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JAyThaRevo

F5B/F5D WM 2012 vom 17.-21.9. in Buzău, Rumänien (Teil 2)

Bewertung: 4 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
Hier die Fortsetzung des ersten Teils:

Tag 5, 15.9.:

Ich weiß nicht so recht, was mit der Dokumentation von Tag 5 passiert ist, aber ich hab erst Zuhause bemerkt, dass ich für Tag 5 nichts geschrieben habe. Deswegen wird der Tag eher kurz ausfallen, je nach dem wie viel im Langzeigedächnis hängen geblieben ist !

Es sollte der Tag des vielen Fliegens werden. Heute standen die Durchgänge 2 und 3 des Buzău Cups an. Ich freute mich schon sehr auf das Fliegen. Wir standen wie immer früh auf um uns in aller Ruhe vorbereiten zu können.
Im ersten Durchgang des Tages flog ich nicht gut, "glücklicher" Weise bekam ich ein Mal kein gültiges Einflugssignal. Ich konnte dann zwischen Re-flight oder 2 zusätzlichen Strecken wählen. Nach kurzer Überlegung entschied ich mich für den Reflight, warum auch nicht, jeder Flug war zugleich auch ein Trainingsflug. Als ich nach der Pause meinen Reflight machen wollte gab es erneut ein Problem, jemand hatte vergessen die "Wertungsbox" an den Rechner anzuschließen. Somit bekam ich nur ungültige Signale. Durfte als gleich wieder landen und mich auf den Re-Reflight freuen .
Es war dann geplant, dass ich anstelle des 3.Durchgangs den Re-Reflight mache und den Flug für den 3. Durchgang ganz zum Schluss fliege. Der Re-Reflight verlief, dann wie geplant. Jedoch, so weit ich mich erinnern kann, machte ich ein kleinen Fehler. Damit standen 41 Strecken auf der Uhr. Damit war ich ganz zufrieden und beim Segeln und Landen ließ ich nichts anbrennen ! Speziell die zeitgenaue Landung hab ich im Vorhinein vermehrt geübt, das hat sich ausgezahlt.
Der letzte Flug verlief dann sogar noch besser, jedoch hätte ich beim letzten Steigflug auf einen 6er Steigen sollen. Um diesen Fehler auszubessern versuchte ich sehr eng zu fliegen. Bei der dritten B-Wende war ich dann natürlich zu knapp. Musste noch ein mal umdrehen und ich hätte schwören können, dass ich nach dem Umdrehen ewig in Richtung B-Wende geflogen bin, aber das Signal kam einfach nicht. Da dann nicht mehr viele Sekunden übrig waren schaltete ich den Motor ein um mir wenigstens diese Punkte zu ersparen. Karl meinte anschließend, dass ich nach dem "Ringerl" viel zu schief geflogen bin. So leicht schenkt man zumindest eine Strecke her. 44 hätten es wieder werden können ! Naja, ich bin recht zufrieden mit meiner Leistung, hab mich von Flug zu Flug verbessert. Schade, dass mein Absaufer des Vortages in die Wertung mit einging. Trotzdem befand ich mich auf dem 26. Platz, und freute mich darüber . Wahrscheinlich so sehr, wie kein anderer auf den hinteren Plätzen !
Aber die anderen aus meinen Team schlugen sich auch sehr gut, einiges besser als ich. Denn Franz schaffte es mit zwei sehr guten Flügen auf den dritten Platz und stand somit auf dem Stockerl. Sehr schön. Karl landete, trotz Experimente, auf dem 11. Platz.

Am Ende des Tages waren wir alle ziemlich geschafft. Deswegen freute ich mich besonders auf den nächsten Tag. Morgen hieß es nämlich ausschlafen, da morgen nur die offizielle Abnahme der Maschinen stattfindet.



Tag 6, 16.9.:
Der heutige Tag war Tag der Entspannung und des Ausruhens .
Aber ich wurde bereits in der Nacht geweckt als Karl unser Pavillon, vor dem starken Wind der draußen tobte, zu retten. Als ich in der Früh wieder meine Augen öffnete wehte der Wind draußen immer noch sehr stark, bewölkt war es auch und die Wettervorhersage prophezeite Regen für den heutigen Tag.
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Aber im Prinzip hätte dieser Regentag nicht besser fallen können da gestern der Buzău Cup beendet wurde. Es machten sich langsam die Anstrengungen im Zuge der langwierigen WM Vorbereitungen breit. Speziell Franz und Karl sah man die Erleichterungen an. Endlich war alles bereit für die WM. Franz legte super Flüge hin und Karl hatte endlich seine Wunschsetups.
Heute wurde Ausnahmsweise ausgeschlafen und zum Frühstück machte Karl seine Spezialität: Palatschinken.
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Dazu gab es selbstgemachte Marillenmarmelade, das ganze wurde abgerundet mit einem tollen Kaffee und der Gesellschafft der Freudenthalers. Wir nahmen uns wirklich Zeit für das Essen und besprachen noch den heutigen Tagesablauf. Später stieß auch noch unser Teammanger Martin Hoff zu uns welcher auch gleich eine Palatschinke bekam!
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Der heutige Tag wurde von der Organisation dazu genutzt die Flieger zu begutachten (Regelkonform), die Akkus wurden markiert und der Limiter wurde gechecked. Team AUT war um 11:00 an der Reihe. Dort angekommen stellten wir aber recht schnell fest, dass es bei manch anderen Teams länger dauern wird als eigentlich geplant. Das russische F5D Team hatte wohl Probleme mit ihren Limitern.
Und so wurde mit den anderen, bereits wartenden, Piloten ein wenig geplaudert. Besonders angenehm ist mir das japanische Team aufgefallen. Sehr ruhige und freundliche Leute, wirklich toll auch ein Mal mit Gleichgesinnten aus so großer Entfernung zu sprechen.
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Die Abnahme verlief im Prinzip ohne größere Probleme. Wieder zuhause angekommen wurde noch das restliche Gulasch aufgewärmt, und in der Zwischenzeit fing es sogar an, leicht zu regnen. Da den ganzen Tag lang, doch ein recht starker Wind blies, und ich prinzipiell gerne im Wind fliege wollte ich unbedingt noch einen Flug machen. Das tat ich dann auch und bei starkem Wind ist ein anderer Flugstil gefragt. Das Timing für die Wenden verschiebt sich und die Strecken gegen den Wind schienen ewig lange zu werden. Trotzdem machte es mir Spaß zu fliegen. Aber das Wetter hinderte auch die anderen Piloten nicht. Zwischenzeitlich waren bis zu 8 Piloten welche sich zum Fliegen an der A- Wende anstellten .
Um 18:30 ging dann die Eröffnung der WM los, zuvor fand noch die Siegerehrung des Buzău Cups statt. Ganz besonders zu erwähnen ist hier Franz, er belegte den großartigen 3. Platz!
Für die Eröffnung wurden die Leiter vorgestellt und die Hymnen von Bulgarien und die der FAI gespielt. Manfred Lex, österreichisches FAI Mitglied, eröffnete dann offiziell die WM.
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In dem Moment wurde das Ganze für mich sehr ernst bzw. offiziell. Nicht, dass ich es bis jetzt nicht ernst genommen hätte, aber dadurch nahm es andere Züge für mich an.
Ich ließ den Abend mit einem entspannten Helikopterflug ausklingen. Danach gab es eine gute Jause und es ging bald wieder in Richtung Bett.
Morgen startet endlich die WM !

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Unsere deutschen Freunde.



Tag 7, 17.9.:
Ein Blick aus dem Fenster ließ im ersten Moment nichts Gutes erahnen. Graue Regenwolken türmten sich am Horizont auf. Jedoch bei genauerer Betrachtung erkannte man, dass sie zum Glück von uns weg zogen. Wir standen zeitig mit dem Sonnenaufgang auf um alles in Ruhe vorbereiten zu können. "Spät" in der letzten Nacht bekamen wir noch einen Anruf von unserem Teammanager der gerade vom Teammanagersmeeting kam. Die Startnummern standen nun fest. Franz Riegler hatte die 17, Rudolf Freudenthaler die 34 und Karl Waser mit der 40. Ich staunte nicht schlecht, denn 40 Teilnehmer ist doch eine recht stattliche Zahl für eine WM. Die Verteilung ist ganz in Ordnung, es wäre reine Spekulationen den Startnummern zu viel Bedeutung zu zuweisen. Die Wetterlage kann sich hier nämlich sehr schnell ändern. Viel wichtiger als alles andere ist, dass der erste Flug gelingt, denn bei einem schlechten Flug gehört eine ordentliche Portion Selbstvertrauen dazu sich wieder zu motivieren und normal weiter zu fliegen. Es ist jetzt kurz vor 09:00 und eröffnet wird von dem Franzosen Milinaric Lionel (FRA), gefolgt von Gerben van Berkhum (NED).
1. Durchgang:
Rudi, Karl und Franz sind jeweils 45 Strecken geflogen. Das Wetter war leider nicht sehr konstant. Ein Mal ging es, das andere Mal wieder nicht. Den besten Flug hatte Milinaric Bastien (FRA). Er zauberte 49 Strecken in den Himmel, musste dafür aber im Regen segeln. Im Nachhinein war, das aber nicht gut da sein Sender danach nicht mehr richtig funktionierte. Das Display zeigte nichts mehr an. Aber soweit ich es mitbekommen hab, haben sie es noch rechtzeitig hinbekommen, dass er im nächsten Durchgang wieder fliegen konnte.
2. Durchgang:
Gestartet wurde in gestürzter Reihenfolge der Rangliste aus dem ersten Durchgang. Das Wetter wechselte sehr rasch. Zwischendurch regnete es, dann kam hin und wieder die Sonne raus, aber der Wind wehte im Prinzip ständig. Diese wechselhaften Bedingungen spiegelten sich auch in den Ergebnissen wieder.
Als erster war Rudi an der Reihe. Es war ein sauberer Flug, aber die Luft ließ leider nicht mehr als 44 Strecken zu. Beim Segeln gab es keine Probleme, Rudi als Routinier lässt beim Segeln eigentlich kaum etwas anbrennen. Kurz nach Rudi wurden dann eine Pause eingelegt, danach ging es recht bald mit Karl weiter. Die Bedingungen kurz vor dem Start ließen besseres Wetter erahnen. Deswegen entschied er sich für das schärfere 8S Setup. Dann ging es los: Die 4er wurden mit 15- 16er Zeiten geflogen, dann wurden recht zügig die ersten 6er nachgelegt. Hier auch sehr starke 25er Zeiten. Er machte keine gröberen Fehler und wurde mit 48 Strecken belohnt. Den Durchgang flog er sauber fertig, am Ende standen gerade ein Mal 3 "Miese". Mit "Miese" sind die Abzüge (Punkte) gemeint die man durch eingeschalteten Motor im Zeitflug bzw. nicht exakt zeitgenaue Landung bekommt.
Franz war kurz darauf an der Reihe, das gute Wetter ließ nicht mehr so schnell nach und auch die Piloten vor ihm flogen einiges an Strecken. Auch Franz zeigte einen wirklich soliden Flug mit konstanten 16er Zeiten beim 4er bzw. 25er Zeiten beim 6er. Leider überhörte er ein Mal das Signal von der B-Wende und flog dadurch ein "Ringerl". Das kostete zumindest die 48ste, wenn nicht sogar die 49ste Strecke. Aber auch er brachte alles gut nachhause und, das ist viel besser als wenn man zu früh landen muss weil man zu viel Energie im beim Streckenflug verbraucht hatte.
Einer der Favoriten, Remo Frattini (ITA), hatte im ersten DG leider großes Pech als er den Propeller verlor und damit keine Punkte in diesem Durchgang bekam. -Am Ende der WM hat er mir erzählt, dass es ab diesem Zeitpunkt eigentlich bereits vorbei war, schade. Er flog dann nur mehr auf Sicherheit für die Teamwertung, was, wie wir jetzt wissen, sehr klug war.-
Durchgangsbester war Cavagoni Piermario (ITA) mit sage und schreibe 50 Strecken, natürlich hatte er auch Glück mit dem Wetter, aber das wird jeder ein Mal bekommen.
Sehr stark präsentierten sich die Franzosen, sie liegen in der Teamwertung nach dem ersten Tag an erster Stelle. AUT ist mit gerade ein Mal 20 Punkte Rückstand 4ter.
Die Leistungsdichte ist extrem groß, es ist schon lange keine reine Materialschlacht mehr. Von den Setups her ist hier alles zwischen 6S-10S vertreten. Morgen geht es dann weiter, bin schon sehr gespannt.
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Cavagoni Piermario (ITA)



Tag 8, 18.9.:
Also ich weiß nicht was über Nacht passiert ist, aber die Laune erreichte heute neue Höhen. In der Dusche wurde gesungen und beim Frühstück ausgiebig gelacht. Karl wollte noch unbedingt einen Flug vor dem Beginn des 3. Durchgangs machen, weil er am Vorabend noch ein Mal Regler wechselte da er wegen Übertemperatur wiederholt abgeschaltet hatte. Es hatte sich ausgezahlt, der neue Regler schaltete nicht mehr ab, nun gab es ein Setup für ganz gute Bedingungen !
3. Durchgang:
Die Wetterbedingung waren deutlich besser als am Vortag, den Wind konnte man nur mehr als Brise bezeichnen und die Wolkendecke ließ die Sonnen nun auch viel öfter durchkommen. Auch in der Strecke lief es nun sehr gut. Ich bin schon gespannt wie es unseren Jungs heute gehen wird.
So, der Durchgang ist beendet. Rudi flog solide 46 Strecken. Franz hielt seine konstant gute Leistung von gestern und flog 48 Strecken. Auf der WM fliegt er bis jetzt seine persönlichen Bestleistungen und das konstant, bravo.
Karl hatte mehr Pech. Beim zweiten Steiger ließ sich der Antrieb plötzlich nicht mehr abschalten. Nachdem Karl den Motor am Sender abgeschalten hatte lief dieser bestimmt 2 Sekunden nach. Und ihr könnt euch vorstellen wie schnell so ein Flieger auf der Geraden wird. Zusätzlich bekam er noch das Sicherheitsliniensignal. Es ging mit laufenden Antrieb alles sehr schnell, dass war gewiss nicht beabsichtigt. Am Boden angekommen wurde sofort Ursachenforschung betrieben, leider sah man auch gleich, dass sich der Spant gelockert hatte. Das muss wohl beim Bremsen des voll ausbeschleunigten Antriebs passiert sein. Aber, das war ja noch nicht alles. Warum ist es überhaupt zu dem Fehler gekommen? Im Endeffekt war es der Stromshunt des Unilogs welcher kaputt ging und so den Unilog nicht mehr versorgen konnte. Ein Test am Boden ergab, dass wenn der Unilog die Versorgung verliert er zumindest 2 Sekunden lang das zuletzt bekommene Signal weiterhin ausgibt, in Karl seinem Fall war das Vollgas...
Das Problem der alten Stromshunts (soweit ich weiß gibt es bereits eine neuere Version in der die Hardware verbessert wurde) ist, dass der Vorwiderstand für den Spannungsregler ab einer gewissen Spannung (>6S) zu heiß wird und abbrennt. Danach wird der Unilog nicht mehr versorgt und es passiert genau, dass was im Flug von Karl passiert ist.
In der Zwischenzeit sahen wir super Flüge von Patrik Häusler (SUI) und Piermario, beide konnten 50 Strecken nachhause fliegen. Mario sogar mit nur einer Miesen. Dann wurden zahlreiche 48er und 49er geflogen. Ihr merkt wie locker ich mit den Strecken um mich werfe. Aber die Leistungsdichte ist so hoch, dass 48 Strecken fast ein Streicher ist .
Auf zum 4. Durchgang!
4. Durchgang:
Ach ja, das Glück ist bei Gott nicht mit uns... Franz und Rudi hatten einen sehr passablen Flug mit 46 und 44 Strecken. Kurz vor Karl seinem Flug löste sich eine Thermikblase, die war so stark wie keine vor ihr und keine nach ihr während den gesamten 10 Tagen, und riss unser Pavillon mit sich. Die Schnüre mit dem es niedergespannt wurde konnten es nicht mehr halten und rissen (!) dabei stieß es das B-Model von Karl samt Ständer um. Das Pavillon war danach Schrott und das Model erlitt einen Schaden am Höhenleitwerk welcher rasch repariert werden musste. Da der A- Flieger noch nicht einsatzbereit war musste diese notdürftig repariert werden. Zum Glück hielt das Höhenleitwerk später im Flug. Im Streckenflug konnte er bei mäßigem Wetter 46 Strecken erkämpfen, konnte es aber nicht nachhause fliegen. Die Akkus waren wohl ein wenig zu gut vorgeheizt und dadurch brauchte der Antrieb mehr als gedacht. Bei der Landung blieb, zu allem Überfluss, ein Servo stecken, zuerst denkt man gleich an einen defekten Servo. Zum Glück war es aber nur ein Wackelkontakt in der Impulsleitung beim Steckverbinder. Eigentlich war es zum Haareraufen ständig ging etwas kaputt und er musste ständig etwas reparieren. Andere Piloten durften auch mal ein Auge zu machen und sich ausruhen:
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Alessandro Mossa (ITA) flog unglaubliche 52 Strecken, dann passierte aber etwas unvorhergesehenes. Nach dem Streckenflug schauten wir uns den Segelflug von Alessandro an. Martin hatte noch seine Stoppuhr laufen und so wussten wir wie lange er noch fliegen musste. Nach den 200 Sekunden schoss er in Richtung Stratosphäre (nach sechs 6er Steigern glaubt man gar nicht, dass da überhaupt noch etwas an Energie übrig ist). Er hielt sich dann recht gut. Aber nach 6 Minuten ging es rasch nach unten. So schnell, dass er noch ein Mal einschalten musste, und man glaubt es kaum, aber er konnte noch ein Mal für eine Sekunde einschalten. Dann wandten wir uns eigentlich schon fast ab, da wir sicher waren, dass er den Flug sicher nachhause bringen wird. Nach ein paar Minuten sagte jemand, dass Alessandro relativ rasch Höhe verlor. Und tatsächlich, er kreiste über den Zelten und baute dabei sehr schnell Höhe ab. Martin hatte die Uhr noch laufen und er meinte, dass Alessandro noch über 2 Minuten hätte. Fast genau über unseren Köpfen zog er seine Kreise. Mit jedem Kreis wurde er niedriger. Plötzlich hörte er auf zu Kreisen und flog einige Meter mit Wind, da hatte er noch 1:30 auf der Uhr. Nach ein paar Sekunden drehte er den Flieger wieder gegen den Wind und flog auf sich zu, Landeklappen gesetzt. Wir schauten alle recht verwirrt, er musste doch noch über eine Minute fliegen. Bei genau 9 Minuten setzte er im 30m Kreis auf. Für wenige Sekunde jubelte Alessandro, doch sofort danach drehte er sich verwirrt zu seinem Helfer um. Er begriff dann recht schnell, dass er genau eine Minute zu früh gelandet ist. Anscheinend gab es in aller Aufregung eine Verwechslung, das ist natürlich ärgerlich und so schnell sind 6 Strecken weg .
Im weiteren Verlauf flog Patrick Häusler 50 Strecken bekam aber bereits an der ersten B- Wende das Sicherheitsliniensignal, flog aber zu Ende. Eigentlich sollte der Durchgang mit Null bewertet werden. Anschließend argumentierte er aber, dass die Visierung der Sicherheitslinie nicht korrekt eingestellt war und somit nicht gültig ist. Und es gab eine Aussage des Linienrichters, dass sie wirklich nach innen Stand, nur warum der Linienrichter dann nichts gesagt hat ist fraglich. Morgen werden wir sehen ob er die Wertung bekommt, einen Reflight oder einen Nuller. Im Moment steht er mit Null in der Rangliste. Nach 4 Durchgängen lauten die Top 3: Fickenscher Wolf (GER), Cavagonni Piermario und Thomas Wäckerlin (SUI). Franz Riegler konnte sich nach diese 4 DG auf dem sehr guten 11ten Platz arbeiten.
Nachdem Karl sich wieder dahinter geklemmt hat sollten beiden Maschinen für Morgen einsatzbereit sein.
Mittlerweile hatten wir auch ein wenig mehr Kontakt zu unseren F5D'lern.
Bestehend aus: Christian Schnepfleitner, Franz Kokol und Kurt Planitzer.
Sie schlagen sich sehr gut, was man so hört. Aber auch sie hatten am ersten Wettbewerbstag ein wenig Pech, da der Wendemarkenrichter am Spitz des Kurses nicht richtig hupt und dadurch die Piloten zu weit fliegen müssen und bei 10 Runden summiert sich dieser Mehrweg. Heute hatten sie glücklicherweise einen anderen Richter und schon wurden bessere Zeiten erflogen. Aber mittlerweile läuft ein Protest da die anderen Teams heute auch mit diesem Richter fliegen mussten und sofort den Unterschied bemerkten. Sollte dem Protest recht gegeben werden so muss eventuell der gesamte erste Wettbewerbstag gestrichen werden. Kann ich mir aber nicht vorstellen, die Judges werden das zu verhindern wissen !
Auch wenn der Tag nicht so gut beendet wurde wie er angefangen hat, heißt es jetzt noch ein Mal durchatmen und schauen was noch drinnen ist. Aufgegeben wird ein Brief.

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Flip Flop, so heißt der Flieger der Japaner!



Tag 9, 19.11.:
Der Tag fing gut an, denn Karl bekam gute Nachrichten unseres Teammanagers. Da Patrick am Vortag die Gültigkeit der Sicherheitslinie anzweifelte taten wir das natürlich auch. Karl bekam recht und durfte einen Re-Flight des 3. Durchganges durchführen. Leider macht uns im Moment das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es regnet nämlich. Aber wie an den vorherigen Tagen wird der Regenschauer schnell vorüberziehen, hoffentlich.
5. Durchgang:
Karl ist nicht vom Glück verfolgt. Der Re-flight wäre ganz ok gewesen wäre nicht schon wieder das alte Laufzeitproblem. Es ist schade, dass er sich nicht auf die Fliegerei konzentrieren konnte, aber es ist auch kein Weltuntergang. Franz muss nun seine konstante Leistung weiterfliegen, dann passt das schon !
Rudi flog auch gute 45 Strecken, mehr war einfach nicht drinnen. Im Prinzip finde ich die Idee mit der Startreihenfolge ganz gut. Der Sinn dahinter ist nämlich, dass die Guten und die "Schlechten" beieinander sind. Das Problem ist, dass wir uns in so einem Rythmus befinden, dass die schwächeren in der Früh fliegen müssen, und in der Früh "geht" es tendenziell schlechter, und die stärkeren sind um die Mittagszeit an der Reihe wo es in der Regel besser "geht". Aber das soll keine Ausrede sein.
Franz flog wiederum 48 Strecken und landete damit auf dem 9. Platz in diesem Durchgang. Wolfgang Schulz, Teammanager des deutsche Teams hat gemeint, dass sie den Franz eher auf 44-45 Strecken eingeschätzt hätten. Damit haben sie natürlich nicht gerechnet .
Christian Ulbrich (GER) flog sehr starke 50 Strecken und hoffte schon auf den 1000er der Runde. Aber Wolf und Piermario machten ihm einen Strich durch die Rechnung und flogen sensationelle 51 Strecken. Wolf sogar mit 0 "Miese".

6. Durchgang:
In diesem DG flog Karl wiederrum 46 Strecken. Brachte es auch nachhause. Rudi blieb ebenfalls bei seine 45 Strecken. Und Franz musste natürlich wieder herausragen und flog gleich mal 47 Strecken. Die Franzosen hatten heute einen eher schlechten Tag und landeten im Mittelfeld.
Patrick flog in diesem DG als einziger 50 Strecken und holte sich so den 1000er.
Auch Piermario konnte mit konstanter Leistung überzeugen, gefällt mir.
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Norbert beim chillen

Damit schaut die Top 3 nach Tag 3 folgendermaßen aus: Wolf Fickenscher, Patrick Häusler und Cavagonni Piermario.
In F5D läuft es auch ganz passabel, in der Teamwertung befinden wir uns auf dem 4. Platz mit der Möglichkeit aufs Stockerl. Heuten wurden nämlich viele Cuts geflogen, da einige der Top Piloten sich bereits absetzen wollten und anfingen zu riskieren. Wird morgen weiter so riskiert dann kann noch alles passieren. Der Protest der F5D'ler ging sogar durch, nur wurde, wie erwartet, der erste Wettbewerbstag nicht annulliert. Es wurde, meines Wissens, auch nichts verändert. Man musste sich auf diese Situation einstellen da man nichts dagegen tun konnte.
Viel passierte heute nicht mehr, ich machte spät am Abend noch schnell zwei Flüge und dann wurde wie jeden Abend gut gegessen und eine Weile geplaudert.
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Einige Mitglieder unseres Teams
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Die Kommandozentrale der Jury.


Hier geht es mit Teil 3 weiter.
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Modellflug , Events

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