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Thema: Graupner mini SB13

  1. #46
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    denn man braucht die Längsausdehnung nicht für wippfreien Flug, siehe Brettnurflügel.
    Das Wippen beim Brett ist vor allem eine Frage des Stabilitätsmaßes und der Massenverteilung.

    • Leichte Bretter fliegen bei reduziertem Stabilitätsmaß im "Rodeo-Stil". Ein regelmäßiges Wippen ergibt sich nicht, vermutlich mangels Masse.
    • Mittelschwere Bretter mit schweren Flügeln (!) oder entsprechender Massenverteilung kann man phasenweise sehr schön im Wippen fliegen.
    • Schwere Bretter bekommt man nur im Langsamflug zum Nicken um 1-2Hz, allerdings ist man dort sehr nah am Abriß, so daß hier lokale Abrisse das Nickverhalten erzeugen dürften. Das ist vermutlich kein "klassischer" Wippfall und daher bei der Betrachtung auszuschließen.
    So weit meine Erfahrungen. "Wippfrei" sind Bretter aus meiner Erfahrung heraus nicht, es bedarf nur eines passend abgestimmten Stabilitätsmaßes mit einer entsprechenden Massenverteilung. Ich habe an meinen HS06/HS20 Brettern umfangreiche Versuche zu diesem Themenkomplex durchgeführt, weil es derselbe Flügel war: Einmal mit Elektroantrieb, einmal als Segler.



    Rohbau des Modells HS06 mit Elektrorumpf (siehe auch hier)

    Als Segler war das Ding extrem wippanfällig, wenn ich mit 4xSubC (200g+Gegengewicht) Akku geflogen bin. Allerdings ist das Wippen hierbei nicht so sauber und präzise wie bei der SB-13, sondern eher unsystemtisch, mit stark variabler Amplitude und mäßig variabler Nickfrequenz. Da spielt sicherlich der Hebelarm eine gewichtige Rolle, daß sich die Schwingung nicht so sauber ausbilden kann. Dennoch tritt sie auf und das ist aus meiner Sicht der interessante Aspekt!

    Mit 4x Mignon (100g) ohne Gegengewicht am Schwanz gab es die Wipp-Problematik nicht. Das Brett war als Elektroflieger abgesehen vom camax-Nicken absolut Wipp-immun. Und das alles mit ein- und demselben Flügel!!! Lediglich die Massenverteilung bzw. der Rumpf war ein anderer. Das zeigt aus meiner Sicht, welch enormen Einfluß die Grundmasse, die Massenverteilung und das Stabilitätsmaß auf die Nickproblematik und speziell das Wippen haben.
    Siggi

    [ 08. Januar 2003, 06:45: Beitrag editiert von: Hartmut Siegmann ]
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  2. #47
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    Beitrag

    Siggi schreibt:
    Das Wippen beim Brett ist vor allem eine Frage des Stabilitätsmaßes und der Massenverteilung.

    Leichte Bretter fliegen bei reduziertem Stabilitätsmaß im "Rodeo-Stil". Ein regelmäßiges Wippen ergibt sich nicht, vermutlich mangels Masse.
    Mittelschwere Bretter mit schweren Flügeln (!) oder entsprechender Massenverteilung kann man phasenweise sehr schön im Wippen fliegen.
    Schwere Bretter bekommt man nur im Langsamflug zum Nicken um 1-2Hz, allerdings ist man dort sehr nah am Abriß, so daß hier lokale Abrisse das Nickverhalten erzeugen dürften. Das ist vermutlich kein "klassischer" Wippfall und daher bei der Betrachtung auszuschließen.
    Einverstanden. Unbeabsichtigt wellig fliegen oder "wippen" können prinzipiell alle Flieger. Wenn jedoch der alleinige Grund mangelnde Dämpfung wäre, müssten die "Bretter" Rekordwipper sein, was nicht zutrifft. Ich hatte selbst vor vielen Jahren kleine Freiflugbrettchen gebaut, eines wippte wunderbar regelmäßig mit ca. 2 Hz. Ich war mir sicher, daß die Anregung von intermittierendem partiellem Strömungsabriß herrührte, was selbstverständlich auch beim wippenden Gepfeilten eine gewisse Zusatzrolle spielen kann.

    Das zeigt aus meiner Sicht, welch enormen Einfluß die Grundmasse, die Massenverteilung und das Stabilitätsmaß auf die Nickproblematik und speziell das Wippen haben.
    Auch einverstanden. Nur scheinen die Dinge beim Gepfeilten mit zunehmender Größe und Streckung wegen der intermittierenden aeroelastischen Flügeldurchbiegung, die einem im Schwingungstakt wechselnden Höhenruderausschlag entspricht, unheilbar davonzulaufen.
    Man soll aber nie "nie" sagen, ich werde über meinen Ansatz und Versuche, die Aeroelastizität der Gepfeilten nicht zu verhindern, vielmehr zu "domestizieren", gelegentlich berichten.

    Michael
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  3. #48
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    Hallo,

    habe soeben einen hochinteressanten historischen Bericht zum SB13-Flattern hier entdeckt: SB13-Flattern
    Als Flattergeschwindigkeit wurden aufgrund der Untersuchungen am Göttinger Aeroelastik-Institut 280 km/h errechnet.
    Die gebaute SB13 zeigt, daß hier mit Verfahren, die gut für konventionelle Flügel sind, "Flattern" berechnet wurde, jedoch die Besonderheit des Gepfeilten, eben das viel früher einsetzende "Wippen" nicht korrekt simuliert und/oder berechnet wurde.

    Michael
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  4. #49
    Vereinsmitglied Avatar von Herbert Stammler
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    Zwinkern

    Tach!

    Original erstellt von M.Schönherr:
    Die gebaute SB13 zeigt, daß hier mit Verfahren, die gut für konventionelle Flügel sind, "Flattern" berechnet wurde, jedoch die Besonderheit des Gepfeilten, eben das viel früher einsetzende "Wippen" nicht korrekt simuliert und/oder berechnet wurde.
    Das Wippen ist doch wohl eher unangenehm für den Piloten und die Flugleistung, festigkeitsmäßig wurden ja sämtliche Eigenfrequenzen erfasst und daraufhin auch die Struktur ausgelegt. Steht ja alles dort im Bericht.
    Und es ging dort doch primär um die Festigkeit.

    Ursprünglich ging es hier mal um das Modell einer SB13... ich hoffe daß ich bald eins bauen werde und dann bei nächster Gelegenheit alle anderen NFs -zwar schlimmstenfalls wild wippend- aber trotzdem unter/hinter mir lasse...

    Man soll aber nie "nie" sagen, ich werde über meinen Ansatz und Versuche, die Aeroelastizität der Gepfeilten nicht zu verhindern, vielmehr zu "domestizieren", gelegentlich berichten.
    Gerne! Ich freu mich schon. Aber bitte berichte doch einmal nicht Deine Meinung oder Deinen Eindruck sondern wirkliche Ergebnisse. Daten, Fakten, Zahlen. Etwas, womit man sogar Mathematiker beeindrucken kann.
    Ansonsten fühlt sich das immer so nach "Hörensagen" an...

    Sonnige Grüße aus Mittelhessen!

    Herbert Stammler
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  5. #50
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    Beitrag

    Hallo Michael,

    ich glaube, ich muss dich an dieser Stelle mal etwas bremsen, da hier ständig zwei Themen in einem Atemzug genannt werden: Flattern und das Wippen.

    1. Die SB-13 flattert nicht im zugelassenen Geschwindigkeitsbereich.

    2. Es tritt eine Anstellwinkelschwingung auf (Wippen). Diese Schwingung ist stark gedämpft und nach einer Schwingung abgeklungen. Es wippt auch nicht ständig und ganz von alleine, sondern nur, wenn diese Schwingung angeregt wurde. Problem: Beim Flug in turbulenter Luft wird diese Schwingung ständig mehr oder weniger angeregt. Mehr oder weniger heißt, dass man manchmal gar nichts davon mitbekommt.

    Soviel nur noch, um hier der Verbreitung weiterer Gerüchte etwas Einhalt zu gebieten und um dem manchmal etwas polemischen Unterton zu begegnen. Lieber Michael, bei Interesse kann ich dir gerne den Kontakt herstellen zu denjenigen, die damals mit der Auslegung der SB-13 beschäftigt waren. Wenn du ein schlüssiges Konzept vorweisen kannst für ein schwanzloses Flugzeug, dass weder flattert noch wippt und die Leistungen einer SB-13 erreicht, im Rumpf Platz bietet für Pilot + Rettungssystem + robustes Fahrwerk und das auch nach den gültigen Bauvorschriften zulassbar wäre, wird das sicherlich auf großes Interesse stoßen.

    Gruß Yeti
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  6. #51
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    Zwinkern SB 13 fliegt sie ??

    Also meine liegt schon eine Zeit rum - liegt nicht am Flieger sondern an mir. Geflogen ist das Teil immer super gut im F - Schlepp, super in der Thermik. Einzig beim Schnellflug mußte man aufpassen, daß die Ruder nicht anfingen zu flattern. Ich glaube ich muß sie mal wieder rausholen. Und kritisch war das Ding nun wirklich nicht.
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  7. #52
    User Avatar von oliverz
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    Standard Ruderwege Graupner mini SB13

    Hallo Kollegen,

    Könnten hier bitte die SB13 Piloten ihre Ruderwege posten?

    Ich konnte eine SB13 erstehen, es war aber leider keine Anleitung dabei. Schwerpunkt habe ich hier im Forum gefunden, aber Ruderwege ist unklar. Möchte nicht, dass es da beim Erstflug eine böse Überraschung gibt.

    Danke für eure Hilfe!!!

    Beste Fliegergrüße

    Oliver
    [VERKAUFE] F3 Speed Mittelstücke, 2 Blatt, hochfestes ALU in 40mm und 45mm - jeweils in 0/+1/+2/+3 Grad Verdrehung. Bitte um PN. Danke.
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  8. #53
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    Standard Ruderwege

    Hi Oliver,
    also hier mal meine Ruderwege: + nach oben
    Neutral +7mm
    Höhe + - 12mm
    Quer +15 -10 mm

    Viel spass mit der 13

    Gruß Brandy
    Der mit dem V fliegt
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  9. #54
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    Hallo Oliver,

    habe den Originalplan noch gefunden.

    -Ruder im Normalflug 3mm auf hoch
    -Querruder: hoch 20mm, tief 12mm
    -Hoehe: 10mm in beide Richtungen
    -Schwerpunkt mitte hintere Steckung

    Gruss,
    Ralf
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  10. #55
    User Avatar von oliverz
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    Standard SB13 fliegt!

    Hallo Kollegen,

    Ich wollte mich kurz melden und berichten, dass die SB13 fliegt, sehr gut sogar. Der Abriß kommt schnell, also kein Einsteigerflieger. Freue mich schon auf schöne Thermik. Klappen sind +3 / +4mm im Normalflug, weniger führt zu einem starken Abtauchen.

    Der Gleitwinkel der SB13 ist enorm, ich werde den Bremsfallschirm einbauen müssen. Hat das schon jemand gemacht? Da ich keine Anleitung habe frage ich mich, wo das Scharnier für die Klappe hinkommt? Wie kommt der Fallschirm aus dem Rumpf raus, per Servo oder Luftzug? Mir fehlen die Idee. In Lampertheim werde ich nach einem F3J Fallschirm für Hochstarts suchen. Besser als gar nichts...

    Wäre klasse von euch ein Feedback zu bekommen. Danke.

    Beste Fliegergrüße

    Oliver
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  11. #56
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    Hat jemand zufällig den kompletten Graupner Mini SB13 Artikel in der FMT?
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