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JAyThaRevo

F5B/F5F Contest- Eurotour Bewerb in Meggenhofen 12.07.-13.07.14

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Und wir machen wieder halt beim nächsten Eurotour Bewerb. Dieses Mal in Meggenhofen, Österreich. Obwohl ich jetzt auch bald 3 Jahre dabei bin, hatte ich noch keine Möglichkeit hier dabei zu sein. Streng genommen wird es diesmal ja auch nichts. Denn wer meinen letzten Eintrag verfolgt hat weiß, dass ich im Moment ohne Flieger bin. Aber seit dem hat sich wieder viel getan. Ich hab nun einfach meine Konsquenzen gezogen und beschlossen, dass wenn ich wieder von 0 anfange, dass es ordentlich wird. Darf mich also seit kurzem stolzer Besitzer einer DS-16 nennen und Karl war so nett und hat mir seine Avionik B10 mal als kleinen Vorschuss überlassen, damit ich noch vor dem Saisonende wieder in der Luft bin. Nun ist es aber immer so, dass es zum Semsterende hin sehr stressig wird. Dieser Stress zog sich bei mir bis zum 08. Juli, an diesem Tag hatte ich meine letzte Prüfung. Da ich ein sehr serieller Mensch bin will ich nicht 5 Dinge zu gleich machen. Aus diesem Grund übernahm ich die Avionik erst 3 Tage (09. Juli) vor dem Wettbewerb in Meggenhofen. Zusätzlich hab ich auch meinen Ferialjob angetreten. Deswegen blieb leider zu wenig Zeit, sich mit einem neuen Flieger und einer neuen Fernbedienung zu beschäftigen. Probiert hab ich es, aber im Unterbewusstsein stand ich ein wenig auf der Bremse. Im Stress macht man einfach Fehler, die einem sonst nicht passieren und das könnte ich mir nicht verzeihen. Aber ich hab kein Problem damit nur "zuzusehen".
Nun ging es ohne Flugzeug am Freitagnachmittag mit Karl in Richtung Oberösterreich. Zweieinhalb Stunden später kamen wir an und staunten nicht schlecht, denn der Modellflugverein bekam vor kurzem eine brandneue "Vereinshütte". Diese wurde von der Sportunion und dem Land zusätzlich gefördert. Und ich muss wirklich sagen, dass ich so etwas noch nicht gesehen hab. Das Haus glich eher einer Wohnung und nicht der Vereinshütte eines Modellflugklubs, aber seht selbst:

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Nach dem ersten Schock orientierte ich mich ein Mal. Es waren bereits einige Piloten hier. Angefangen von den Polen über die Schweizer bis hin zu Rudolf Freudenthaler und so herrschte bereits reger Betrieb. Aus Mangel an Werfern wurde ich zum "Fliegerwerfen" eingeteilt. Karl nutzte die letzten Flüge um sich ein wenig auf die Bedingungen (Wetter) einzustellen.Der Wind kommt von Nord Osten und bläßt somit leicht schräg von der B- Wende in die Strecke. Das ist insofern zu berücksichten als, dass man bei Wenden mit Wind runder fliegen muss um den Flieger nicht all zu sehr abzustoppen. Die Windrichtung sollte sich über das gesamte Wochenende auch nicht drastisch ändern. Karl's SF II lief gut und wie das so im Training ist, fliegt man schnell mal viele Strecken, kann sich gut im Zeitflug und bei der Landung schlagen. Die Kunst ist es dann nur diese Lockerheit in den Bewerb mit zu nehmen ! Aber wenn man den Tag vor dem Wettbewerb mit einem guten Gefühl beendet, dann ist das auch schon viel wert.
Eine weitere Besonderheit bei diesem Verein ist, dass die Familie Flixeder (sehr erfolgreiche österreischiche F3B Piloten) Mitglied ist. Da F3B und F5B eine gewisse Ähnlichkeit hat herrschte natürlich auch seitens Gerhard ein gewisses Interesse, sodass er bereits am Freitagabend hier war um bei den Vorbereitungen des Vereins zu helfen. Und so konnte Gerhard Flixeder Karl sogar noch den ein oder anderen Tipp geben. Eigentlich wäre, dass ein Mal ein sehr interessantes Trainingscamp, F3B und F5B zusammen zu trainieren. Man könnte sicher von einander lernen.

Wir waren dann noch bis 21:45 Uhr hier um ein wenig mit den Polen zu plaudern und das Clubhaus genauer zu besichtigen. Übernachtet haben wir im Elternhaus von Karl wo wir von der Familie seines Bruders noch göttlich verpflegt wurden .
Am Tag des Bewerbs ging es um 08:30 Richtung Flugplatz. Die Vorzeichen standen gut und das Wetter machte auch einen guten Eindruck. Am Platz begrüßten wir noch die letzten Piloten. Dieser Wettbewerb sollte schon eine kleine Generalprobe für die WM werden, und so war auch der zweite Helfer im Team AUT vertreten: Günther Pichler. In vergangen Tagen war er auch ein Mal Wettbewerbs Pilot in der Klasse F3B. Er weiß also worauf es ankommt !

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Vor dem ersten Durchgang

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Johannes und Günther


Nach dem Briefing ging es mit F5F los.
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Durchgang 1:
Karl hatte Startnummer 2 und Hannes hatte Startnummer 9. Grundsätzlich war Franz auch gemeldet, aber der war am Samstag leider beruflich verhindert. Er sollte am Sonntag zu uns stoßen.
Aufgrund einer local rule waren die Piloten gezwungen in die Strecke zu starten, aber alles halb so wild.

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Der Start musste in die Strecke erfolgen

Karl startete mit gute Rundezeiten. Niedrige 15er bei den 4er und hohe 24-25er Zeiten führten zu 48 Strecken. Wobei die letzte Strecke richtig knapp war. Gute 5 Sekunden vor Schluss wendete er zum letzten Mal und ab dann schien die Zeit stehen zu bleiben. Der Rückenwind half natürlich und so kam das "PIEP" und kurz darauf das Signal für den Zeitlfug.
Der Wind blies praktisch gleich wie gestern und so konnte ich gut beobachten welchen Unterschied es macht wenn man auf der A- Wende etwas sanfter wendet. Bis zu einer Sekunde war der 6er schneller. Im Zeitflug ging es dann auch heiß her. Durch die hügelige Landschaft und den lebhaften Wind war es schwer den richtigen Ort zu finden. Aber weit im Norden ging es gut nach oben. Karl konnte dies gut ausnützen. Aber so schnell es nach oben ging so schnell war die Thermik wieder weg. Näher bei uns konnte man eigentlich nur mehr die "Hangkante" nutzen um so noch ein paar Meter zu machen. Kurz vor dem Ende musst er zwar ein mal kurz einschalten aber er brachte es gut nachhause und landet nur eine Sekunde zu früh.
Als nächstes war Hannes an der Reihe. Die ersten Runden präsentierten sich gut, die ersten paar B-Wenden war sehr knapp und so kam es wie es kommen musste, ein Ringerl. Er hat aber schnell reagiert und konnte es gut ausbessern. Kurz darauf schaltet er den Motor um einen Bruchteil einer Sekunde zu früh ein. Nun hieß es die Nerven zu behalten, aber das bekam er gut hin. Somit erflog er noch ganze 47 Strecken. Im Zeitflug war es nicht so wie bei Karl möglich Höhe aufzubauen, jedoch konnte er über lange Zeit die Höhe gut halten. Aber auch er musste ein Mal einschalten. Seine Landung war wie gewohnt gut bei 10:01. Ich muss schon sagen, das war keine schlechte Leistung. Nach zwei Fehlern die Nerven nicht wegzuwerfen und normal und ruhig weiter zu fliegen. Im speziellen seine Flugstil auch noch anzupassen.
Als direkter Konkurrent der beiden war auch Thomas Wäckerlin vor Ort. Die deutschen ließen sich leider nicht blicken, genau so wie die Italiener.
Thomas ging es leider nicht so gut, auch er musste ein Ringerl fliegen. Weil er dann schon recht langsam war, schaltete er den Motor innerhalb der Strecken ein und musste so wiederum eine liegen lassen. Er beendete den Streckenflug mit 45 Strecken. Damit stand die Platzierung für diesen Durchgang fest. Karl vor Johannes und Manfred Oberleiterner.
Der Manfred ist nämlich auch immer wieder für eine Überraschung gut, im gelangen 47 Strecken und im Zeitflug konnte ich ihm durch einen Tipp dazu verhelfen nicht abzusaufen. So etwas ist herrlich, wenn man noch ordentlich Höhe aufbauen kann und das ganz ohne Motor. Das ist wirklich das Schöne an unserer Klasse. Speed und thermikschleichen !
Kurz vor dem 2. Durchgang in F5B zog vom Nord Westen ein richtig schwarze Gewitterfront auf. Wir setzten uns in unser Zelt und wartet das Unwetter ab. Zwischenzeitlich regnete es so stark, dass man kaum sein eigenes Wort verstand. Und wie das bei Gewitter so ist, hat nicht mal 50m von uns ein Blitz einschlagen. Dem getroffenen Baum erging es nicht so gut:

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Das heraufziehende Unwetter konnte man schon aus großer Entfernung erkennen.

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Direkter Einschlag des Blitzes

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Durchgang 1


2. Durchgang:
Kurz nach dem Unwetter schien wieder die Sonne und kurz danach ging es mit F5B weiter. Karl war an der Reihe. Es war ein recht unspekatkulärer Flug ohne größere Fehler und wie es oft nach Regen ist, war es nicht besonders schnell. Er flog 47 Mal hin und her. Im Zeitflug ging es ähnlich zäh weiter. Hier und da bekam man ein paar Meter mit, aber grundsätzlich ging es nach unten. Diesmal musst er auch mehr im Streckenflug investieren und so schaffte er es leider nicht die 10 Minuten auszufliegen. Einen Streicher draf man sich ja leisten !
In der Zwischenzeit flog Thomas Wäckerlin 48 Strecken. Er fand Thermikanschluss und konnte die 10 Minuten voll machen. Der Landeanflug war noch interessant weil er noch zwei Mal kurz den Motor einschalten musste. Beim ersten Mal glaubte man, dass er eventuell nicht durchkommt und der Limiter derjenige war der abgeschalten hat, aber als ich ihn darauf ansprach hat er gemeint, dass er sich nur ein wenig bei der Landeeintelung verschätzt hat und deswegen zwei Mal nur ganz kurz einschaltet. Er war also ein heißer Kandidat auf den 1000er.
Nun war wieder Hannes an der Reihe. Im gelang ein schöner Flug, 48 Strecken standen auf seinem Konto. Die Chance auf den 1000er lebte also ! Er stieg sehr hoch in der Hoffnung weit oben den Verwirbelungen am Boden zu entgehen. Eine Zeit lang ging, das auch gut, aber irgendwann muss man einfach den Flieger umdrehen und mit dem Wind fliegen. Speziell beim fliegen in Windrichtung verlor er stark an Höhe. Als er 2 Minuten vor der Landung noch ein Mal einschalten wollte wurde er leider enttäuscht, der Limiter war wohl der Meinung, dass er bereits 1750Wmin verbraucht hat. Also musste auch er zu früh landen. Schade.
Thomas Wäckerlin sichert sich somit den 1000er vor Manfred Oberleitner und Petr Janku!

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Durchgang 2

Es ging dann wieder mit F5F weiter und da die Zeit schon fortgeschritten war, war es der letzte Durchgang für heute. Es wird morgen also mit F5B begonnen.
Wir ließen den Abend noch nett ausklingen, Karl redete sehr intensiv mit Gottfried, Hannes und Günther genehmigten sich ein Abendessen. Die schönen Abendsonne konnte das Clubhaus noch ein Mal so richtig in Szene setzen.

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Abendsonne

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Karl und Gottfried im Gespräch

Karl und ich gingen zu einem Wirten im Dorf wo wir auf weitere Piloten und deren Begleitungen trafen. Wie das so ist, wenn wir alle zusammen kommen, dann werden immer viele Fliegergeschichten erzählt. Grueneis Manfred sprach zum Beispiel übers Freifliegen (F1A) und dessen Herausforderungen. Da kommt man schon ins Staunen wenn man, so wie ich, keine Ahnung von dieser Klasse hat. Thomas schwelgte in alten Zeiten und faszinierte uns mit seinen Geschichten über die Erfahrungen die, die Schweizer beim DS (Dynamic Soaring) fliegen gesammelt haben. Da sind unsere "F5 Kisten" richtig langsam dagegen. So etwas würde ich gern ein Mal live erleben !
Gegen viertel Zwölf fuhren wir nach Hause um auch noch ein wenig zu schlafen. Im Bett angekommen dauerte es keine 5min bis ich schlief. Ich bin immer wieder erschaunt darüber wie anstrengend so ein Wettbewerbstag ist und dabei bin ich noch nicht ein Mal mitgeflogen!
Der nächste Tag begonn kurz nach 07:00 Uhr, wie auch schon gestern wurden wir vorzüglich verpflegt und so ging es gut gestärkt in Richtung Flugplatz. Bei der Fahrt dorthin konnte man aber bereits das Wetter erahnen: Regen. Am Platz angekommen begrüßten wir auch noch Franz der viel auf sich genommen hat um am Sonntag dabei zu sein. Leicht übermüdet machte er aber trotzdem einen guten Eindruck. Dass er bereits zwei Flüge gemacht hatte bevor wir kamen deutete aber auf eine hohe Motivation hin.

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Franz, hoch motiviert !

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Das Wetter versprach nichts gutes...

Dann kam es wie es kommen musste und wir verbrachten einen Teil des Vormittags bei strömenden Regen in unserem Teamzelt . Wie vorhin bereits angesprochen war der Wettbewerb in Meggenhofen als kleiner Test für die WM geplant, damit uns dort keine Überraschungen erwarten. Deswegen war auch Günther mit der gesamten Ausrüstung vertreten ! Unglaublich, aber ein Ort an dem man sich als Team zurückziehen und beraten kann ist sehr viel wert. Bereits hier in Meggenhofen hat sich das Zelt schon bewährt. Einzig die Kühlung muss noch optimiert werden, denn bei 30°C im Schatten hat es in diesem Zelt sicher um die 50°C , genau aus diesem Grund gab es diese "Generalprobe".

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Zelt von außen + Snackbar

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Zelt von Innen

Als der Regen dann nachließ machten sich die F5B Piloten für den 3. Durchgang bereit.

Ab hier findet die Berichterstattung eine Woche später statt, dadurch kann ich mich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern. Leider!

3. Durchgang:
Da sich an der Startreihenfolge zu gestern nichts veränderte war Karl als erstes von den dreien dran. Nach dem gestrigen "Absaufer" nahm Karl ein wenig Leistung heraus um auch sicher durchzukommen. Er flog tortz geringerer Leistung 48 Strecken und den Zeitflug meisterte er auch und brauchte nur 2 Sekunden Motor. Die Landung war eine Sekunde zu früh im 10m Kreis. Damit legte er nun ordentlich für die anderen vor.
Franz ging es ähnlich, er flog ebenfalls sehr sauber und hatte 48 Strecken auf der Uhr. Im Zeitflug lies er nichts anbrennen, jedoch war der Landeanflug nicht das Gelbe vom Ei und er verhungerte ein wenig und kam bereits im 30m Kreis zu liegen. Somit gab er 20 Punkte ab und damit die Chance auf den 1000er. Ich würde den Wettbewerbseinstieg dennoch als geglückt bezeichnen ! Auch Hannes schaffte es, sein Können in der Strecke abzurufen und flog ebenfalls 48 Strecken. Im Zeitflug fand er sogar Anschluss an die Thermik und kam ohne Motor aus. Ich stand mit Gottfried ein wenig entfernt und verfolgten den Zeitflug von Hannes. Es war wirklich schön zu sehen wie er die darüber ziehende Wolke für sich nutzen konnte. Innerhalb kurzer Zeit konnte er sehr viel Höhe aufbauen. Die Landung war mit einer Sekunde zu früh im 10m Kreis astrein. Und wem gehörte nun der 1000er? Thomas Wäckerlin legte ebenfalls 48 Strecken auf und kam auch ohne Motor aus. Bei der Landung patzte er jedoch ein wenig, denn er blieb bereits im 20m Kreis liegen. Um Hannes nicht zu sehr zu stressen (Thomas flog vor Hannes) behielt ich diese Information einige Zeit für mich, er war sichtlich erfreut als ich ihm die Nachricht über den 1000er bei der Landung überbrachte ! Karl sicherte sich mit zwei "Miesen" mehr als Johannes den zweiten Platz (998,2 Prom.). Thomas folgte auf dem dritten Platz.

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Durchgang 3

Gottfried verriet mir an diesem Wochenende viel über das Aufspüren von Thermik. Dafür herschten perfekte Bedingungen da die Wolken tief und schnell über den Platz zogen. Hier eine kleine Wolkenkunde (kein Gewähr auf Vollständigkeit ):

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Sich bildende Schleier (Cirruswolken) sind immer ein gutes Anzeichen für Thermik

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Cirruswolken und zusätzlich "Gewitterwolken"


Obwohl die Zeit schon ein wenig vorangeschritten war (bereits nach Mittag) entschied sich die Wettbewerbsleitung dazu einen weiteren Durchgang in F5B abzuhalten. Zur Freude vieler, denn dadurch hatte man die Möglichkeit den ein oder anderen "Absaufer" aus der Wertung zu streichen .

4. Durchgang:
In diesem Durchgang wurde die Startreihenfolge geändert. Es sollte in umgekehrter Reihenfolge zur aktuellen Platzierung gestartet werden. Somit hieß es für Franz, der ja erst am Sonntag zu uns gestoßen ist (und damit 2 0er in der Wertung hatte), dass er als erstes an der Reihe war.
Franz sagte im Vorfeld, dass er volles Risiko nehmen wird, denn er könne sowieso nichts verlieren ! Meiner Meinung nach gelang ihm, das in der Strecke auch sehr gut. Enge B-Wenden verhalfen ihm wiederrum zu 48 Strecken. Im Zeitflug hatte er jedoch ein wenig zu kämpfen. Denn nach bereits 5min musste er den Motor wieder einschalten. Mehr als ein Hupfer wird es nicht gewesen sein. Ich zitterte wieder ein etwas Entfernung mit Gottfried. Da ich meine Stoppuhr zuhasue gelassen haben (mach ich nie wieder ) musste Gottfried mich mit aktuellen Zeitansagen füttern.
Kurz nach dem letzten Hupfer sah es aber nicht sehr rosig aus. Es ging nach unten. Drei Minuten vor Schluss konnte er jedoch ein wenig Thermik finden und sich so noch einige Zeit halten und für einige Zeit sah es auch ganz gut aus aber leider reichte es aber nicht ganz und so blieb er bei 8min55s, noch dazu wieder im 30m Kreis, liegen.
Karl war an der Reihe als ich gerade dabei war Manfred Oberleitner im Zeitflug zu helfen. Die kleine Wolkenkunde mit Gottfried trug sofort Früchte. Manfred konnte im Zeitflug so viel Höhe aufbauen, dass er bereits 3min vor Schluss damit anfangen musste Höhe abzubauen. Es gung ähnlich wie in Maria Buch nur "nach oben".
Im Hintergrund hörte ich, dass Karl einen Motor-Einflug hatte und wenig später hörte man einen Knall. Dabei verlor die Maschine beim Ausschalten des Motors die Fläche was zu einer ballistischen Flugbahn des Rumpfes führte. Die Fläche segelte dabei sanft zu Boden und verschwand im angrenzenden Maisfeld. Karl fasste die Situation treffend zusammen: "Kann das Zeug nicht einfach ein Mal halten?".
Der Sieg entschied sich nun nur mehr zwischen Hannes und Thomas. Es blieb also spannend !
Hannes flog vor Thomas und blieb ganz cool und zauberte als einziger 49 Strecken in den Himmel. Der Zeitflug verlief auch ohne größere Vorkommnisse. Thomas konnte nicht ganz an den Erfolg von Hannes anschließen und musste sich mit 48 Strecken zufrieden geben. Aber auch er flog im Zeitflug suverän und blieb mit einer 991er Wertung nur knapp hinter Hannes.

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Durchgang 4

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Hannes war sichtlich erleichtert nach der letzten Landung


Die Platzierungen lauteten also wie folgt:
  1. Hannes Starzinger
  2. Thomas Wäckerlin
  3. Manfred Oberleitner


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Stockerl in F5B

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Stockerl in F5F

Gratualtion an die Gewinner! Manfred zeigte wirklich eine tolle Leistung und mit ein wenig mehr Glück hätte es der ganz große Coup werden können !
Glücklicherweise wurden alle Teile von Karl recht schnell geborgen und die Fehleranalyse zeigte, dass die Schraubbuchsen glatt aus dem Rumpf gerissen wurden. Warum genau es nun nicht gehalten hat ist schwer zu sagen. Die Fläche blieb zum größten Teil unbeschädigt und kann weiter verwendet werden. Der Akku, Regler und Prop waren kaputt. Der Motor schaute so weit ganz gut aus. Die Rumpfschnautze war glatt abgerissen. Aber das wundert einen nicht, denn das Modell bohrte sich einige 10cm tief in den Boden und musste ausgegraben werden.

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Die Unglücksmaschine...


Es folgte dann recht zügig die Siegerehrung durch den Vereinsobmann und den Wettbewerbsleiter.
Und man kann es gar nicht oft genug sagen, vielen, vielen Dank an die Mitglieder des Vereines in Meggenhofen für die Ausrichtung des Bewerbs. Das neue Clubhaus machte sich wirklich gut und ich hoffe auf noch viel weitere Bewerbe in Meggenhofen ! Das nächste mal eventuell mit mir
Da Karl noch in Oberösterreich blieb fuhr ich mit Günther heim. Nach der Siegerehrung verabschiedeten wir uns von allen und traten die Heimreise an. Wir ließen das Wettbewerbsgeschehen noch ein Mal ausführlich revue passieren und analisierten die Absaufer. Aber alles in allem würd ich sagen, stehen die Vorzeichen für die WM sehr gut. Unser Team ist heuer sehr stark und unsere Nachbaren können sich warm anziehen !

Da ich diese Zeilen eine Woche nach dem Wettbewerb schreibe kann ich bereits verkünden, dass Karl durch einen sehr hohen Arbeitseinsatz es geschafft hat die abgestürtzte Speedfire in nicht ein Mal 5 Tagen wieder auf vordermann zu bringen. Mit zusätzlich 14g kann sich die Reperatur wirklich sehen lassen! Auch von meiner Seite kann ich positives berichten. Nach dem Bewerb schaffte ich es an 2 ruhigen Bastelabenden die B10 Flugfertig zu bekommen so, dass am vergangen Donnerstag (17.07.) der "zweite Erstflug" stattgefunden hat. Nun werde ich also doch am Vorwettbewerb der WM teilnehmen können. Jetzt heißt es aber wieder trainieren, trainieren, trainieren !
Zum Abschluss möchte ich noch hinzufügen, dass ich diese Mal eine etwas professionellere Kamera als mein Handy dabei hatte. Deswegen sind es ein paar mehr Fotos geworden!

Danke an alle die bis hierhin durchgehalten haben.
Und wie immer: Kommentieren und bewerten ! Danke!

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Zwei wichtige Persönlichkeiten aus der Szene

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Petr's SFII


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Karl und Günther im Zeitflug

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Ein wenig Werbung darf schon sein


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Der Landeanflug von Hannes, scheint zu stimmen

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Hier wird heftig diskutiert

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Sicher ist sicher

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Das Clubhaus von einer anderen Perspektive

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Manfred beim Zusammenbau seiner Maschine

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Man beachte den Wind!

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Nach dem Bewerb zeigte Bernhard Flixeder worin er noch weltmeisterlich ist, aber wo ist hier vorne und wo ist hier hinten ?
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Modellflug , Events

Kommentare

  1. Avatar von uxqb772
    Wirklich ein toller ausführlicher Bericht
  2. Avatar von JAyThaRevo
    Zitat Zitat von uxqb772
    Wirklich ein toller ausführlicher Bericht
    Danke !
  3. Avatar von Gernot Tengg
    Top! Da hoff ich doch glatt dass ich dieses Jahr dabei sein kann.

    Weiter so Julian. Deine Berichte sind interessanter als 90% der Berichte in FMT & Co
  4. Avatar von JAyThaRevo
    Zitat Zitat von Gernot Tengg
    Top! Da hoff ich doch glatt dass ich dieses Jahr dabei sein kann.

    Weiter so Julian. Deine Berichte sind interessanter als 90% der Berichte in FMT & Co
    Danke für die Blumen!
    Na wenn die mal was über F5 schreiben würden, wäre es vllt auch interessanter ! Mal die neue B14 oder so testen !

    Lg