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JAyThaRevo

F5B/F5F Contest- Eurotour Bewerb in Oberpullendorf 07.06.-08.06.14

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Bereits unter einem schlechten Licht ging es für mich mit der Vorbereitung für den ersten Eurotour Bewerb in Österreich los. Kurz nach dem ersten nationalen Bewerb in Maria Buch fingen die Probleme an.

Kleiner Einschub:
Da ich keine Zeit für die Dokumentation des Bewerbs in Maria Buch hatte möchte ich das hier ein wenig nachholen.
Maria Buch verspricht jedes Jahr zu einem Traumbewerb zu werden. Toller Flugplatz und richtig nette Clubmitglieder.

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Panorama Maria Buch (Samstagabend)

Im Vorfeld dieses Bewerb standen die Zeichen gut, das Material passte und ich konnte vorher bereits einige Trainingsflüge durchführen. Ich kam also mit einem guten Gefühl am späten Nachmittag dort an. Die Wettervorhersage war zwar alles andere als gut jedoch wurde ich bei der Ankunft positiv überrascht. Kein Regen und windstill. Währenddessen einige Kilometer süd-östlich das Wetter an den Weltuntergang erinnerte . Was mich auch noch überraschte war, dass ich als einziger Pilot dort war, aber dies lag vermutlich an der Wettervorhersage. Die Vereinsmitglieder erwarteten mich schon herzlich und waren selbst ein wenig verwundert, dass ich der einzige an diesem Tag sein sollte. Einem Flug stand also nichts im Weg . Nach den kurzen Vorbereitungen ging es auch gleich los und ich konnte zwei gute Trainingsflüge durchführen. Auch das Landen ist auf dem weiträumigen Flugplatz entspannt, ganz egal von welcher Himmelsrichtung man anfliegt. Mein letzter Trainingsflug endete mit 45 Strecken, 0 Sekunden Motor im Zeitflug und eine Sekunde zu früh im 10m Kreis. So etwas würde ich mir morgen auch wünschen. Danach packte ich zufrieden meine sieben Sachen und fuhr zu meiner Unterkunft für die Nacht.
Am nächsten Tag ging es früh los, Gernot Tengg war bereits am Platz und bereit für seinen ersten Bewerb. Das Wetter in der Früh versprach einen sonnigen aber windigen Tag. Mit einiger Verzögerung ging der Bewerb dann auch mit der Klasse F5F los. Ich übernahm die Rolle des Helfers für Gernot. Er schlug sich ganz gut sodass er mit sich selbst auch zufrieden war. Für mich war es eine neue Erfahrung, da ich noch nie so "vollständig" gecoacht habe, aber mir gefiel es gut. Das könnte ich ruhig öfters machen. Im Laufe des Bewerbs verbesserte er sich auch immer weiter, sodass ich seinen Wettbewerbsauftakt durchaus als geglückt bezeichnen würde. Weiter so !
Ich startet ein wenig nervös in meinen ersten Flug, aber alles halb so wild. Mein Gefühl im Vorfeld des Bewerbs hat mich zum Glück auch nicht getäuscht, ich wurde immer entspannter, machte kaum Fehler und so konnte ich mein Können ausfliegen. Dadurch konnte ich meine bisherige Bestleistung von 44 Strecken ein Mal mit 45 Strecken einstellen. Die restlichen Flüge waren auch mit 44 Strecken ganz zu meiner Zufriedenheit. Thermisch waren die Gegebenheiten sehr wechselhaft und selektiv. Von extrem nach oben bis extrem nach unten.
Beim zweiten Flug zum Beispiel musste ich innerhalb von 3 Minuten den Motor zwei Mal einschalten. So etwas hab ich noch nicht erlebt und im letzten Durchgang brauchte ich keinen Motor und kam im Segelflug auf über 530m. Hier die Logs dazu:
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"Saufen"

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Wie im Aufzug. "10ter Stock bitte!"

Aber wo mir die Übung fehlte war das Landen. Zwei mal ist mir der Flieger um die Spinnerlänge aus dem 10m Kreis gerutscht... Beim letzten Durchgang hab ich mich komplett verschätzt und blieb sowieso vorm 30m Kreis liegen... Die Lehre die man daraus ziehen sollte: Landen gehört genau so wie der Streckenflug zum Bewerb! Man legt oft das Training rein auf das Streckenfliegen. Was man aber auch noch gemerkt hat, ist dass ich im Streckenflug langsam mehr Leistung vertrage. Im Moment hab ich ein 28-29 Sekunden Setup, das reicht für drei hohe Steigflüge im Zeitflug. Im Vergleich zu anderen Piloten flieg ich ein "zahmes" Setup. <5kW im Peak und fällt bis zum Abschalten auf unter 4kW.
Apropos andere Piloten, Karl flog jeden Durchgang top herunter. Und holte sich bis auf ein Mal alle 1000er. Streckenanzahl um die 50 waren dieses Mal keine Seltenheit. Da bin ich auch noch weit vom fliegerischen entfernt. Aber ich stress mich da nicht.
Hier gibt es auch noch schöne Fotos (Bilder von neuen Gesichtern, Gernot und mir, Gernot bei der Jagd um Landepunkte, usw...).
Ergebnisse hier.

Zurück in die "Gegenwart":
Beim ersten Training nach Maria Buch landete ich und hörte, dass der Regler Piepstöne von sich gab. Laut Anleitung bedeuteten diese "ungültiges Empfängersignal". Ich dachte mir nicht all zu viel und startete in den nächsten Flug. Im Zeitflug setzte dann plötzlich die Empfangsanlage für einige Sekunden aus. Ich rechnete schon mit dem Schlimmsten. Aber nach einigen Sekunden konnte ich die Avionik wieder steuern und sofort und sicher landen. Zuhause baute ich die Empfangsanlage aus und kontrollierte den Log, fand aber keine Unstimmigkeiten. Der Log zeigte ein abruptes Ende (letzter Höheneintrag: 130m). Alles andere zeigte sich normal, sogar die Empfängerspannung wurde mit 5V zuletzt gelogged.
Einige Zeit später ging ich noch ein Mal mit Karl fliegen, in der Hoffnung, dass sich das Problem in "Luft" auflöst. Das passierte natürlich nicht und so hatte ich wieder das selbe Problem. Danach entschloss ich mich die Empfangseinheit komplett neu zubauen. Neues BEC, neuer Schalter und neuer Empfänger. Ich führte sogar einen "Langzeittest" der Anlage durch in dem ich das Servotestprogramm der Fernbedienung für 25min laufen lies. Alles normal, kein Aussetzer. Das war dann kurz vor dem Bewerb in Oberpullendorf. Am Donnerstag vorher fand ich noch Zeit für ein Test. Wie vorhin erwähnt wollte ich auch die Leistung ein wenig steigern. Dazu borgte mir Karl einen 6° Spinner, im Moment verwendete ich einen 5° Spinner. Beim Start passierte es dann, kurz nachdem ich den Motor eingeschalten habe löste sich der Spinner. Der Flieger war vielleicht 4m hoch und zum Glück konnte ich ihn noch abfangen und vorm Strömungsabriss bewahren. Die Landung auf die Nase war zwar ein wenig hart, aber alles halb so wild. Das hätte viel schlimmer ausgehen können. Als ich den Spinner nach einiger Suche wieder montieren wollte verkantete er sich, sodass ich ihn nicht mehr korrekt montieren konnte. Also hieß es zusammenpacken und ab nachhause. Die fahrt auf den Flugplatz war also für die Katz und es war der letzte Tag vor dem Bewerb. Zuhause musste mir mein Vater helfen um den Spinner von der Welle zu bekommen. Danach wurde sie leicht abgeschliffen und auch noch ein zweites Mal abgeflacht. Die Engländer haben die Theorie, dass man nur eine Madenschraube verwenden sollte, da dadurch die Fläche und damit die Reibung größer wird. Ganz nachvollziehen kann ich, das ehrlich gesagt nicht .
Am Freitag fuhr ich dann wieder gemeinsam mit Karl nach Oberpullendorf. Wir haben extra ein wenig mehr Zeit eingeplant damit ich meinen Flieger testen konnte. Dort angekommen ging es an das Zusammenbauen und ab zum Fliegen.
Beim Testen ob der Spinner auf der Welle haltet gab es dieses Mal keine Probleme, also ab zum fliegen. Die ersten Steiger verliefen problemlos, der 6er war sogar eine niedrige 26er Zeit (schnell für mich). Aber beim 5. oder 6. Steiger hatte ich beim Einschalten überhaupt keine Leistung mehr. Also wieder landen und nochmal alles rausreißen. Eine Kleinigkeit fand ich sogar, der Minuspol des 400A- Messhunts hat sich gelöst. Sonst fand ich aber nichts. Nach einer kurzen Lötung war ich wieder startbereit.
Der nun folgende Flug sollte aber mein Letzter werden . Gleiches Verhalten als bei den vorangegangen Flügen, die ersten Runden verliefen normal, und dann plötzlich ging nichts mehr. Diese Mal kam die Kontrolle auch nicht wieder und ich durfte die Trajektorie der Avionik bewundern, gefolgt von einem dumpfen "BUMMM". Nachdem der erste Schock abgeklungen war legte ich meine Sachen zur Seite. Der Flieger landete in einem sehr dicht bewachsenem Feld und fing an zu rauchen. Im Endeffekt muss man sogar froh sein, dass das passiert ist denn sonst hätte ich die Avionik in diesem dicht bewachsenem Feld nie mehr gefunden. Nachdem ich mich durchgekämpft hatte musste ich durch beherztes anziehen den Flieger aus seinem 30cm tiefen Loch befreien. Hier ein paar Eindrücke der Absturzstelle und der Überreste (man beachte die glatt abgeschnittenen Pflanzen im Hintergrund ).

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R.I.P.

Die SD Karte überlebte das Inferno sogar und zeigte das selbe Verhalten wie die vorherigen Flüge. Plötzlich in 140m Höhe, nach dem Steigflug, hört der Log auf. Nicht nur, dass man den Flieger verloren hat, nein man weiß auch nicht ein Mal so recht warum. Eine mögliche Spekulation wäre ein defektes Servo welches entweder das BEC oder den Empfänger-LiPo überlastet hat und darum zum abrupten abschalten führte. Die Wahrheit wird mir wohl verborgen bleiben.
So etwas muss man schnell abstreifen, das Risiko bei diesen hochtechnisierten Modellen fliegt immer mit, dass sollte einem Klar sein und hin und wieder muss man einen Verlust hinnehmen. Obwohl ein Totalverlust natürlich sehr bitter ist.

Machen wir nun einen kleinen Sprung auf den nächsten Tag zum Wettbewerb. Das Wetter präsentierte sich einzigartig. Leichter Wind und keine Wolke am Himmel.

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Da ich nun fliegerlos war nahm ich einfach meine Rolle als Helfer ernster, auch im Hinblick auf die WM in Turnau. Dort sollten gewisse Abläufe einfach sitzen.
Nach kurzer Zeit stand die Starteihenfolge Fest: Karl (4) war als erstes an der Reihe, danach Johannes (8) und danach kam Franz (13). Die Einteilung von der Wettbewerbsleitung passte auch gut, sodass sich die drei gut gegenseitig helfen konnten.

DG1:
Vor Karl konnte man die anderen Piloten beobachten und die Verhältnisse bereits abschätzen. Leider verhießen diese nichts gutes. Die Luft war "zäh" wie man so schön sagt. Karl flog saubere Runden und konnte 47 Strecken herauskitzeln. Gleiches Bild im Zeitflug, es ging nur "nach unten". Und so musste er leider 50 Sekunden früher landen. Im Log sah man, dass selbst 600 Höhenmeter nicht für die 10 Minuten segeln gereicht haben. Aber da muss man die schlechten Bedingungen verantwortlich machen. Wenn man etwas gewinnen möchte, dann kann man sein Setup nicht auf solche Bedingungen abstimmen. So etwas im Vorfeld abzuschätzen ist auch nicht ganz einfach.
Als nächstes kam Hannes. Er hatte schon bessere Bedingungen. Die B-Wende rückte gefühlsmäßig aber immer weiter weg, sodass leider 2 Ringerl notwendig waren. Im Endeffekt waren es 44 Strecken. Beim Segeln ging es ihm aber besser als Karl und er konnte immer wieder Anschlüsse an die Thermik finden. Die Landung passte auch.
Fast zum Schluss der F5B Gruppe kam Franz an die Reihe.
Die Eröffnungsrunde schnell, aber dann gings los. Gleich auf den 6er, dort konnte man bereits nach 23,7s auf die Stoppuhr drücken ! Noch ein 6er und noch ein 6er, da merkte man aber auch, dass das gute Wetter wieder ein wenig einschläft. Der letzte 6er war eine hohe 25er. Dann wurden noch ein paar 4er geflogen. Kurz vor Schluss setzte Franz zum vierten 6er an, leider ließ das Wetter diesen ehrgeizigen Plan nicht ganz zu und so musste er den letzten Steigflug mit einem 3er beenden. Dafür hatte er noch ein wenig Zeit über und konnte so auf große Höhen steigen. Summasumarum standen 47 auf der Uhr. Gleich auf mit Karl.
Im Zeitflug wurde ordentlich gekämpft, 3min vor Schluss war man kurz davor den Motor einzuschalten, aber durch sanftes fliegen konnte diese Zeit noch überstanden werden. Schöner Flug Franz!
Das Maß aller Dinge war wieder ein Mal kein geringerer als Wolf Fickenscher. Man konnte gut beobachten wie auch bei ihm das Wetter besser wurde. Die Bedingungen waren am Anfang sehr schlecht, der erste 6er schlug sich mit 27,8s zu buche, aber dann gings los. Die Zeiten verringerten sich bei den 4er von 17s auf niedrige 15er Zeiten und bei den 6er auf 24er. Dieses Wetter hielt bis zum Schluss und bescherten ihm 49 Strecken. Verdient führt er nach dem ersten Durchgang vor Franz und Thomas Wäckerlin.

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1. Durchgang

DG2:
Neuer Durchgang neues Glück? Jein.
Die Startreihenfolge ändert sich im Vergleich zum ersten Durchgang nicht. Also musste Karl wieder ran. Leider erinnerte das Wetter sehr stark an den Durchgang davor. Trotz Fehlerfreiheit konnte er nicht mehr als 43 herauskitzeln. Im Zeitflug mussten er ein Mal den Motor einschalten um Thermikanschluss zu finden, aber so bald das geschafft war, ging es steil nach oben. In einiger Ferne zog gerade eine dicke Gewitterwolke vorbei die ihn schön nach oben zog (der Log zeigte ein Höhe von 430m). Als es dann zur Landung kam löst sich gerade noch eine Thermikblase und Karl musst den Flieger etwas hart in den Landekreis setzen.
Als Hannes an der Reihe war standen die Zeichen schon besser. Neutrales Wetter und sauberes fliegen führte zu 48 Strecken. Thermikflug und Landung verlief unspektakulär.
Franz erwischte ähnliches Wetter wie Karl und musste sich mit 44 zufrieden geben. Beim Thermikflug hingegen ging es heiß her. Der erste Steiger nach dem Streckenflug wurde schnell abgebaut, aber kurz vor dem nächsten einschalten fanden wir ganz leichte Thermik und und wir konnten uns einige Zeit halten. In solchen Situationen heißt es oft die Nerven zu bewahren und lieber noch einen Kreis fliegen und erst später einschalten. Wäre nicht das erste mal, dass es in Bodennähe gut geht. Und so konnte wir die Zeit noch "rüber biegen" ohne den Motor verwenden zu müssen. Die Landung verlief gut und so kann man sich nach dem Flug immer selbst beglückwünschen, dass man noch so tapfer gekämpft hat. Ich tue mir ein wenig schwer dies in Worte zu fassen wie dieses "kämpfen" aussieht. Aber man beobachtet das Verhalten seines Flugzeuges ganz genau und reagiert bereits auf die kleinsten Anzeichen. Das bedeutet aber auch, dass man sehr flach kreist und, das bei gleichzeitigen mitversetzen mit der Thermik. Speziell im Bodennähe geht, das nicht so schlecht da man den Flieger gut sieht und sein Verhalten gut beobachten kann. So kann man noch die ein oder andere Minute herausholen.
Bei Johannes lief es gut, die Avionik lief sauber in der Strecken. Er versteht es meiner Meinung nach am Besten die Maschine gut laufen zu lassen. Das bedeutet sanftes fliegen in den richtigen Situationen. Seine Rundenzeiten sahen gut aus. Niedrige 16er bis hin zu niedrigen 25ern was zu ganzen 48 Strecken führte. Da Hannes gleich nach Wolf flog bekamen wir mit, dass Wolf (49 Strecken) bei der Landung ein wenig gepatzt hat (20m Kreis). Somit war er theoretisch punktegleich und Hannes witterte seine Chance auf den 1000er. Nun war äußerste Konzentration im Thermikflug angesagt. Die Bedingungen auf diesem Platz waren nicht leicht zu lesen, manchmal konnte es an Stellen wo es eignetlich "nach oben" gehen sollte aber so "nach unten" gehen, dass man anfing an seinem Urteil zu zweifeln. Vor Wolf's Landung hab ich ihn ein wenig beim Segeln beobachtet und sah, dass er ganz gut Höhe machen konnte. Nachdem Hannes den Motor ein Mal kurz einschalten musste schickte ich ihn in diese Richtung. Dort konnten wir uns für den restlichen Flug gut halten. Die Landung funktionierte einwandfrei. Somit entschied sich die Platzierung dadurch wer den Motor mehr eingeschalten musste.
Etwas überraschend gewann aber Thomas Wäckerlin diesen Durchgang, mit einsamen 51 Strecken. Kurz sah es so aus als ob er die 10min nicht voll ausfliegen könne, aber wie auch Franz fand er nachdem er den letzten "50Wmin Hupfer" aus seiner Maschine holte in Bodennähe Anschluss an die Thermik und konnte so die 10min voll ausfliegen. Bei der Landung gab es auch keine Schwierigkeiten. Wolf sicherte sich durch einen sparsamen Thermikflug mit knappen Vorsprung den zweiten Platz in diesem Durchgang. Hannes wurde dritter.

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2. Durchgang (Reihenfolge wurde nicht nach Punkten geordnet!)

DG3:
Es war wie verhext, als Karl wieder an der Reihe war konnte er nicht mehr als 45 Strecken herausholen. Die Zeiten wollten einfach nicht weniger werden. Was soll man da groß machen? Selbst durch riskanteres, engeres fliegen kann man maximal eine Strecke mehr heraus holen. Aber ist es dieses Risiko wert? Ein Ringerl auf der B ist schnell passiert. Im Thermikflug wurde ähnlich gekämpft wie bei Franz im Durchgang zuvor. Es ging recht schnell herunter aber in Baumwipfelhöhe konnte er sich recht gut halten. Der Tag war schon weit fortgeschritten und die Sonne stand bereits sehr tief. Also mit richtiger Thermik war sowieso nicht mehr zu rechnen. Nach 5 Minuten musste Karl ein Mal einschalten. Konnte es dann aber sauber nach Hause fliegen. Der Durchgang für Johannes war schnell wieder vorbei. Beim zweiten Steiger krachte es Laut und es war sofort klar, dass der Antrieb beschädigt war. Eine kurze Untersuchung am Boden ergab einen geplatzten Rotor.
Franz erwischte es ganz gut und konnte mit 46 Strecken zufrieden sein. Die Zeiten ließen nicht mehr zu. Beim Segeln hieß es großflächiges Abkreisen und der Rest verlief eigentlich wie aus dem Bilderbuch.
Wolf flog wieder ein Mal 2 Strecken (48) mehr und landete sauber mit "einer Miesen". Aufgrund eines Fehlers des Wendemarkenrichters bekam Thomas kein Signal auf der B und bekam somit einen Re-Flight. Den konnte er super nutzen und setzte noch ein Mal einen drauf mit 49 Strecken. Zur Landung hin war es noch ein mal spannend. Die letzten paar Wmin verhalfen ihn zu sehr wichtigen Höhenmetern. Zugleich konnte er die abstrahlende Bodenwärme nutzen um noch ein paar sehr flache Kreise zu fliegen um nicht zu früh landen zu müssen, es war wirklich haarscharf. Damit sicherte er sich wieder den 1000er für diese Runde. Wolf als Zweiter und Franz auf dem dritten Rang.

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3. Durchgang (Reihenfolge wurde nicht nach Punkten geordnet!)

Es war schon recht spät geworden und der Tag war lang gewesen. Also packten wir unsere sieben Sachen und fuhren zum Duschen in unser Quartier. Danach trafen wir uns noch mit den Riegler's zum Abendessen und ließen den Abend nett ausklingen.

Der Sonntag präsentierte sich ähnlich schön wie der Vortag. Jedoch bildeten sich hier und da Schleier die auf gute Thermik hoffen ließen. Der Bewerb begann erst um 10:00 und fing mit F5F an. Somit konnten wir uns Zeit lassen und ausschlafen .
Hier angekommen war der letzte Durchgang in F5F bereits im vollen Gange.

DG4:
Die Startreihenfolge wurde wieder beibehalten. Karl erwischt dieses Mal besseres Wetter. Die Zeiten schauten mit hohen 15er und mittleren 24-25ern sehr gut aus. Der zweite Sechser war eine sehr schnelle 23,8s! Er hat auf jeden Fall seine Chance genutzt und solide 48 Strecken erflogen. Obwohl es in der Strecke verhältnismäßig gut ging, so ging es im Zeitflug um so schlechter. Er verlor sehr schnell an Höhe und musste relativ früh wieder einschalten. Trotzdem schaffte er es gut nach Hause und landete im 10m Kreis bei genau 10min00s. Warum nicht gleich so ?
Nachdem Johannes noch gestern am Abend seine Maschine wieder auf Vordermann brachte, hielt wie erhofft alles. Das Wetter war an diesem Vormittag durchaus fair (konstant), sodass fast jeder neutrales bis "schnelles" Wetter hatte. Auch Johannes spulte brav sein Programm herunter. Dass bedeutete 48 Strecken für ihn. Die Richtung des Ausflugs aus der Strecke von der A-Wendemarke passte schon sehr gut und so konnte er sich über die vollen 10 Minuten dort halten, obwohl es in den ersten Minuten eher schlecht aussah. In ca. 80m konnte er in annähernd gleicher Höhe dort seine Kreise ziehen. Gegen Ende ging es sogar noch ein Mal ordentlich nach oben und so musste er darauf achte auch früh genug Höhe abzubauen um auch rechtzeitig zu landen .
Wiederum beobachtet ich Wolf, welcher vor Hannes flog, und 50 Strecken erflog. Er schaffte es noch besser als Karl und flog einen 6er mit sehr schnellen 23,2s (kann schon Mal vorkommen, dass meine 4er Eröffnungsrunde so lange dauert ...)! Jedenfalls flog Wolf genau gegenüber von Hannes in der Nähe der B-Wendemarke. Zuerst sah es so aus, dass Wolf es nicht nach Hause schafft, denn er war vielleicht 40m hoch, hatte noch 3min+ und war bereits im Energielimit. Aber er verstand es, die leichte, dort herrschende Thermik auszukurbeln. Nicht einfach so etwas! Bei der Landung lies er natürlich auch nichts mehr anbrennen. Der 1000er war ihm sicher.
Franz zeigte auch wiederum einen super Flug. Er versuchte die B-Wenden sehr eng zu nehmen, als er dann ein Ringerl fliegen musste hat er es sehr schnell geschafft auf diese Situation zu reagieren und so hat es ihm wahrscheinlich nicht ein Mal 2 Sekunden gekostet. Das ist schon eine gute Leistung. Bei ihm blieben 47 Strecken am Ende stehen und er muss sich nicht ein Mal einen Vorwurf machen, denn selbst ohne Ringer wäre sich die 48. Strecke höchstwahrscheinlich nicht ausgegangen. Segeln und Landungen verliefen unspektakulär und Franz lies nichts mehr anbrennen. Somit holte sich Wolf den 1000er, Hannes war Zweiter und Karl nur eine Punkt hinter ihm.

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4. Durchgang (Reihenfolge wurde nicht nach Punkten geordnet!)


Damit stand auch das Endresultat fest:

  1. Wolf Fickenscher
  2. Thomas Wäckerlin
  3. Franz Riegler


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Endresultat in F5B

Meinen Glückwunsch an alle. Ein wirklich gelungener Bewerb und mein Dank geht wie immer an den ausrichtenden Verein, welcher das seit 24 Jahren tut!

Als der Bewerb vorbei war wollte Karl noch eine neue Luftschraube teste. Außerdem sahen wir dem ehemaligen F5F Piloten Alfred Schuller ein wenig bei seiner neuen Passion zu: F5J! Bei der Rückfahrt machten sich die Anstrengungen der vergangen Tage bemerkbar. Trotzdem reflektierten wir den Bewerb noch ein wenig und diskutierten meinen weiteren verbleib !

Ich habe schon länger die Jeti DS-16 im Hinterkopf, diese werde ich mir als erstes besorgen. Durch den Ferialjob im Sommer werde ich mir wahrscheinlich die letzte B10 von Karl leisten können. Somit sollte ich dann wieder startklar sein . Ob das noch diese Saison passieren wird? Keine Ahnung. Ich mach mir da nicht so einen Stress. Aber dann fang ich wieder bei Null an und kann somit alle Fehlerquellen ausschließen. Neuer Empfänger, Funke, Servos,... Hier und Da sind mir noch Verbesserungen eingefallen. Eventuell den LiPo + BEC durch einen LiFe + 2 Dioden ersetzen. Das sollte die Fehlerwahrscheinlichkeit doch drastisch senken. Das ganze eventuell auf einem Print verbaut um Kabelsalat zu vermeiden.
Jedenfalls hoffe ich nächstes Jahr wieder hier dabei zu sein !

PS: Ich würde mich Mal über Kommentare oder gar Bewertungen freuen. Dauert auch nicht lange !

Weitere Eindrücke:
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Schlimmer als in einem Bienenstock !

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Karls 6er

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Unsere Nachbarn aus Tschechien
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Kommentare

  1. Avatar von nach.brenner
    Sehr interessanter Beitrag - da hat man fast das Gefühl dabei gewesen zu sein
  2. Avatar von Karl Waser
    Danke fuer den tollen Bericht Julian!
  3. Avatar von JAyThaRevo
    Danke ihr beiden !

    @nach.brenner: So soll es sein !
  4. Avatar von Nachtjäger
    Tut mir echt leid um die schöne Avionik
    Ich habe es erst beim zweiten Versuch geschafft, meine S17 aus der Erde zu ziehen.

    Sehr spannender Bericht!
    Lernt man auch immer wieder was bei deinen Blog.
  5. Avatar von Gernot Tengg
    Toller Beitrag Julian. Spannend und informativ wie immer. Weiter so