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Hier ist der Platz für laufende Aktionen zur Erhaltung unseres Luftraums...

meine Antwort auf das (Standard) Schreiben eines MdB...

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...der auch meinte, unsere Interessen wären "ausreichend" berücksichtigt worden:

Sehr geehrter Herr xxx,
vielen Dank für Ihre Antwort, leider war sie für unser Anliegen wenig hilfreich:
Meine Kollegen und ich beschäftigen uns nun schon seit über einem Jahr mit diesem Thema. Unsere Interessen wurden nur rein optisch berücksichtigt: für die Vereine, die über eine Allgemeine Aufstiegserlaubniss verfügen, wobei aber in 2 Jahren alles nochmals auf den Prüfstand soll.
Mehr als Zweidrittel von uns konnten bisher Ihren Sport, den klassischen Modellflug durch die Beschränkung auf Geräte unter 5 kg auf jeder gemähten Wiese, oder an den zahlreichen Hügel und Hängen unseres Landes ausüben. Dies natürlich immer unter Berücksichtigung der lokalen Luftraumstruktur, aber oft bis auf ca. 762m über Grund. Dies soll jetzt auf 100 m !!! beschränkt werden. Ein Antrag auf eine Aufstiegserlaubnis mit den dazu erforderlichen Gutachten ist langwierig (Verfahren dauern bis zu 5 Jahre), kostspielig (bis zu 5000.-€) und im Ausgang ungewiss, dass heisst, der ganze Aufwand kann umsonst sein, bzw. im schlimmsten Fall sogar zu einem Flugverbot führen. Ich rede hier vom klassischen, lautlosen Modellsegelflug ohne, oder mit Elektro Antrieb.
Unser Sport war in den letzten 60 Jahren völlig unauffällig, wir sind extra versichert und haben uns stets an die Auflagen gehalten. Weder die zivile, manntragende Fliegerei, noch die verschiedenen Luftwaffen, die Tiefflüge durchführten (was es seit der Wende nur noch in Ausnahmen, bei Übungen gibt), hatten mit dem klassischen Modellflug Probleme.
Oftmals nutzen wir denselben Luftraum, das beste Beispiel in Baden Württemberg ist dafür die Teck, bei Kirchheim u.T.
Mit dem geplanten Kenntnissnachweis haben wir kein Problem.
Eine Videobrille brauchen wir nicht, wir fliegen mit direkter Sicht auf unser Gerät und können somit stets anderen Teilnehmern im Luftraum rechtzeitig ausweichen.
Ich habe bereits vor einem Jahr die Möglichkeit, für einen unserer Hänge, an dem wir seit über 40 Jahren im Einklang mit Anwohner und Natur unter Duldung des Grundstückseigentümers (eine Pacht, etc. lehnt er ab) fliegen, mit dem Regierungspräsidium besprochen. Ergebnis: siehe oben, man hat mir abgeraten...
Es besteht auf eine Ausnahmegenehmigung auch kein Rechtsanspruch, sie kann auch jederzeit widerrufen werden.
100m Höhe sind der Einstieg in die Thermik, startet man an einem 100 m hohen Hang, ist diese Höhe über Talgrund bereits erreicht, man darf nicht mehr steigen, müsste es aber, da man sonst den Ausgangspunkt nicht mehr erreicht.
Ein Ausweichen auf genehmigte Gelände ist zum einen nicht möglich, da es davon zu wenige gibt, sie wären überfüllt, ausserdem bedeutet das mehr oder weniger lange Anfahrtswege mit den damit verbundenen Umweltbelastungen.
Ich persönlich übe meinen Sport schon immer im Umkreis von 1-5 km um meinen Wohnort aus, dies wird mit der neuen Verordnung nicht mehr möglich sein. Unsere Technik und Geräte, sehr oft im "Ländle" hergestellt und verkauft wird wertlos werden...
Im November 2016 gab es einen tragfähigen Entwurf zur neuen Verordnung, leider wurde dieser in letzter Minute gekippt, aber keiner wills gewesen sein...
Vielleicht verstehen Sie unsere Sorgen nun ein klein wenig besser? Wenn Sie mehr wissen wollen, unten noch ein paar Links zu unseren aktuellen Informationen.
Mit freundlichen Grüssen
Hans Müller
noch was am Rande: unseren Geräten und Bausätzen dafür liegen seit mehr als 20 Jahren Beipackzettel bei, die über die Nutzung und Pflichten aufklären, kaufen Sie doch mal eine "Drohe"...der Gesetzgeber hat bisher trotz vielen Hinweisen bisher nicht geschafft dies bei diesen Produkten einzuführen. Wer sich ein solches Gerät kauft, kann sich irgendwo informieren...
http://www.rc-network.de/forum/blog....eres-Luftraums
https://www.facebook.com/Modellflug-...homepage_panel
https://www.openpetition.de/petition...voller-drohnen

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