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Cessna 182 RTF von Hobbyfly/Art-Tech Teil III: die Komponenten

Bewertung: 2 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,00.
Nachdem ich mich in Teil II mit dem Modell selbst beschäftigt habe, wird es Zeit, sich die mitgelieferten Komponenten näher anzusehen.

RTF (also "Ready To Fly") ist kein fest definierter Begriff. RTF-Modelle sind eigentlich immer fertig gebaut, mit Ausnahme höchstens versandtechnisch bedingter Nacharbeiten. Auch der Antrieb und die fest eingebauten RC-Komponenten (Servos, Anlenkungen, Kabel) sind bei einem RTF-Modell standard.
Antriebsakku, Ladegerät, Empfänger und Sender hingegen sind auch bei RTF Zusatzausstattung. Natürlich mit Recht, denn diese Komponenten erhöhen den Preis, und wer nicht gerade Neueinsteiger ins Modellflughobby ist, verfügt in der Regel bereits darüber.
Die Cessna 182 von Hobbyfly gehört zur komplett ausgestatten Sorte und richtet sich damit tatsächlich an Neu- bzw. Wiedereinsteiger. Es ist alles dabei, was man ohne jede modellfliegerische Vorbelastung benötigt, um das Modell in die Luft zu bringen.

Antrieb
Besonderheiten birgt der Antrieb nicht. Der Motor ist ein Brushless-Außenläufer der 300W-Klasse und entspricht damit dem heutigen Stand der Technik. Dem Vorbild entsprechend wirkt der Motor als Direktantrieb auf eine Dreiblatt-Luftschraube.
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Der Akku ist ein 3S-Lithium-Polymer-Akku mit 2400mAh, und dürfte damit für 10-15min Flugzeit ausreichen. Der Akkuschacht liegt im Rumpf unterhalb des Schwerpunkts und ist über eine verschließbare Klappe zugänglich.
Das 12V-Ladegerät ist genau für 3S LiPo ausgelegt, hat einen integrierten Balancer und lädt mit maximal 1A. Mehr als zwei Stunden Ladezeit bei leergeflogenem Akku sind natürlich eine Spaßbremse; aber es erfüllt seinen Zweck, und man sollte nicht vergessen, dass ein gutes Ladegerät durchaus mehr kosten kann als hier der ganze Flieger.

Fernsteuerung
Die im Modell eingebauten Komponenten entsprechen ebenfalls dem, was man erwarten würde. Da wären:
* 6-Kanal Empfänger
* 6 Microservos
* 30A BL-Regler
Interessant ist, dass die Landeklappen über einen Verzögerungsbaustein angesteuert werden. Sie werden senderseitig über einen Schalter betätigt und fahren dann innerhalb von 2-3 Sekunden in ihre jeweilige Endstellung. Es ist nicht vorgesehen, die Landeklappen nur "halb" auszufahren.

Sender
Beim Sender handelt es sich um den im europäischen Raum nicht sehr verbreiteten Einsteigersender E-Fly 100C, der, wie das Modell auch, aus dem Programm des chinesischen Hersteller Art-Tech stammt.
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Obwohl die Bezeichnung "Computersender" etwas zu hoch gegriffen ist, verfügt der Sender gegenüber den üblicherweise mit RTF-Modellen gelieferten Einfachstsendern über einige Komfortmerkmale:
* 6 Kanäle, davon 1 Schaltkanal
* 4 Modi (Fläche, V-Leitwerk, Heli, CCPM-Heli)
* Dual-Rate und Mischfunktion
* Servo-Reverse
* Digitales Display mit Spannungsanzeige

Allerdings fehlen diesem Sender auch einige Merkmale:
* Keine Modellspeicher
* Dual-Rate und Mischfunktion sind einstellbar, aber nicht programmierbar - d.h sie beziehen sich auf fest vorgegebene Kanäle

Interessant ist, dass Sender und Empfänger im 2,4 GHz Band miteinander kommunizieren. Das System ist als DSSS Frequency-Hopper angegeben. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt scheint es noch so neu zu sein, dass der Hersteller Art-Tech auf seiner Webseite den Sender noch mit 35/40 bzw. 72 MHz bewirbt.
Wie es sich gehört, hat der Sender eine CE-Kennzeichnung.

Die mitgelieferte Bedienungsanleitung bezieht sich noch auf das Vorgängermodell des Senders. So lange man ihn nur für eben dieses Modell verwendet, ist das nicht weiter problematisch, denn es ist bereits alles richtig eingestellt. Alternativ kann man sich ein Manual für den Sender von der Webseite des Herstellers herunterladen, allerdings in Englisch.

Erstes Fazit
Die Cessna 182 von Hobbyfly ist tatsächlich das, was der Werbetext verspricht: ein komplett ausgestattetes Fertig-Semiscale-Modell zum erstaunlich günstigen Preis. Für Wiedereinsteiger ins Modellflug-Hobby mit Flugerfahrung und einem Hang zu vorbildähnlichen Modellen sicher ein interessantes Angebot.
Ob die Cessna auch für Einsteiger geeignet ist, wird sie in der Luft zeigen müssen. Ich habe da meine Zweifel; die kaum vorhandene V-Form deutet auf eine eher gering ausgeprägte Eigenstabilität, und die relativ hohe Flächenbelastung lässt vermuten, dass die Landeklappen kein optischer Zierrat sind.

Mit ihren filigranen, nicht ohne weiteres abnehmbaren Radschuhen erfordert die Cessna eine Asphaltpiste oder zumindest einen sehr kurzen Rasen, und beides steht mir leider zur Zeit nicht zur Verfügung. So wird der Erstflug wohl noch etwas warten müssen.

Doch zunächst wird das Modell montiert. Weiter mit Teil IV

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Aktualisiert: 22.02.2011 um 21:59 von Ulrich Horn

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Kategorien
Modellflug , Motorflug , Modelle

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