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JAyThaRevo

F5B/F5D WM 2016 vom 12.-20.08. in Lugo di Romanga, Italien (1/3)

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Wie schon vor zwei Jahren hab ich die Geschehnisse rund um die WM in Lugo di Romanga wieder sehr ausführlich (~9700 Wörter) dokumentiert. Darum gibt es wieder 3 Teile, welche ich mit einem Abstand von jeweils 10 Tagen veröffentliche. Ebenso gibt es über 1000 Bilder aus denen ich wählen konnte, dass machte die Sache nicht immer leicht, aber ich hoffe das die gewählten gefallen. Ich wünsche allen Interessierten viel Spaß beim Lesen und hoffen damit den ein oder anderen dazu zu motiviere sich mit F5B oder F5D weiter zu beschäftigen, denn Nachwuchs ist immer willkommen. Seit nicht scheu, schaut einfach mal bei einen Bewerb in eurer Umgebung vorbei. Es wird euch sicher gefallen!

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Wie? Kann, dass sein? Seit meinem letzten Eintrag sind 2 Jahre vergangen und die WM steht schon wieder vor der Tür? Kann doch gar nicht sein.
Bei meinen treuen Fans möchte ich mich entschuldigen, aber das schreiben während eines Bewerbs ist immer schwieriger geworden. Mit zunehmender Erfahrung steigt auch die Nachfrage nach dem Helfen während des Bewerbs und so vergehen die Tage schneller als es einem lieb ist. Jetzt während der WM ist es mir als Helfer aber noch leicht möglich Zeit zum Schreiben zu finden und das ist gut so. Wenn ich die letzten beiden Jahre kurz zusammenfassen darf, dann ist die größte Neuerung die es bei mir gab, der Umstieg von meiner recht betagten (aber immer noch gut in Schuss) Avionik B10 auf die Speedfire 2 von Petr Janku. Neben den vielen Trainingsflügen in den Jahren war der Umstieg sehr wichtig im Hinblick auf meine weitere Entwicklung. Mittlerweile hatte ich auch die Möglichkeit beide Flieger kurz hintereinander zu fliegen um die Unterschiede auszuloten. Auch wenn ich bis dato eine gute Meinung von der B10 (und immer noch hab), aber der Unterschied ist wirklich markant für mich persönlich (kleine Bemerkung am Rande: Mein Strecken Rekord mit der Avionik B10 war 49). Wodurch dieser Unterschied zu begründen ist kann ich nicht sagen, aber ich habe das Gefühl, als würde die Speedfire einfach sehr gut zu meinem Flugstil passen. Hinzu kommt, dass, sich die Maschine sehr gut segeln lässt. Da die Speedfire bereits fertig angelenkt geliefert wird lassen sich die Wölbklappen für die Landung fast 90° ausfahren wodurch die Landung auch um einiges leichter geworden ist im Vergleich zur B10. Und so konnte ich mich gut entwickeln (2. Platz in der Eurotour momentan) und schön langsam auf die Piloten des Nationalteams aufschließen. Denen gebührt übrigens ein großer Teil und Dank meiner Entwicklung (im speziellen der Karl Waser), da sie immer mit Rat und Tat zur Seite standen. Mit Karl war ich heuer wieder viel trainieren und so konnte ich bis zu WM ungefähr 120 gehupte Flüge verzeichnen (inkl. der geflogenen Wettbewerbe). Da ich nun schon fast 4 Jahre regelmäßig dabei bin (bis auf das Jahr 2014) war ich über den Ergebnisschub schon sehr erfreut, aber gleichzeitig auch erstaunt. Der österreichische Newcomer Gernot Tengg hat sich in den letzten Jahren ebenfalls gut entwickelt und ist mir ein treuer Trainingspartner geworden. Danke dafür.

1.Tag

Kommen wir nun aber in die Gegenwart zurück und Blicken nach vorne. Wie auch schon vor zwei Jahren besteht das Nationlteam aus Karl Waser, Franz Riegler, Johannes Starzinger (Vize-Weltmeister F5B) und heuer zum ersten Mal in der Geschichte des österreichischen Teams, gibt es einen Junior, den Martin Neudorfer. Martin flog seine ersten F5B Bewerbe im vorherigen Jahr und wir staunten nicht schlecht, als er als Einsteiger 48 Strecken geflogen ist. Leider gibt es bei der WM nur 2 Junior Starter und so wird es keine eigene Junioren Platzierung geben (Nachtrag: dem war am Ende doch nicht so). Den Team Manager macht wieder Gottfried Schiffer und als Helfer fungiert Günther Pichler und meine Wenigkeit. Eine bemerkenswerte Neuerung im Vergleich zu den vergangenen Weltmeisterschaften stellt der Telemetrie Logger von NeuMotors dar welcher heuer zum ersten Mal eingesetzt werden soll. Ungeschickter Weise wurde die neue Hardware gerade einmal 1 Monat vor der WM fertig. Es konnte also nicht einmal ein Eurotour Bewerb geflogen werden und so wurden natürlich diverse Kinderkrankheiten nicht behoben die durch intensive Tests durch die europäischen Piloten entdeckt wurden. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft gab es somit diverse, aber durchaus verständliche, Aufschreie. Neben dem geänderten Verhalten beim Motor-Einflug in die Strecke (Detektion des Motor-AUS Signals) wurde auch die ungenaue Energiemessung im Zusammenhang mit rekuperierenden Reglern (YGE, Jeti) bemängelt. Während ich diese Zeile schreibe (Vorbewerb) gab es inzwischen ein kurzfristiges Firmware Update, ob diese nun alle Probleme beseitigt wird sich noch herausstellen. Eine weitere Änderung betrifft das F5D Team, denn dieses hat sicher heuer leider dazu entschieden nicht mehr anzutreten. Damit stellt Österreich kein WM Team mehr. Wenn also jemand F5D begeistert ist und aus Österreich kommt, dann markiert euch den Sommer 2018, dann dürfte eine Teilnahme an der WM relativ leicht möglich sein .
Beginnen möchte ich aber am Anfang jeder Reise, der Abfahrt. Los ging es für uns (= meine Freundin und ich) am Donnerstagabend, der Grund für die späte Abfahrt war, dass ich in meinem Ferialjob nur 5 freie Tage zur Verfügung habe und so musste ich mich mit einer späteren Abfahrt begnügen. Los ging es um 1730 Uhr und nach einer gemütlichen und staufreien Fahrt kamen gegen 2315 Uhr an.

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Die restlichen Piloten fuhren bereits einen Tag früher los und so erwarteten Karl und seine Frau uns bereits in der Unterkunft. Nach einem kurzen Tratsch ging es gleich unter die Dusche und ins Bett. Ich musste morgen früh raus, da ich vor dem Lugo Cup unbedingt noch einen Testflug machen wollte. Der Grund dafür war, dass am Wochenende zuvor im letzten Flug der Regler im Steigflug kaputt ging, da sich der Antriebsakku aussteckte und so wurde noch vor der Abfahrt der Regler gewechselt. Ob das ganze nun funktionierte wusste ich bis dato also nicht. Ich stand also um 0545 Uhr auf um die Heizbox anzuschalten und den zweiten Akku zu laden. Danach legte ich mich noch kurz hin um wenig späte wieder aufzustehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging ich mal nach draußen um mich ein wenig zu orientieren. Da wir im Dunkeln anreisten wusste ich noch nicht einmal in welcher Landschaft ich mich befand. Aber ich wurde positiv überrascht. Die Umgebung erinnerte an die Toskana (war ja auch nicht weit weg). Wenig später traf sich auch quasi das gesamte F5B Team Austria am Parkplatz (wir wohnen alle im selben Apartment). Nach den üblichen Begrüßungen fuhren auf den ungefähr 20min entfernten Flugplatz. Dort angekommen wurde schnell alles ausgepackt und der erste Flug vorbereitet. Dieser verlief dann zu meinem Glück sehr unspektakulär sodass ich mit gutem Gefühl landen konnte. Überraschenderweise bekam ich dann noch die Möglichkeit einen Testflug auf der Anlage durchzuführen. Trotz Nervosität im Rücken verlief aber auch dieser gut und das ganz ohne Motoreinflüge, denn das war eines der Hauptsymptome des neuen Loggersystems. Mit meinem Castle Regler bin ich in diesem Hinblick aber bevorzugt, da dieser viel weniger Bremsenergie zurückspeist und so der negative Energiepeak kürzer dauert (die Bremse funktioniert anders als bei Jeti oder YGE) was wiederum ein engeres fliegen an der A Wendemarke erlaubt (Nachtrag: Das Firmwareupdate hat hier deutlich fairere Bedingungen geschaffen).

1. Durchgang Lugo Cup

Der erste Durchgang konnte nach meinem Testflug um 1100 Uhr beginnen, da nun alle Helfer wussten um was es bei F5B geht. Die netten, älteren italienischen Damen machten tolle Arbeit als Zeitnehmerinnen und mit 49 Startern war es ein anstrengender und langer Tag. Da es anscheinend ein Problem bei der Bereitstellung von genügend nationalen Helfern gab, wurden speziell an den Wendemarken erfahren Helfer aus anderen Ländern eingesetzt und erfreulicherweise leisteten auch die eine hervorragende Arbeit. Nun ging es aber los. Ich war mit Startnummer 9 wieder relativ bald an der Reihe. Piermario Cavaggioni gehört grundsätzlich zu den Favoriten und zeigte als einer der ersten Starter mit 49 Strecken was möglich war. Als ich an der Reihe war, war ich witziger weiße weniger nervös als im Testflug. Karl half mir und Franz starte den Flieger. Mit dem üblichen "EINNNNN!" ging es los.

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Ich, während einer meiner Flüge. Helfer: Karl Waser

Die Zeiten waren gut. 4er und 6er abwechselnd. Karl gab mir wichtige Tipps und bewahrte mich wohl vor dem drohenden B-Ringerl, da ich laut seiner Aussage immer enger wurde. Im letzten Steigflug war klar, dass ich nun mit hohem Risiko fliegen musste um den angesetzten 6er zu vollenden und glücklicherweise ging es auf. 50 Strecken standen auf der Uhr und nun ging es mit dem Zeitflug weiter. Durchatmen und weiter konzentrieren. Nach dem Streckenflug schaltete ich den Motor nur kurz ein und fand trotzdem bald Anschluss zur Thermik. Glücklicherweise war die Thermik relativ stark und so konnte ich eine Höhe von 360m erreichen und die 10min gemütlich überbrücken.

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"Ja, wo geht es denn nun?"

Die Landung war noch einmal ein wenig nervenaufreibend da der Wind kurz vorher drehte und die bevorzugte Landerichtung nun nicht mehr möglich war. Stattdessen erfolgte der Anflug über den Zelten der verschiedenen Nationen. Die Sekunden zählten langsam hinunter. Noch ein wenig bremsen, ich war noch zu schnell. Klappen aber wieder sofort rein um gegen den Wind nicht zu "verhungern". Karl stand einige Meter entfernt von mir um mir die etwas unkenntlich markierten Kreise anzusagen. "30m...20m...AB!". Bei 10.00 blieb der Flieger stehen. Nachdem meine letzten Flüge energetisch etwas knapp waren, war ich nun erleichtert zu hören, dass ich 1592Wmin verbraucht hatte. Super, toller erster Flug! Da wir in Österreich in der glücklichen Lage sind viel familiäre Unterstützung zu haben (hiermit möchte ich keinem der anderen Nationen unterstellen, dass es bei Ihnen nicht der Fall ist!), ist unser Zelt quasi "voll" und wenn man so einen erfolgreichen Flug nach Hause bringt wird man dementsprechend nett mit Applaus empfangen.

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Wenn man seine Sache gut gemacht hat, dann gab es Applaus

Nun fing für mich das große Zittern an. Viele gute Piloten sollten noch kommen bevor ich doch den 1000er für mich beanspruchen durfte. Mit Spannung wurde der Weltmeister Remo Frattini erwartet. Die ersten Runden waren sehr schnell und die 50 wären gefallen, dann hatte er aber einen Motoreinflug und auch ein Ringerl an der B-Wende. Somit blieb es bei 48 Strecken. Franz war der nächste Österreicher und zeigte einen sehr sauberen Flug mit 49 Strecken. Während dem Thermikflug ging es zu Beginn schnell bergab. In ca. 50m Höhe konnte er aber Thermikanschluss finden. Da er sehr gut Aufwinde zentrieren konnte, konnte er die Thermik für sich nutzen und den Flug gut vollenden.
Das sind richtige nervenaufreibende Flüge in denen man noch einmal so wegkurbeln kann und den Motor dann doch nicht benötigt.

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Zwischenzeitlich ging es zu wie im Bienenhaus

Um nicht nur schlechtes über das neue Logger System zu sagen will ich auch etwas Gutes darüber sagen . Ein wirklich toller Vorteil des neuen Loggers ist, dass jeder der in Besitz einer sogenannten "Ground Unit" ist, sich in einer der aktiven Sender einklinken kann um sich die Live-Daten anzusehen. Das gibt ganz neue Einblicke und man sieht sofort wie viel Wmin dem Piloten noch zur Verfügung stehen. Einer der Australier (Keith Flatt) flog ebenfalls 50 Strecken, brauchte aber während dem Flug über 1800Wmin. Johannes zeigte einen guten Flug, investierte aber ein klein bisschen zu viel Energie um ebenfalls die 50 Strecken zu erreichen. So stand nach dem Thermikflug 1782Wmin auf der Uhr. Unterm Strich also 49 Strecken in der Wertung (pro 3Wmin über dem Limit gibt es einen Punkt Abzug --> 32Wmin/3 = 10 Strafpunkte). Gerben van Berkuum warf im ersten Durchgang ein wenig die Nerven weg, aber mit einem Motoreinflug und einem B-Ringerl, sind 49 Strecken wirklich beeindrucken und wird dadurch seiner Favoritenrolle gerecht. Martin Neudorfer wuchs wohl über sich hinaus und zeigte einen seiner besten Flüge bis dato. Danach ließ er nichts mehr anbrennen und brachte die 47 Strecken nachhause. Am Schluss war noch Karl Waser an der Reihe. Heuer darf ich ihm aktiv beim Streckflug helfen. Die ersten Runden waren etwas zähe, aber danach machte es "auf" und die 6er wurden verdammt schnell, somit konnte er den Rückstand aufholen und ebenso 50 Strecken fliegen. Mit 3 Sekunden (!) über (3 Sekunden sind schon sehr viel, da fehlen ungefähr weitere 1,5s bevor man eine weitere Strecke versuchen kann) konnte er jedoch sehr hoch steigen. Nach 5 Minuten kam er aber in eine Luftschicht die größeres Sinken aufwies und wo man im ersten Moment ein mulmiges Gefühl bekommt. „Wenn das so weiter geht, dann wird es aber knapp mit den 5min“. Nach kurzem Zittern und kritischem Blick auf das Vario schaffte er es dennoch. Die Landung war ein wenig zu spät, somit hatte er 2 Miese (Miese nennt man jene Punkte die man abgibt weil der Motor im Zeitflug benützt wurde oder die Landung nicht zeitgenau ist). Am Ende des Durchganges stand es nun so, wie ich es mir eigentlich nicht träumen traute. Ich hatte den 1000er auf diesem großen Event, obwohl ich sagen muss, dass die Deutschen (Fickenscher und Ulbrich fehlten) noch nicht komplett vor Ort waren. Es ging aber noch sehr knapp zu. Karl war eine Promille hinter mir, geflogt von Franz ex-equo mit Thomas Wackerlin (992 Promille). Danach waren bis zum 7. Platz alle innerhalb von 2,5 Promille. Um trotz der hohen Teilnehmerzahl insgesamt drei Wertungsdurchänge zu schaffen wurde der 2. Durchgang noch um 1700 Uhr gestartet. Die Pechsträhne von Josef Mouris schien nicht abreisen zu wollen. Aufgrund eines Missverständnisses beendete er seinen ersten Durchgang des Lugo Cups mit 50 Strecken. Im Re-Flight konnte er aufgrund von Flugfehlern nicht mehr als 47 Strecken erfliegen. So hatte er sich den Start in die WM sicher nicht vorgestellt.

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Zwischenergebnis nach dem ersten Durchgang

2. Durchgang Lugo Cup

Die Startreihenfolge wurde ein wenig verändert, sodass ich an diesem Tag nicht mehr fliegen musste. Rudolf Freudenthaler, Franz Riegler und Martin Neudorfer mussten aber noch mal raus. Rudi zeigte einen schönen Flug, 46 Strecken. Franz war sehr gierig nachdem er im ersten Durchgang knapp den 1000er verpasste. Mit unglaublich engen Wenden an der B und Zeiten im Bereich von 15.00s und 23.50s wurden es 50 Strecken. Wahnsinn und, dass obwohl es am Abend bereits etwas kühler wurde. Im Segeln ging es ebenfalls noch einmal heiß her für ihn, großflächiges Sinken war angesagt. Glücklicherweise konnte er innerhalb des Energielimits noch einmal steigen, sodass der Rest des Fluges leicht von der Hand ging. Somit legte er an diesem Abend für den Rest der Piloten 50 Strecken mit 3 Miesen vor und konnte damit beruhigt den Tag ausklingen lassen. Nun waren die anderen am Zug. Was sich bei Franz schon langsam ankündigte war dann bei Martin Realität. Die Zeiten im Streckenflug wollten trotz eines fehlerfreien Fluges nicht besser werden. Lobenswerter Weise schaffte er es aber cool zu bleiben, nicht zu gierig zu werden, um nicht einen Fehler bei der Wende oder beim Einflug zu machen, nur um noch ein wenig enger zu fliegen. 46 Strecken bei schwierigen Bedingungen waren noch sehr gut!

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Start frei für Karl (c) Fotos by Heimo Stadlbauer

Mit Anspannung erwartete Martin immer wieder die Durchgangsflüge seines "Kontrahenten". Der Junior des amerikanischen Teams konnte Martin aber nicht wirklich beunruhigen, da er in seinem ersten Flug fast 1930Wmin für 43 Strecken benötigte. Hier wäre vielleicht ein Tipp den Junior mit weniger Leistung fliegen zu lassen, um das "Handwerk" des F5B Fliegens leichter zu erlernen und zu verbessern. Kurz nach 1900 Uhr war dann der letzte Teilnehmer in der Luft bevor Emil Giezendaner (Wettbewerbsleiter) den Bewerb für heute unterbrach um morgen um 0900 Uhr fortzusetzen. Wir packten unsere Sachen und machten uns auf den Weg in unser Quartier. Dort kochten wir noch ein wenig um dann um gegen 2230 Uhr verdammt müde im Bett zu versinken.

2. Tag

Der nächste Tag begann wieder zeitig um 0630 Uhr mit dem Laden und vorheizen des Akkus. Das Wetter war wieder hervorragend und es war keine Wolke zu sehen. Pünktlich um 0900 Uhr ging es dann weiter. Johannes war der dritte Starter. Die Bedingungen waren gut, ganz leichter Wind quer zur Strecke. Seine ersten zwei Runden waren nicht besonders schnell, aber dann ging es los. 6er 22,9s, 6er 22,9s, 6er 22,9s (ja, 3 6er hintereinander auf die 10tel genau). Am Schluss waren es dann 52 Strecken, Wahnsinn. Hannes hat mal ordentlich angeklopft und das gute Wetter perfekt ausgenützt. Der Rest war dann Formsache für ihn. 3 Miese. Kurz vor Karl war noch Thomas Wäckerlin an der Reihe, seine 48 Strecken deuteten auf eher langsames Wetter in der Strecke hin, aber davon ließ er sich nicht beirren und flog trotzdem 50 Strecken herunter. Ein sehr sauberer Flug. Der Segelflug war OK. Bei der Landung war er leider etwas zu spät und zu langsam, sodass er im 20m Kreis liegen blieb. Gerben und Farttini hatten beide Motoreinflüge und erflogen trotzdem 49 Strecken. Die deutschen waren nun auch komplett und gespannt erwartete ich den Flug von Christian Ulbrich. Da es sein erster Flug hier war musste er sicher aber erst an die Gegebenheiten gewöhnen und so blieb ihm der Motoreinflug auch nicht erspart.

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Flug des deutschen Wolf Fickenscher (c) Foto by Martin Neudorfer


Dann war ich wieder an der Reihe und das Glück schien wieder auf meiner Seite zu sein. Die Startrunde war mit 15,9s sehr schnell. So nahm der Flug seinen Lauf. 6er, 4er, 6er, 4er...der 8. Steigflug war wieder auf einen 6er. Durch einen Flugfehler meinerseits hatte ich zu viel Höhe in den ersten beiden Strecken abgebaut sodass ich gleich noch einmal gestiegen bin (einen 4er aus dem 6er gemacht). Aus dem Hintergrund hörte ich Karl sagen: „Tu das nicht!“. Leider hab ich in dem Moment nicht geschalten, dass mir die Steigflüge nun ausgingen und so musste ich im letzten Steiger einen 7er fliegen. Trotzdem 51 Strecken. Juhu! Im Zeitflug war es extrem anspruchsvoll, da die Sicht nicht gut war. In knapp 300m Höhe erkannte ich den Flieger kaum mehr, sodass ich mehr auf Gefühl geflogen bin. Die Thermik war stark und ich konnte gut Höhe aufbauen. Die Landung im Anschluss war in Ordnung. Gelandet bin ich bei 09:59.9 und 0 Motor. Wenn da nur 1/10s auf die 10min fehlt ist es etwas bitter, aber eine Miese ist verkraftbar . Somit konnte ich meinen ersten Platz verteidigen, Hannes rückte auf Platz 2 vor und war nun 4 Promille hinter mir. Gefolgt von Franz und Karl.

Weitere Impressionen:

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Unser Österreichhaus

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Katharina, die Tochter von Hannes

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Martin startet Rudi's Modell (c) Foto by Martin Neudorfer

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So wurden die Modell über den Tag im Zelt gelagert (c) Foto by Martin Neudorfer

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Blick von der "Ready Box" auf die Strecke

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Wie bereits in der Einleitung versprochen, wird der 2. Teil in 10 Tagen, also am 6.9.16, veröffentlicht.
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