keine entsprechende Situation bei unseren Vorbildern. Oder hat schon jemand ein Orginal im Kurvenflug ohne Schräglage oder auf einer Kreisbahn starten gesehen.

    Wir sollten hier nicht zu hohe Anforderungen stellen. Es ist eben Fesselflug und das sollte es auch bleiben.

    W.
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  15. #60
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    Ich habe heute ein ganz besonderes Bild gefunden.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	F4B Steuergriff Ostrowski.jpg 
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    Ich vermute den Griff habe ich 1978 in Chestorowa bei einem Wettbewerb aufgenommen. Er gehört mit ziemlicher Warscheinlichkeit zur Lightning von Jerzy Ostrowski.
    Was ich leider nicht aufgenommen habe , ist die "Schere", ein dem Griff einer Fahradbremse sehr ähnlichen Teil. Damit hat Ostrwski die Motordrossel mit der linken Hand betätigt. Den entsprechenden Bowdenzug sieht man im Bild rechts unten.
    Das Steursegment war dann eine Kombination der damals zwei üblichen Dreileinensteuerungen.
    Da konnte man schon mal die Leinen im Wettbewerbsfieber verwechseln. Das war auch bei diesem Wettbewerb dann der Fall. Die polnische Flagge wehte auf Halbmast und ich hatte ewige Zeiten einen Beplankungsrest in der Tasche.
    Christian Reiher stellte mir die beiden folgenden Bilder zu Verfügung.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Lightning Ostrowski Chestorowa 1978-2.jpg 
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ID:	1886387Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Lightning Ostrowski Chestorowa 1978-4.jpg 
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    Ich wünsche allen Freunden des Scale Fesselflugs ein frohes Fest und ein gesundes neues Jahr.

    W.
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