Doppelsieg unserer Jugendlichen bei der WM F1E in Rumänien

Zum 8. Mal fand in diesem Jahr die Weltmeisterschaft in der Klasse F1 E vom 8.-13. September 2003 in Cluj-Napoca, Rumänien, statt.
Zu dieser Veranstaltung trafen sich 36 Senioren und 17 Junioren aus 12 Nationen, die sich gegenüber der Weltelite behaupten mussten.

Das DAeC Team bestand aus:

Senioren : Karl-Heinz Ritterbusch NRW
Werner Ackermann HE
Bernhard Schüßler HE

Junioren . Holger Süßmann SN
Rasmus Dresler NRW
Björn Höfs NRW

Mannschaftsführerin: Evelyn Höfs

Helfer : Dietmar Dresler
Wolfgang Höfs
Margarethe Schüßler
Horst Falch

Maskottchen: BAIKA

Samstag, den 06. September 2003
Bedingt durch die unterschiedlichen Standorte der Teilnehmer aus Deutschland, traf man sich Samstagabend in Szolnok ( ca. 100 km hinter Budapest ) zu einer Zwischenübernachtung und erstem gemeinsamen Abendessen.

Sonntag, den 07. September 2003
Sonntagmorgen ging es weiter nach Cluj-Napoca, wo wir am Nachmittag eintrafen. Nach der Zimmerbelegung besichtigten wir das Fluggelände, auf dem wir die nächsten Tage trainieren
würden.

Montag, den 08. September 2003
Heute war noch einmal Probetag. Das bedeutete, die Modelle mussten noch einmal überprüft werden. Nach eingehender Geländebesichtigung wurden die ersten Modelle bei mäßigem S/O Wind in die Luft geworfen.
Dank unserer Senioren konnten noch einige Verbesserungen an den Modellen der Jugendmannschaft vorgenommen werden. Für unsere Jungs hieß es am Abend dann noch einmal die letzten Fehler zu beseitigen.
Für den Mannschaftsführer galt es nun, seine Mannschaft ordnungsgemäß und komplett beim Veranstalter anzumelden und die Wettbewerbsunterlagen in Empfang zu nehmen. Hier wurde uns mitgeteilt, dass am Trainingstag die Überprüfung der Modelle auf dem Fluggelände stattfinden würde.

Dienstag, den 9. September 2003
Heute war offizieller Trainingstag. Um 8.00 Uhr trafen wir uns vor dem Hotel, um zum Gelände zu fahren. Der Wind kam auch heute wieder aus S/O Richtung, so dass wir uns nicht groß auf neue Gegebenheiten einstellen mussten.
Ein besonderer Service des Veranstalters war das Mittagessen. Es wurde am Platz angerichtet.
Dazu wurden Campingtische, mit weißen Tischdecken, und Campingstühle aufgestellt. Die Kellner des Hotels ( im schwarzen Anzug ) servierten uns ein Zwei-Gänge-Menü.
Um 16.00 Uhr fuhren wir wieder zurück ins Hotel, denn um 18.00 Uhr sollte die offizielle Eröffnungsfeier beginnen. Dazu versammelten sich alle Mannschaften vor dem Hotel. Es folgte eine kurze Ansprache des Veranstalters, die FAI-Hymne und die rumänische Nationalhymne.
Am Abend fand noch die Mannschaftsführerbesprechung statt.

Mittwoch, den 10. September 2003
Frühstück um 6.00 Uhr, denn um 8.00 Uhr hieß es gemeinsame Abfahrt aller Teilnehmer zum Fluggelände mit Polizeieskorte. Doch was war das, unsere Senioren waren nicht komplett zum Frühstück erschienen. Bernhard Schüßler war in der Nacht von einer Magen-Darm-Infektion heimgesucht worden. Trotz seiner gesundheitlichen Angeschlagenheit ließ er seine Mannschaftskollegen nicht im Stich und fuhr mit zum Flugplatz.
Dort fanden wir wechselnde Winde aus SS/O bis NN/W vor.
Bedingt durch die wechselnden Winde wurde die Startstelle vor dem 1. Durchgang von SS/O auf NN/W verlegt. Bevor jedoch der Durchgang beginnen konnte, hatte es sich der Wind schon wieder anders überlegt. Es wurde wieder an die ursprüngliche Stelle zurückmarschiert. Aufgrund dieser Wanderung hatten wir schon eine Zeitverschiebung von 45 Minuten. Endlich
konnte der erste Durchgang um 10.45 Uhr bei SS/O gestartet werden. Es mussten 5 Minuten geflogen werden.
Es wurden folgende Zeiten geflogen:

Karl-Heinz 149 Sek. zu leicht
Bernhard 300 Sek.
Werner 130 Sek. versteuert

Björn 300 Sek.
Holger 300 Sek.
Rasmus 280 Sek. zu schnell

Danach wurde wieder umgebaut auf NN/W. Der 2. Durchgang begann um 11.50 Uhr. In diese Startrichtung war das Gelände etwas schwieriger, da es von kleinen Hügelketten durchzogen war und somit die Auf- und Abwindfelder sehr nah beieinander lagen.

Karl-Heinz 300 Sek.
Bernhard 265 Sek. abgesoffen
Werner 215 Sek. abgesoffen

Björn 300 Sek.
Rasmus 300 Sek.
Holger 217 Sek. abgesoffen

Die Windstärke betrug 2-3 m/Sek.

3. Durchgang. Gleiche Richtung, gleicher Wind, gleiche Startstelle. Beginn 12.55 Uhr

Karl-Heinz 300 Sek.
Bernhard 103 Sek. abgesoffen
Werner 61 Sek. abgesoffen

Björn 292 Sek. am Gegenhang gelandet
Rasmus 145 Sek. abgesoffen
Holger 271 Sek. abgesoffen

Von 14.00 bis 15.00 Uhr wurde die Mittagspause eingeläutet. Wieder wie am Vortag mit Tisch und Stühlen und allem was dazu gehörte.
Für die Zeitnehmer galt aber schon während der Pause wieder einmal Umbau der Startstelle auf SS/O.

Der 4. Durchgang begann um 15.05 Uhr. Nun hatten wir einen Aufwind von 3-5 m/Sek.

Karl-Heinz 300 Sek.
Bernhard 300 Sek.
Werner 219 Sek. abgesoffen

Björn 290 Sek. zu früh gebremst
Rasmus 300 Sek.
Holger 300 Sek.

Der 5. Durchgang begann um 16.10 Uhr. Der Wind hatte inzwischen zugenommen auf
4-7 m/Sek.

Karl-Heinz 300 Sek.
Bernhard 300 Sek.
Werner 300 Sek. endlich

Björn 300 Sek.
Rasmus 300 Sek.
Holger 67 Sek. versteuert

Aufgrund der nicht ganz so hervorragenden Leistungen unserer Senioren, konnte sich leider keiner für das FLY-OFF qualifizieren.
Das Stechen der 8 Konkurrenten wurde bei tieferer Startstelle auf 7 Minuten angesetzt.

1. Robert Sifleet USA
2. Jaromir Orel Tschechien
3.Andreas Tschanz Schweiz
15. Karl-Heinz Ritterbusch Deutschland
21. Bernhard Schüßler
33. Werner Ackermann

Der Amerikaner flog mit der Weltmeisterschaft seinen zweiten Wettbewerb und vollbrachte gleich eine so hervorragende Leistung.

Unsere Jugendlichen belegten:

1. Björn Höfs Deutschland 493,99 %
2. Martin Horn Tschechien 469,00 %
3. Jozef Filip Tschechien 468,32 %
7. Rasmus Dresler Deutschland 441,66 %
10. Holger Süßmann Deutschland 384,99 %

Bei den Senioren Mannschaften siegten.

1. Rumänien 1.390,00 %
2.Tschechien 1.356,32 %
3. Polen 1.331,32 %
8. Deutschland 1.180,64 %

Bei den Junioren Mannschaften siegten:

1. Deutschland 1.320,64 %
2. Rumänien 1.278,64 %
3. Slowakei 1.256,65 %

Die gute Leistung unserer Jugendlichen hatten wir der Unterstützung von Margarethe Schüßler zu verdanken, ohne deren Hilfe sich der Mannschaftsführer sonst hätte teilen müssen.
Zur Rückholung der Modelle zwischen den einzelnen Durchgängen wurden unsere Piloten von Wolfgang und Dietmar unterstützt, die wir mit einem Sprechfunk ausgerüstet, ins Gelände schickten. So konnte gewährleistet werden, dass alle Modelle bis zum nächsten Durchgang wieder sicher bei ihren Piloten waren.

Donnerstag, den 11. September 2003
An diesem freien Tag wurde vom Veranstalter ein Ausflug angeboten. Außer Bernhard und
Margarethe, die auf BAIKA aufpassen mussten, und Holger, der sich am Vortag seinen Fuß vertreten hatte, nahmen wir an der Wanderung in die Klamm teil. Nach der Rückkehr wartete schon das Mittagessen vom Grill auf uns. Leider fing es jetzt an zu regnen. Aber auch im Regen ließen wir uns das Essen schmecken. Zurück ging’s ins Hotel. Der Ausflug musste wohl sehr anstrengend gewesen sein, da die Herren die Rückfahrt alle verschlafen haben.

Freitag, den 12. September 2003
Für heute war der Turda Cup terminiert. Aufgrund des schlechten Wetters machten sich nur
Horst und Werner auf den Weg. Die anderen verbrachten den Vormittag mit einem Spaziergang in die Stadt.
Vor Ort muss es sich Werner doch noch mal überlegt haben, denn er trat gar nicht erst an. Es waren 42 Teilnehmer am Start. Geflogen wurden drei Durchgänge, wobei die Zeiten von 180 Sek. auf 240 Sek. und dann auf 300 Sek. verlängert wurden.

Gewonnen haben:

1. Marian Popescu Rumänien
2.Robert Sifleet USA
3. Milhai Sandu Rumänien
22. Horst Falch Deutschland

Bei den Mannschaften siegten:

1.Deutschland/Rumänien
2.Slowakei
3.Rumänien

Um 20.00 Uhr wurde zur Siegerehrung eingeladen. Es wurde ein Drei-Gänge-Menü serviert.
Der 1. Gang um 20.00 Uhr, der 2. um 21.30 Uhr und der 3. um 23.00 Uhr. Leider mussten wir feststellen, dass das Bankett seinen zusätzlich gezahlten Preis nicht wert war, und das Abendessen trotz Bezahlung ausgefallen war.

Samstag, den 13. September 2003
Für 6.00 Uhr war laut Ausschreibung das Frühstück geplant. Also hat der Mannschaftsführer seine Leute auch für diese Uhrzeit bestellt, damit die Abreise zügig und früh stattfinden konnte. Leider war noch alles um diese Zeit dunkel im Hotel. Erst nach mehrmaligem Nachfragen hatten wir Glück, doch noch unser Frühstück zu bekommen. So konnten wir gestärkt, auf verschiedenen Wegen, unsere Heimreise antreten.

Alle Piloten und Helfer sind im Laufe des Sonntags wieder heil zu Hause eingetroffen.

Wenn wir jetzt zurück blicken, müssen wir leider feststellen, dass das Preis-Leistungsverhältnis in keiner Weise zu vertreten war. Das Hotel war marode und das Essen schlecht.
Dafür haben wir uns mit unseren Leistungen selbst übertroffen.

Evelyn Höfs