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JAyThaRevo

Zu Gast bei (F5B)- Freunden; Erster nationaler F5F und F5B Bewerb in Maria Buch 21.4.

Bewertung: 3 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,67.
Einleitung:
Nach einem laaaaaangem Winter, hier in Österreich, konnte ich es kaum erwarten wieder ein wenig zu fliegen. Da ich mir auf der WM einen 10S Motor gekauft hatte, wollte ich diesen auch fliegen. Mein B50 6L war meiner Meinung nach eh schon am Limit und wenn nicht er dann war es zumindest der Schulze 149 !
Jedenfalls musste ich einige umbauten durchführen um mit dem 10S Setup fliegen zu können. Eigentlich glaubt man gar nicht wie viel arbeit so etwas sein kann. Gut, ich gebe zu ich bin nicht der geschickteste .
Kein Stein blieb auf dem anderen und so fing es bei einem neuen Spant an und endete erst bei der Empfängerspannungsversorgung.
Zusätzlich zum neuen Setup sollte auch endlich ein anständiges Fluggelände her. Natürlich ist es praktisch wenn die Flugwiese 5min entfernt ist, nur hat man keinerlei Infrastruktur geschweige denn eine Landepiste. Dem Golfclubbesitzer hat es wahrscheinlich auch nicht gefallen, dass ich seinen Rasen hin und wieder als Landebahn benutzt habe, verständlicherweise. Lange Zeit wollte ich keinem Club beitrete, aus dem einfach Grund das ich die Fahrzeit scheute weil kein Club in der Nähe ist. Trotzdem hab ich mich nun durchgerungen und bin froh darüber dem Verein des MFC Zwaring anzugehören. Außerdem bin ich nicht der einzige F5B Pilot, Karl Waser gehört auch zu den Mitgliedern, sowie Heimo Stadelbauer (F5F).

Gut 10 Tage vor dem Bewerb war es dann endlich so weit, der "Erstflug" stand an. Es verlief im Großen und Ganzen alles problemlos, hier und da musste ein wenig getrimmt werden und die Ausschläge passten auch noch nicht. Hinzu kam nämlich, dass ich von meiner MX-16s Jeti auf eine HiTec Aurora 9 mit Jeti TA Modul umgestiegen bin. Zusätzlich musste also alles neu programmiert und eingestellt werden.
Ein paar Tage später also ich die "letzten" Arbeiten durchführen wollte streikte plötzlich eines der Querruderservos und quittierte den Dienst. Also noch schnell ein neues Servo bestellt und eingebaut. Wieder alles neu einstellen.
3 Tage vor dem Bewerb ging ich dann noch ein weiteres mal fliegen um ein wenig zu trainieren. Alles lief toll, es war endlich Frühling geworden und die Sonne heizte die leeren Felder so stark auf, dass der Flieger in den 10min Zeitflug ständig in der Thermik weg gestiegen ist. Hab ich auch noch nicht erlebt ! Ein Problem welchem ich, im nachhinein, zu wenig Aufmerksamkeit schenkte war die Landestellung der Ruder (Butterfly). Die Surprise kam immer viel zu schnell herein und von einer Ziellandung konnte man bei weitem nicht sprechen.

Die Anreise:
Der Bewerb war nur für Sonntag angesetzt und so fuhren wir, Karl und ich, am Samstagnachmittag weg um noch ein wenig zu trainieren. Bereits auf der Fahrt wurden die Akkus zum fliegen aufgeheizt um auch bald fliegen zu können ! Maria Buch ist nur eine Autostunde von Graz entfernt, sehr angenehm.
Dort angekommen, traute ich meinen Augen nicht, wir waren wirklich die ersten. Und ich dachte schon, dass am ersten Bewerbswochenende der Saison reger Andrang zum Trainieren herrschen wird. War aber nicht so und deswegen vergingen keine 10min bevor ich den ersten Flug machte. Das Wetter war ganz in Ordnung. Konstanter, leichter Ostwind und die Sonne schien auch ab und zu. Bis auf die Landung war der Flug in Ordnung, nichts besonderes.
Also bin ich zurück und habe die Akkus geladen um gleich weiter zu trainieren. Inzwischen machte auch Karl seinen ersten Flug, er ist gut in Form und fliegt sehr sauber.
Als ich meinen zweiten Flug antreten wollte gab es bereits die Möglichkeit die Strecke inkl. der Hupen zu testen. Beim Einlernen des zweiten Empfängers passierte es dann. Gott sei dank lag das Modell am Boden, denn als ich die Empfängerstromversorgung einschaltet lief der Motor plötzlich an, obwohl ich den Schalter an der Fernbedienung nicht ein mal angeschaut habe.

PPPPPPPPPFFFFFFFFFFFFFFFFFFRRRRRRRRRRZZZZZZZZZZZZZZZZZZ . Dann schaute ich nicht schlecht. Die Schnauze des Fliegers war komplett abgetrennt. Bis heute kann ich nicht genau sagen was es war. Ich vermute, dass es eine Mischung aus Wackelkontakt (geht alles ziemlich eng her bei 10S...) und falscher Failsaveeinstellung (an alles dachte ich dann auch nicht, hatte ich doch ein FW- Update über den Winter eingespielt bei dem anscheinend die Werte verloren gingen...) war.

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Schöne Bruchstelle

Da sah ich mich auch schon wieder nach hause fahren. Aber Karl, Franz Riegler und Johannes Starzinger, welche in der Zwischenzeit angekommen waren, machten mir Mut.
"Das kleben wir nachher schnell.", meinten sie . Ganz konnte ich es mir nicht vorstellen. Zumal ich ja auch kaum Sachen dabei hatte um solch eine Reparatur durchzuführen, geschweige denn dass ich jemals so eine Reparatur durchführen musste.
Ich sollte mich irren, der Obmann des Vereins Paul Mundschütz bot mir sogleich 12h/24h Epoxy, passendes Gewebe und diverse Utensilien für die Reparatur an. Bei ihm zuhause drückte er mir alles, als sei es selbestverständlich, in die Hand und bot mir noch zusätzlich an die Vereinshütte benutzen zu können um die Reparatur durchzuführen. Was will man dann noch machen , also auf zur Reparatur.
Karl stand mir mit Rat und Tat beiseite. Angefangen haben wir damit das abgebrochen Teil mit dünnflüssigem Sekundenkleber zu fixieren. Immer wieder nachjustieren bis es gerade ist und bereits ein wenig hält. Danach wurde alles schön verschliefen und ein paar Rovings und Aramid zugeschnitten.

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Die Rovings wurden längs über die Bruchstelle gelegt und danach kam das Aramid darüber. Mit Tesa wurde es dann ordentlich fixiert um eine gute Verbindung zu erzeugen. Glücklicherweise stand in der Vereinshütte eine kleine Gasheizung und auf Stufe 1 herrschten super Temperbedingungen.

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Tempern

Zu guter letzte musste ich noch den Kabelbaum ein wenig verändern, gut das Karl seinen Gaslötkolben mit hatte. Wirklich praktisch.
Irgendwie hat es mich nach einiger Zeit kaum noch gestört. Währenddessen es draußen schon lange finster war machte Franz sich daran ein paar Würstel zu grillen und mit den noch verblieben Leuten hatten wir eine Menge Spaß. Außerdem hab ich eine Menge gelernt. Als ich so gegen 22:30 fertig war, konnte man quasi das Selbe über das Harz sagen. Durch das Tempern wurde es sehr schnell fest und ich war mir ziemlich sicher, dass ich morgen wieder fliegen konnte.

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Da hab ich mich ausgebreitet !

Kurz vor 00:00 waren wir dann endlich im Bett.
Am Tag des Bewerbes wurde ich bereits um 06:30 munter. Als erstes sah ich nach dem Rumpf, der war bombenhart. Haltet jetzt wahrscheinlich besser als vorher. Bevor ich aber fliegen gehen konnte mussten noch ein paar Dinge erledigt werden. Ein Ruderhorn wurde bei dem "Unfall" gestern noch herausgerissen. Dann überarbeitete ich auch noch einmal die Failsaveeinstellungen. Als ich den Motor einbauen wollte bemerkte ich, dass das Gewebe auf der Innenseite des Rumpfes nicht genau so getrocknet ist wie es das sollte. Nun passte der Motor nicht hinein. Es war wirklich ärgerlich.
Das Wetter in der Früh ließ wirklich zu wünschen übrig. Dichter Nebel, keine 200m hoch, hing über unseren Köpfen. Doch die Wettervorhersage sollte recht behalten, denn kurz vor Wettbewerbsbeginn schaffte es die Sonne langsam durchzublitzen !

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Bevor ich aber ans Fliegen denken konnte mussten erst ein Mal die letzten Dinge erledigt werden. Also wurde 1h vor dem Start des Bewerbs der Dremel ausgepackt und gedremelt was das Zeug hielt.
Leider wurde ich nicht ganz fertig und so musste ich bis auf die Pause zwischen den Durchgängen von F5F und F5B warten. Zum Glück wurde mit F5F angefangen.

Gegen 09:30 Uhr folgte das Briefing:

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Piloten
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UMFC Maria Buch

Als ich dann fliegen konnte, konnte man es kaum glauben. Die Mühle flog wieder. Nach ein paar Steiger musste ich aber wieder landen um die Akku schnell zu laden. Da ich bereits der 4. Starter war.

Der Bewerb:
Leider muss ich zugeben, dass ich durch meine ständigen Reparaturen nicht viel Zeit für die Wettbewerbsgeschehnisse fand (speziell in F5F habe ich keinen Plan ). Ich versuche mich aber so gut es geht an F5B zu erinnern.

1.Durchgang:
Leider fühlte sicher der Flieger gar nicht so an wie er es sollte. Er flog weder gerade aus noch ging er zackig um die Wende, ganz zu schweigen von der Butterflyeinstellung welche noch immer nicht passte.
Also ging ich eher mit gemischten Gefühlen in den ersten Durchgang. War auch wie erwartet schlecht. Gerade ein mal 38 Strecken und die Landung war gute 10 Sekunden zu früh.
Den anderen Piloten ging es aber gut, Karl holte sich gleich mal den 1000er mit 48 Strecken. Gefolgt von Franz und Johannes dem ein kleines Missgeschick bei der Landung passierte (sollte aber nicht mehr vorkommen ).

Ich ging auf Ursachenforschung. Bald war der Übeltäter gefunden, eines der Ruderhörner (Querruder) war locker, deswegen fühlte sich die Maschine auch so schwammig an und flog nicht geradeaus. Ich könnte schwören, dass es vor dem Flug noch fest war, ich habe alle Ruderhörner überprüft nachdem das Erste herausgeschlagen wurde. Um nicht in puren Stress zu verfallen wollte ich das Ruderhorn zunächst mit Sekundenkleber richten. Hielt fürs erste auch ganz gut. Außerdem machte ich mich auch daran alle Ruderausschläge richtig einzustellen. Mit einem Lineal bewaffnet geht, das auch sehr gut. Bei einer sauber gebauten Surprise 16 ist es völlig ausreichend alle Ausschläge exakt einzustellen, dann fliegt sie auch gerade aus . Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter mit dem

2. Durchgang:
Die Surprise lief schon viel besser. Dadurch wurde ich ehrgeizig. Sage und schreibe 4 Ringerl an der B-Wende. Jaja, Hochmut kommt vor dem Fall richtig? Am Ende waren es 39 Strecken, zumindest eine mehr als vorhin...omg.
Hab danach mit dem Zuständigen "Huper" geredet und er hat gemeint, dass es knapp war. Aber er blieb beinhart, hat er aber auch recht . Ich will nichts geschenkt bekommen.
Johannes holte sich diese mal die vollen Punkte. Die Bedingungen waren gut. Die Sonne schien und es wehte leichter Ost-Wind. Für den Thermikflug brauchte ich eigentlich kaum den Motor einzuschalten. Es ging den anderen aber ähnlich. "Abgesoffen" ist niemand. Karl kam sogar ein mal ohne den Motor einzuschalten durch.
Die Landung ging wieder total schief. Der Flieger war in der Butterflystellung nicht wieder zuerkennen. Kaum Reaktion auf Querruder und wirklich langsamer wurde er auch nicht...

Jedenfalls hatte ich nun ein kleine Pause bevor es weiter ging. Ich machte ein paar Fotos und unterstützte Heimo Stadelbauer ein wenig, er half mir auch immer beim Zeitflug. Von ihm lernte ich vor ca. 10 Jahren das Fliegen !
Vor dem 3. DG überprüfte ich die Anlenkung, welche ich zuvor mit Sekundenkleber fixiert hatte. Sie schien noch zu halten.

3. Durchgang:
Kaum war der Flieger in der Strecke musste ich schon wieder das Querruder trimmen. Danach ging es aber besser. Immerhin 41 Strecken mit einem A-Ringer (!!!). So etwas darf nicht passieren. Ich bin noch zu hastig, mir fehlt ein wenig die Ruhe. Dazu muss ich noch viel trainieren. Im Segelflug merkte ich plötzlich, dass der Flieger stark in eine Richtung rollte. Ich musste einiges Trimmen damit er neutral flog. Bei der Landung war es wiederum das gleiche Spiel wie vorhin. Nur dieses Mal blieb der Flieger im Acker liegen oO! Ach, es war zum ausrasten. Warum funktioniert Butterfly nicht?!
Johannes holte sich wieder den 1000er und schob sich somit vor Karl auf der Rangliste. Der letzte Durchgang sollte also entscheiden.

Am Boden bemerkte ich, dass sich das Querruderhorn wieder gelöst hatte... Diese Mal wollte ich es aber richtig machen. Also wurde erneut der Dremel ausgepackt und gedremelt. Verklebt hab ich das Ruderhorn mit 5 Min Epoxy.
Danach wieder alle Ausschläge einstellen und auf den letzten Durchgang hoffen.

4. Durchgang:
Es lief schon viel besser. Ich flog auf Sicherheit und hatte am Ende 43 Strecken auf der Uhr (im Vergleich dazu: 48 Strecken waren das Maximum in diesem Durchgang). Da ich aber noch keine Ursache für das Verhalten mit Butterfly gefunden habe bereitet ich mich schon seelisch auf eine Außenlandung vor. Und es kam wie es kommen musste, der Flieger hatte 10m vor dem 30er Kreis einen Strömungsabriss und blieb im Gras liegen. Ich bin aber extra niedrig angeflogen, also ist nichts passiert.
Zwischen Karl und Johannes ging es heiß her. Franz war leider schon zu weit weg um noch ganz nach oben zu kommen. Nachdem Johannes gelandet war schaute er gebannt Karl zu. Je nachdem wie lange er den Motor im Zeitflug einschalten musste wird es sich entscheiden wem der 1000er gehört. Beide landeten sauber im 30er. Am Ende war Johannes ganz KNAPP vorne und sicherte sich somit den 1. Platz.

Am Schluss war es noch ein mal so richtig spannend, genau so wie es sein sollte.

Kurz danach wurde noch gemütlich ein Bier getrunken (danke Johannes ) und ich fing an alles wegzuräumen. Bei der Siegerehrung wurden dann schöne Urkunden und Pokale verteilt. Kurz nachdem sich alle verabschiedet hatten gab es noch einen kleinen Regenschauer, genau richtig! Bevor wir heimfuhren gab es noch ein kleines Abendessen während wir uns mit dem Gewinner in F5F unterhielten: Gottfired Schiffer.

Im Auto lies ich mit Karl den Bewerb ein wenig Revue passieren und sprachen auch darüber was wir nun mit meinem "Sorgenkind" anstellen werden. Im Endeffekt bin ich froh das alles wieder "heil" zuhause angekommen ist. Auch wenn es wohl der schlechteste Bewerb bist jetzt war, so hab ich doch einiges gelernt.

Nun heißt es eigentlich nur den Flieger richtig einzustellen und auf den nächsten Bewerb zu warten. Hoffentlich schaffe ich es bis dahin.

Meinen Dank will ich noch ein mal dem Obmann des UMFC- Maria Buch und überhaupt dem Verein des UMFC- Maria Buch aussprechen. Ihr seid spitze! Die Piloten werden wie Vereinsmitglieder behandelt, von den Helfer konnte man alles haben. Einer half mir sogar jedesmal meinen Flieger zusammen zubauen. Wo gibt es so etwas? Die Verpflegung war mit gegrilltem und dem berühmten Gulasch auch ausgezeichnet. Außerdem gab es Kaffee, Kuchen und das Bier ging auch nicht aus (natürlich nur nach dem fliegen!).
Ich hoffe nächstes Jahr wieder mit dabei sein zu können und um dann aber besser abzuschneiden . Das wird wohl nicht allzu schwer !


Hier findet man die Ergebnislisten.

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Sieger in F5B

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Sieger in F5F
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