Modellflug und Naturschutz

Untersuchung zeigt: Kein schädlicher Einfluss durch Segelflugmodelle auf der Kleinen Eube

Modellflug und Naturschutz sind sehr gut in Einklang zu bringen. Das hat eine Studie zur Vogelpopulation im Gebiet des Segelmodellflugplatzes auf der Kleinen Eube ergeben.

Auf der Kleinen Eube, eine Geländekuppe in der hohen Rhön, ganz in der Nähe der Wasserkuppe, wurde ein Modellfluggelände für Segelflugmodelle zur Saison 2006 wieder in Betrieb genommen. Träger sind der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV) und die Gesellschaft zur Förderung des Segelfluges auf der Wasserkuppe. Die Auswahl erfolgte durch Vertreter des DMFV in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Fulda und der Verwaltung des Biosphärengebietes Rhön.

Nachdem im Auftrag des DMFV 2005 eine Standortbewertung mit ersten Ergebnissen naturschutzfachlicher Bestandsaufnahmen durchgeführt wurde, fand im Jahr 2007 erneut eine Untersuchung der Biotopausstattung und der Avifauna des Gebietes statt. Zwischenzeitlich war das Gelände durch Entfernung eines Fichtenschlages für den Modellflug hergerichtet und bereits genutzt worden. Anhand des Vergleichs aus den beiden Untersuchungsjahren können inzwischen Aussagen über mögliche Veränderungen des Gebiets infolge des Modellflugbetriebs getroffen werden. Die Zusammensetzung der Avifauna des Untersuchungsgebietes hatte sich in den beiden Untersuchungsjahren zwar deutlich verändert. Die Anzahl der dort ansässigen Vögel blieb aber nahezu gleich. Allerdings verschwanden einige Arten während andere hinzukamen. Dieser Wandel ist jedoch nicht auf dem Modellflugbetrieb zurückzuführen, sondern ist vielmehr ein völlig natürlicher Prozess.

Insgesamt hat sich die Nutzung der Kleinen Eube als Segelflugmodellfluggelände – einschließlich der dafür erforderlichen landschaftsgestalterischen Maßnahmen – als für die Natur unproblematisch erwiesen, da durch die Herrichtung und Pflege des Geländes eine Aufwertung entstanden ist.