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Hugo_Notti

Hubschrauber im Selbststudium

Bewertung: 2 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3,00.
Gestern habe ich mir einen Zoopa 350 BL gekauft. Ich habe schon einiges darüber gelesen und weiß, daß dieses Modell umstritten ist. Darüber möchte ich nicht diskutieren, die Grenzen werden sich schon herausstellen. Der Zweck dieses Themas besteht darin, meine Erfahrungen als Anfänger festzuhalten. Und wenn jemand interessiert ist, können wir auch über das eine oder andere diskutieren, soweit das nicht in einem Forenthema besser geht. Grundsätzlich ist alles dabei, Helikopter, zwei Servos, Brushless Hauptmotor und (Bürsten-?)-Heckmotor, LiPo Akku, Ladegerät mit Balancer und Sender. Lediglich die Batterien für den Sender muß man separat kaufen. Kostete um 130 Euro (ohne Batterien, die hatte ich schon).

Noch ist nicht viel passiert, die Heli-Begriffe habe ich noch nicht ganz intus, weiß aber inzwischen, was die Knüppel an der Fernsteuerung bewirken:

Links vor und zurück: Hoch und Runter (pitch/gas)
Links seitwärts: Drehen um die Hochachse (gier)
Rechts vor und zurück: Nach vorne bzw. hinten neigen (nick)
Rechts seitwärts: Seitlich neigen (roll)
Die Höhe wird über die Drehzahl des Rotors gesteuert, das heißt wohl "Fixed Pitch", wobei "Pitch" der Anstellwinkel der Rotorblätter ist (und "fixed" heißt hier eben "unveränderlich"). Vor und zurück am linken Knüppel müßte also besser "Gas" heißen als "Pitch", die Wirkung ist aber die gleiche.

Der rechte Knüppel dient also dazu, sich waagerecht zu bewegen, der linke regelt Flughöhe und Drehen um die Hochachse - grob gesagt.

Der Sender ist fest (?) auf Mode 2 eingestellt, da sind aber undokumentierte Schalter... Egal, brauche ich ja nicht anders.

Nachdem ich erstmal ins Innere gesehen den Akku geladen und den Empfänger gebunden habe, habe ich gaaaanz vorsichtige Versuche in meinem Zimmer gemacht. Der Motor läuft, die Servos sprechen an und der Heckrotor stoppt bei maximalem Ausschlag nach einer Seite (welche??? schon wieder vergessen, links, glaube ich). Ich habe dann vorsichtig gas gegeben, bis der Heli langsam anfing, sich zu drehen, dann sofort Gas weggenommen. Das habe ich mehrmals wiederholt und per Trimmung ausgeglichen (?). Wieso das Fragezeichen? Die Erklärung folgt etwas später. Akku abgestöpselt, Sender aus, zu spät für weitere Versuche. Die Haube ließ sich übrigens nicht so einfach abnehmen. Unten befindet sich eine Schraube, die man lösen muß und oben an den Seiten steckt die Haube auf zwei Stöpseln, und zwar ziemlich fest. Ich hatte zuerst angenommen, die Haube ließe sich einfach hochklappen, aber ein vorsichtiger Versuch und ein Blick auf die Explosionszeichnung ergaben, daß das unmöglich ist. Jetzt, wo ich es weiß, ist es natürlich einfach.

Heute war ich etwas mutiger und früher dabei. Wieder im Zimmer, der Heli dreht sich kaum noch, wenn er leichter wird. Wenn er anfängt zu driften, dann geht er meistens nach links aber auch nach vorne. Das ließ sich durch die Trimmung nicht abstellen, ich weiß inzwischen auch, warum: Hubschrauber "stehen" nahe am Boden auf ihrem eigenen Luftwirbel, quasi wie auf einer Kugel und rutschen immer zu einer Seite ab. Das soll sich geben, wenn man mindestens einen Rotordurchmesser über dem Boden ist (was ich im Zimmer nicht ausprobieren werde). Außerdem verursacht der Rotor ja eine Gegendrehung des Helis. Von oben gesehen dreht der Rotor sich im Uhrzeigersinn, der Hubschrauber will also nach links drehen. Der Heckrotor dreht rückwärts und bläst dabei nach rechts, also Drift nach links. Ohne Korrektur und Bodenreibung muß sich der Hubschrauber also nach links bewegen (ohne Drehung natürlich). Das ist also die "natürliche" Richtung, in der er von seiner "Kugel" rutschen will. Ob er nun unbedingt auch nach vorne rutschen muß, werde ich noch austesten. Vielleicht kann man das per Trimmung oder notfalls direkt am Servogestänge noch eliminieren.

Ich habe noch eine Weile mit Schwebversuchen am Boden verbracht, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie der Heli überhaupt reagiert. Der Sender hat zwei Einstellungen, "Schüler" und "Normal". Mit "Schüler" sind die Steuereffekte deutlich reduziert. Laut Berichten anderer kann man mit der Schülereinstellung nicht wirklich fliegen, selbst die Normaleinstellung soll relativ träge sein. Ich habe öfters gewechselt, der Unterschied ist offensichtlich.

Mehr als diese Schwebversuche sind in meinem Zimmer nicht drin. Selbst die sollte eigentlich keiner nachmachen, der Heli ist vielleicht langsam und verhältnismäßig träge (wenn das überhaupt stimmt) aber ein Meter keine Entfernung. Eine falsche Bewegung, und der Heli ist irgendwo anders, z.B. am eigenen Kopf. Ich habe auch bemerkt, daß ich den Rotor unterschätze. Im Betrieb ist er sehr durchsichtig, also schlecht warnehmbar. Die kleinste Entfernung zu meinem linken Bein war versehentlich einmal 10 oder 20 cm, bis mir bewußt wurde, daß nicht die Entfernung zum Rumpf zählt, sondern die zum Rotor. Gruselig!

Ich hatte noch einmal versucht, die Trimmung für "gier" einzustellen, es gab aber immer den gleichen Pieps (bei den anderen Trimmtastern gibt die Tonhöhe eine gewisse Orientierung). Scheinbar hat sich auch die Trimmung nicht geändert, vielleicht geht das nur im "Normal"-Modus? Muß ich morgen noch mal genauer prüfen, denn es hatte ja schon einen Effekt und laut Anleitung ist die Trimmung definiv einstellbar. Die Fernsteuerung ist übrigens minimal dokumentiert, Battieriefach, Funktion der Knüppel und Akku laden ist eigentlich alles.

Mich stört das Geräusch des Heckrotors, der rasselt. Anscheinend liegt das an der Welle, die in der Längsrichtung 1 mm Spiel hat. Das werde ich noch näher untersuchen, aber nicht mehr heute, es ist schon wieder viel zu spät geworden!

Außerdem ist eine Schraube zur Kufenbefestigung (Kufe selbst, nicht das Gestell) überdreht, vielleicht Reklamationsware. Ich muß also nochmal zum Laden und das reklamieren. Da werde ich mich auch informieren, was es mit dem Rasseln des Heckmotors auf sich hat. Es handelt sich zwar nicht gerade um ein Luxusprodukt, aber gewisse Standards gelten trotzdem. Und wenn man der Meinung ist, das ist nicht schlimm, kann man mir vielleicht trotzdem einen Rat geben, wie ich es beheben kann. Oder einen Preisnachlass aushandeln.

Wenn der Hauptrotor nicht läuft (und der Heckrotor natürlich auch nicht), reagiert eins der Servos geringfügig, wenn ich "Gier" betätige. Muß ich auch noch genauer studieren. Beide Servos werden ja eigentlich durch den rechten Knüppel betätigt. Vielleicht ist da ein Mix programmiert? Selbst kann man natürlich überhaupt nichts am Sender programmieren, auch eventuelle Fail-Safe Einstellungen am Regler sind nicht dokumentiert.

Bilder gibt es jetzt noch nicht, denn mein Zoopa sieht ja im Moment genauso aus, wie alle anderen.

Das ist jetzt ein sehr oberflächlicher Eindruck, zumal ich kaum Ahnung von Hubschraubermodellen habe. Wer etwas über dieses Modell wissen will, sollte also noch eine Weile mitlesen oder sich anderweitig informieren. Ernsthafte Kommentare im Internet sind wie gesagt gemixt, einige hatten Probleme mit dem Material, andere nicht, geflogen ist es bei allen, die es schon konnten, immerhin soll es gutmütig fliegen und stabil sein. Der Aufbau an sich war eines meiner Gründe, den Heli zu kaufen. Weichplastik (nicht PVC) für die Haube und ein Alugerüst machen einen guten Eindruck. Und das Aussehen gefällt mir auch. Keine Argumente für einen Kenner, aber no risk, no fun! Es ist trotz anderslautender Warnung auf der Verpackung und in der Anleitung ein Spielzeug , und zum Spielen gehört für mich weit mehr als nur reibungslose Funktion, sondern z.B. auch kleine Probleme lösen etc.

blabla etc. - bis passendes Flugwetter ist, werde ich weiter vorsichtig Zimmerschweben betreiben, bis der Akku ladebedürftig ist. Außerdem werde ich mir noch ein Ladekabel zulegen. Das mitgelieferte Ladegerät funktioniert zwar aber man kann nicht mal den genauen Ladestand ablesen, was für die Lebensdauer des Akkus nicht gerade gut ist (halt im Zweifelsfalle immer neu laden).

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Kategorien
Modellflug , Helis

Kommentare

  1. Avatar von Hugo_Notti
    Heute habe ich weitere Fastschwebeversuche gemacht und dabei mit der Trimmung experimentiert. Die Zoopa dreht sich jetzt wirklich nicht mehr, die Trimmung für den Heckrotor funktioniert definitiv im Normal-Modus (siehe Eingangsbeitrag). Ich habe vergessen, sie im Schüler-Modus zu testen. Die Piepser bleiben immer gleich, ich habe aber den Effekt am Heli deutlich gesehen.

    Ich habe einen etwas geräumigeren Platz gefunden (immer noch im Haus) und kurzerhand entschieden, etwas mehr Gas zu geben und zu prüfen, ob der Bodeneffekt nachläßt. Zuerst hat der Heli gekippelt und ich habe gleich das Gas weggenommen. Nach mehreren Versuchen gelang mir der erste Hüpfer. Und, siehe da, die Zoopa ist nicht gleich wild ausgebrochen, sondern langsam nach rechts vorne gedriftet. Gegensteuern war etwas unkoordiniert und vielleicht etwas zu zaghaft, also Motor aus, bevor was passiert. Nach mehreren Hüpfern habe ich wieder die Trimmung benutzt, um etwas auszugleichen, mit teilweisem Erfolg. Irgendwie wollte die Zoopa beim rollen zur Seite auch immer nach vorne oder hinten. Vielleicht ist die Höhe auch immer noch viel zu niedrig - maximal vielleicht 50 cm, wenn überhaupt. Ich habe immer Gas gegeben, bis der Heli abhob, dann mußte ich gleich korrigieren und habe mich nicht mehr um die Höhe gekümmert. So habe ich weiter gemacht, bis der Akku zu schwach wurde. Die Hüpfer haben zwischen einer und drei Sekunden gedauert, schätze ich. Eine Sicherheitsabschaltung für den Akkun gibt es anscheinend nicht, der Motor wurde einfach deutlich langsamer. Wie lange der Akku tatsächlich gehalten hat, kann ich nicht sagen, die Hüpferei hat insgesamt bestimmt 30 Minuten gedauert aber die meiste Zeit davon war der Motor aus.

    Einerseits wäre es schön, wenn Wind und Niederschlag nachlassen würden, aber andererseits muß ich mich auf meinem engen "Fluggelände" von ca. 8 Kubikmetern gehörig zurückhalten. Ich glaube, daß mein Gefühl für die Steuerbarkeit der Zoopa langsam besser wird, und das ist wohl erstmal die Hauptsache. Das Grundprinzip des Heli-Fliegens habe ich glaube ich begriffen, und zwar auch mit meinen Fingern. Das Richtungsdenken funktioniert sowieso, da ich bereits Erfahrung mit Autos und Segelfliegern habe. Ich benutze da keine Eselsbrücken. Statt daran zu denken, nach links oder rechts zu fliegen, drehe ich in meiner Vorstellung das Modell, und eine Drehung gegen den Uhrzeigersinn macht man halt immer mit dem Knüppel nach links. Allerdings: Ein Helikopter folgt ja nicht seiner Nase, da muß man etwas anders denken...

    Ich kann mir zwar vorstellen, daß Fliegen einfacher ist, als abzuheben und an der Stelle zu bleiben aber spätestens wenn der Akku nachläßt, muß man ja wieder runter und dann sind meine Hüpfübungen bestimmt von Vorteil.

    Ich habe noch ein bischen gelesen, welche Einstellungen möglich und nötig sind. Der Schwerpunkt liegt genau unter der Hauptrotorachse. Der Heckrotor ist nicht perfekt ausbalanciert, den Hauptrotor habe ich noch nicht geprüft. Wie schon bereichtet, scheppert etwas am Heck, wenn der Heckrotor läuft. Das werde ich mir morgen endlich genauer ansehen. Gestern hatte ich zwar den Motor und den Rotor abgeschraubt und den Bereich untersucht aber nichts gefunden. Beim Zusammenbau habe ich ein dünnes Stück Papier zwischen die beiden Ritzel geschoben, weil mir das Spiel zu gering erschien. Einstellen kann man das Spiel nicht wirklich aber da die Bohrungen für die Befestigung etwas Spiel haben, ist eine geringfügige Änderung eben doch möglich. Ich meine, der Heckrotor läuft jetzt glatter an. Die Achse des Heckrotors hat tatsächlich 1 mm Spiel in Achsrichtung, das kommt mir komisch vor. Aber ich muß ja sowieso zum Händler, um die Kufenbefestigung zu reklamieren. Um den Rest werde ich mich am Wochenende kümmern.

    Inzwischen ist mir klar, daß die Fernsteuerung eigentlich unzureichend ist. Ich kann nur steuern, trimmen und zwischen Schüler- und Normalmodus umschalten. Programmieren ist unmöglich, ich kann nicht mal irgendwelche Fail-Safe-Einstellungen am Regler vornehmen. Mit meinem "richtigen" Sender - Spektrum MX6i - soll sich der Empfänger überhaupt nicht verstehen und ob ein anderer Empfänger mit dem Doppelregler für Heck- und Hauptrotor zurechtkommt, weiß ich auch nicht. Aber wenn es so weiter geht, kommt früher oder später sowieso ein weiterer Hubschrauber dazu und der hat dann eine vernünftige Fernsteuerung.

    Vielleicht ist es interessant (wenn überhaupt etwas hier interessant ist...), warum ich die Zoopa gewählt habe:

    Erstens hatte ich die Modelle mit zwei Rotoren gleich ausgeschlossen, was eine reine Bauchentscheidung war. Ich habe noch keine Ahnung, welche Vor- und Nachteile ich mir damit eingehandelt habe.
    Zweitens war der Preis erschwinglich, und alles dabei, was man braucht, wirklich PnP!
    Drittens die relativ stabile Bauweise mit Alu.
    Viertens die Größe - 42 x 8,5 x 14 cm, Rotor 390 mm.
    Alternativ hätte ich die Zoopa 350 kaufen können, mit Bürstenmotor und für 30 Euro weniger. Angesichts der Vorteile von Brushlessmotoren fand ich den Preisunteschied aber nicht so dramatisch. Der Heckmotor ist allerdings ein Bürstenmotor, soweit ich weiß.
  2. Avatar von Hugo_Notti
    Ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht. Der Händler (Conrad) konnte die Zoopa nur zurücknehmen und mir einen anderen Hubschrauber verkaufen, kein Brushless, dünnes Plastikcockpit aber immerhin Robbe - Arrow Plus Trainer EVO RTF. Der Sender ist genauso kastriert, wie der von ACME, die einzige "Verbesserung" besteht darin, daß die Welle des Heckrotors spielfrei ist. Das läßt sich nun nicht mehr ändern, vielleicht könnte ich die Zoopa noch zurückbekommen, aber weiterlesen!

    Es war heute fast windstill, als ich nach hause kam nicht mehr ganz so still aber immer noch harmlos, also Palette als Heli-Pad in den Garten, Akku aufgeladen und getestet.

    Trimmen war nicht ganz einfach, da es eben doch nicht ganz windstill war. Mir fehlt auch noch viel Routine in der Bedienung und natürlich war ich im Garten nicht so vorsichtig, wie vorher in der Wohnung, keine kleine Hüpfer sondern hoch auf Augenhöhe. Ich konnte den Heli einigermaßen am Platz halten, war aber etwas überfordert damit, gleichzeitig die Höhe zu halten. Also habe ich im wechsel darauf geachtet, welche Tendenzen der Heli zeigt und die Höhe korrigiert Wenn der Heli zu nahe an ein Hindernis kam, Landung.

    Einmal bin ich etwas zu hoch geflogen und der Rotor hat einen kleinen Zweig berührt. Gas zurück, die anderen Knüppel losgelassen und wieder Gas gegeben, als es sinnvoll erschien. Die Landung war nicht ganz weich aber der Heli stand, alles in ordnung. Der nächste Unfall war fatal - seitlich über einen Ball "gestolpert", der Heli, nicht ich. Und ich habe noch falsch reagiert, Vollgas statt Gas weg. Zuerst sah alles gut aus, nur ein Pin der Taumelscheibe war aus seiner Führung gerutscht, glaubte ich. Der Heli kam aber nicht mehr in die Luft. Grund: Eine Kugelgelenkpfanne (heißt das so?) an der Taumelscheibe war abgebrochen und die Schubstange liegt jetzt irgendwo im Gras, der Rotor hat negativen Pitch. Ende der Vorführung! Und auch Schluß mit der Option, die Zoopa zurückzukaufen, denn die Arrow kann ich ja nun nicht mehr zurückgeben.

    Da Conrad im Laden keine Ersatzteile vorrätig hat und auch keine passenden Kugelgelenke, habe ich die Teile jetzt bei Robbe bestellt. Beim Demontieren der Kugel ist dann noch die Befestigungsschraube gebrochen, die saß fest wie verschweißt. Robbe scheint eine extreme Schraubensicherung zu benutzen! Also noch mehr Ersatzteile, da ich mich dazu in der Lage fühle, eine winzige Schraube aus einem Alugewinde herauszubohren, ohne das Alugewinde zu beschädigen. Naja, immerhin kann man jetzt schon wieder ein bischen von Modellbau reden

    Um ehrlich zu sein: Die Arrow läßt sich genausogut handhaben, wie die Zoopa, mir gefällt nur dieses Foliencockpit überhaupt nicht. Ansonsten sind die beiden Helis sich äußerlich recht ähnlich und die Mechanik am Rotor besteht bei der Arrow aus Metall, bei der Zoopa aus Plastik. Trotzdem wäre ich noch eine Weile mit der Zoopa zufrieden gewesen, ich kenne ja noch nichts besseres.
  3. Avatar von Hugo_Notti
    Und ein Spinoff dieses Blogs - ich habe seit gestern auch noch eine Blade MCX2 von Horizon - Koax-Schrauber. Die Blade ist recht unkompliziert und der Empfänger ließ sich problemlos mit meiner Spektrum MX6i binden. Außer dem preislichen Vorteil (keinen unnötigen Sender bezahlt) habe ich also die Möglichkeit, mehr einzustellen (aber was???).

    Gestern ein paar Trimmversuche am Boden, wo ich aber nur die Eigendrehung eliminieren konnte. Dann habe ich Mut gefaßt und in einem Meter Höhe weitergertimmt. Fünf Sekunden Trimmen war schnell keine Herausforderung mehr und dann war der Akku leer. Mit der zweiten Ladung bin ich dann mehrmals den Flur auf und abgeflogen und weiß jetzt, daß bis zum zügigen Fliegen noch viel zu üben ist. Vor allem muß ich die Raste des Gashebels herausnehmen, die ist zu grob, um die Höhe im Stand zu halten.

    Nach dem Unfall mit der Arrow habe ich natürlich wieder zur Blade gegriffen, natürlich in der Wohnung. Es ist erstaunlich, wie sehr schon geschlossene Türen auf die Flugbahn einfluß nehmen. Ich versuche jetzt, Gas, Pitch und Gier in einklang zu bekommen, während ich entweder geradeaus oder eine lange Kurve fliege. Beschleunigen ist recht schwer, meistens geht es mehr nach oben als nach vorne. Und ich muß zugeben, daß ich öfters rechts und links verwechsle, wenn ich nicht hinter dem Heli stehe. Das hat einige Wandberührungen und andere unsanfte Begegnungen verursacht, aber bislane ohne erkennbaren Schaden. Ich sehe ein, daß so ein kleiner Koax-Heli für den Anfang sehr brauchbar ist.

    Blade MCX2 ist nicht zu verwechseln mit Blade CXP! Das schreibe ich nicht nur, weil Google einem vor allem die Blade CXP "findet", sondern auch, weil ich bereits eine Diskussion gelesen habe, bei der mittendrin kurzerhand von MCX2 zu CXP gewechselt wurde.

    Bis zur Reparatur des Arrows werde ich nicht mehr viel schreiben und mich lieber dem Fliegen widmen. Außerdem liegen noch Teile von Flugzeugen in meiner Werkstatt, die endlich fertig werden müssen. Ich werde aber die "Helischule" (http://www.helischool.de/) durcharbeiten.
  4. Avatar von Hugo_Notti
    Die Zoopa werde ich wohl verschmerzen, das Aussehen der Arrow ist zwar nicht so cool aber dafür wirkt sie innen etwas robuster...

    Heute ist das Päckchen von Robbe eingetroffen, hervorragend schnell! Reparatur ging auch schnell, ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob ich es richtig gemacht habe. Immerhin reagiert die Arrow erwartungsgemäß auf die Steuerung, konnte aber diesmal nicht abheben, weil ich sie mit einer Leiste am Boden befestigt hatte. Ich werde mich erstmal umsehen, ob ich noch passende Dokumentation finde, zum Beispiel eine Explosionszeichnung mit allen Teilen, oder wenigstens etwas detalliertere Bilder.

    Die Helischule macht Spaß, ich weiche aber ab und fliege Kreise und Achten und versuche Punktlandungen, und versuche dabei, die Nase des Helis vorne zu behalten und den Möbeln auszuweichen. Langsam lerne ich alle Luftbewegungen am Boden meines Arbeitszimmers kennen, zwei davon sind ziemlich stark und ich laufe gefahr, falsch gegenzusteuern.

    Vielleicht kommt dieses Blog einigen seltsam oder langweilig vor. Aber vielleicht hilft es jemandem, sich nicht ganz so bescheuert zu fühlen, wenn er selbst die ersten Versuche macht.

    Ich werde mich wohl erstmal auf besondere Vorkommnisse beschränken, so richtig interessant ist das tägliche Üben ja nicht. Ich verbrauche jeweils drei Akkuladungen, da ich drei Akkus habe. Der Heli (koax) ist noch intakt, die Rotorblätter weisen keinerlei Scharten auf und ich glaube, dieses kleine Teil ist recht gut als Einstieg im Winter. Ich glaube weiterhin, daß ich auch mit der Zoopa, bzw. jetzt halt mit der Arrow den Einstieg schaffen könnte, nur habe ich dafür im Moment einfach nicht den richtigen Platz.
  5. Avatar von Hugo_Notti
    Seit gestern beschäftige ich mich mit der Einstellung der Arrow. Der Austausch der Schubstange war leider nur der Anfang. Irgendwo im Hauptrotorantriebssystem ist eine Unwucht oder die Antriebswelle ist krumm.

    Test 1: Balance der Rotorblätter, Werkzeug: Stahlstange, Edding
    Ein Rotorblatt rechtwinklig auf die Stahlstange legen, Stange drehen, bis das Blatt balanciert, mit Edding an der Vorderkante einen Punkt machen.
    Mit dem zweiten Rotorblatt wiederholen.
    Die Positionen der Punkte sind identisch, sollte also richtig gewuchtet sein.

    Test 2: Balance des Flybars Teil 1, Werkzeug: Schieblehre
    Die Länge zwischen Buchse und Endgewicht auf der einen Seite betrug 63,0 mm, auf der anderen Seite 62,5 mm. Jetzt ist es auf beiden Seiten in etwa 62,75 mm.

    Test 3: Hauptachse, Werkzeug: Spaxschraube mit scharfer Spitze
    Motor auf niedriger Drehzahl, ohne Roto, von oben Spaxschraube mit der Spitze auf die Befestigungsschraube der Bremsscheibe gehalten, keine Vibrationen.
    Die Hauptachse ist also gerade.

    Test 4: Rotationsebene der Rotorblätter, Werkzeug: Augenmaß und Edding
    Die Blätter drehen nicht in der gleichen Ebene, ca. 5 mm Unterschied, leichte Vibration, die Markierung läßt sich nicht erkennen. Egal, denn ich habe festgestellt, daß sich der Anstellwinkel der Rotorblätter nicht individuell einstellen läßt.

    Test 5: Rotationsebene der Rotorblätter mit den Ersatzblättern, wie oben, zuvor Schwerpunkttest
    Das sieht gut aus und läuft ziemlich ruhig.

    Jetzt besteht die Frage, warum die ersten Blätter nicht gleichlaufen. Keines der Blätter ist verformt. Aber es gibt trotzdem einen Unterschied: Der Aufkleber des einen Blattes hat eine Blase. Sollte das ausreichen?

    Test 6: Wie Test 5, aber ein Blatt durch das mit der Blase im Aufkleber ersetzt
    Der Unterschied ist deutlich, starke Vibration

    Test 7: Wie Test 6, aber das "Blasenblatt" durch das andere des ersten Paares ersetzt
    Weniger Vibrationen aber auch kein wirklich ruhiger Lauf.

    Test 8: Wie Test 7, aber diesesmal wieder die beiden neuen Rotorblätter
    Läuft ruhig, wie beim ersten Mal.

    Und jetzt gebe ich noch zu, daß die beiden ersten Rotorblätter je eine winzige Delle in der "Nasenleiste" haben. Da die Blase im Aufkleber die schlimmsten Vibrationen verursachen zu scheint, dürften auch die Dellen wirksam sein.

    Bevor ich jetzt weitere Komponenten unter die Lupe nehme, werde ich den Heli einpacken und zum Händler bringen. Ich muß sowieso den Sender reklamieren, da der rechte Knüppel in Mode 2 nicht richtig einrastet und nicht ganz hinten in Nullstellung bleibt. Und dann werde ich ein paar Fragen stellen...

    24 Stunden später...

    Anscheinend habe ich gute Arbeit geleistet, die Arrow hängt stabil in der Luft, nichts knackt, fällt ab oder schießt durch die Gegend. Allerdings sah der Mitarbeiter von Conrad keinen Grund, den Sender zu tauschen, da der Sender eines anderen Arrow den gleichen Fehler hat. Ich werde mich also direkt an Robbe wenden, denn es ist ein Fehler! Er nervt auch, denn das Gyro ist bei zurückgezogenem Gashebel aktiv, der Heckrotor reagiert sofort, wenn man das Modell auch nur ein kleines bischen mit der Hand dreht. Das ändert sich auch dann nicht, wenn ich die Trimmung ganz zurückstelle. Laut Conrad müssen sich die Getriebe erst einlaufen, dann werden sie ruhiger. Naja, ich hoffe, das stimmt. Ich habe inzwischen recht gemischte Erfahrungen mit Conrad gemacht, zu denen allerdings auch sehr gute gehören.

    Fliegen im Garten war nicht möglich, es war doch zu windig. Im Keller ist es zu eng und ebenfalls windig; Treppenhaus, beheizte Souterrainwohnung und mein ebenfalls beheiztes Arbeitszimmer sorgen für sehr aktiven Luftaustausch. Also weiter üben mit der Blade mcx2. Für die reicht der Platz in meinem Arbeitszimmer.
  6. Avatar von Hugo_Notti
    Inzwischen habe ich mir den Simulator Phönix gekauft und noch einen Heli, Monstertronic 400 Pro, mit brushless Motor und 54 cm Rotor - fixed pitch, mit Flybar. Mit Phoenix habe ich noch nicht viel gemacht, es ist aber sehr interessant.

    Der Monstertronic Heli ist eine Katastrophe, ich habe zweimal umgetauscht und muß das wohl noch ein drittes Mal machen. Die ersten beiden Male ging es um die Motorposition, einmal nicht genug Grip in das Zahnrad des Hauptrotors, das andere Mal zu viel davon, das Zahnrad war schon ab Werk ausgefranst. Jetzt habe ich Probleme mit der Bindung, muß jedes Mal neu binden. Außerdem läuft der Motor erst bei 50 % (Knüppelmittelstellung) an. Letzteres könnte eine Einstellungssache sein, der Sender bietet aber keinerlei Einstellungsmöglichkeiten. Daß aber die Bindung immer verloren geht, ist nicht so lustig. Außerdem habe ich (ohne zu fliegen) den Eindruck, daß die Regler spinnen. Montag werde ich mal bei Monstertronic anrufen... Ich überlege aber ernsthaft, den Heli zurückzugeben.

    Da heute kaum Wind war, konnte ich mit der Arrow in der Garten. Der Schwerpunkt stimmte nicht ganz, Akku nach vorne reichte nicht, ich mußte noch ein Stückchen Blei in die Nase kleben. Die Akkuhalterung ist zweigeteilt, da sind drei Streben, die ich entfernen könnte. Dann könnte ich den Akku weiter nach vorne schieben. Im Moment will ich aber keine baulichen Veränderungen machen. Die Taumelscheibe war noch etwas schief, ich mußte das Gestänge am linken Servo kürzen. Dann alle Trimmungen auf 0 und Start. Gieren steht auf 1, also minimal nach rechts. Nick steht auch auf 1, also minimal vorwärts, Roll auf -2, also leicht nach links. Nebenbei habe ich noch gelernt (im Internet gelesen), daß Singe-Rotor-Helis immer zu einer Seite neigen, wegen des Heckrotors. Ich hatte mich nämlich gewundert, daß die Arrow immer nach rechts hängt, nun weiß ich bescheid.

    Den Monstertronic-Heli habe ich quasi abgeschrieben, dafür habe ich mir aber nun für die Arrow zwei Sätze Rotorblätter und einen weiteren Akku bestellt. Wenn ich den MT 400 zurückgeben kann, werde ich das Geld für einen CP-Heli aufbewahren, denn das ist das Ziel. Einen kleinen CP-Heli möchte ich eigentlich nicht, denn dann bin ich ja immer an Hallen gebunden - hier gibt es fast immer Wind. Aber vielleicht wäre es trotzdem sinnvoll. Die Blade MCX2 könnte ich dann wieder verkaufen oder einem Bekannten schenken.
  7. Avatar von Hugo_Notti
    So langsam komme ich rein, der Simulator ist auch eine feine Sache. Die MT 400 pro ist doch in ordnung, das muß man allerdings erstmal wissen: Die Trimmung für Gas gehört ganz nach unten, bzw. so, daß der Heli bei Mittelstellung schwebt. Ich war heute noch einmal beim Händler und habe jetzt halt zwei FP-Helikopter. Aber ich muß mir noch was für den Akku und den Regler überlegen: Der Akku wird mit einem Riegel festgeschraubt, der Regler ist mit einem Kabelbinder auf dem Akku fixiert - geht kaum blöder, zumal der Akku den Regler aufheizt. Vermutlich benutze ich einfach Klettband für den Akku, oder einen wiederverschließbaren Kabelbinder. Schrauben will ich im Gelände nicht, denn irgendwann fällt eine Schraube runter. Was ich mit dem Regler anfange, weiß ich noch nicht so genau, ihn auf den Akku zu schnallen halte ich für eine schlechte Idee. Leider ist der Motor direkt angelötet, es besteht also nicht viel Freiheit bei der Neupositionierung. Bilder folgen, ich mache mich jetzt an die Arbeit.