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JAyThaRevo

F5B/F5D WM 2012 vom 17.-21.9. in Buzău, Rumänien (Teil 1)

Bewertung: 5 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
Bevor es mit dem Blog los geht will ich noch ein paar Kleinigkeiten loswerden.
Ich bin fast jeden Tag vor dem Einschlafen vor dem Laptop gesessen und hab den Tag Revue passieren lassen. Im Laufe der Zeit kam dadurch recht viel Material zusammen. Wie viel es war sah ich erst zuhause.
Geschlagene 13 Seiten im Word und über 7700 Wörter. Das bedeutet, dieser Eintrag ist seeehr ausführlich. Aber, das ist meine Art die Ereignisse zu dokumentieren. Ich erzähle gerne Geschichten in denen man die Zusammenhänge versteht, deswegen will ich auch nichts kürzen oder weglassen. Wenn jemand nur der Wettbewerbsverlauf interessiert, dann bitte die Durchgänge eigens durchlesen die habe ich extra hervorgehoben. Für eine kürzere Zusammenfassung bitte hier klicken. Außerdem hab ich mich dazu entschieden den Blog in 3 Teile aufzuteilen. Wer sich wirklich die Arbeit macht nun alles zu lesen dem wünsche ich viel Spaß !


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Tag 0, 10.9.:
Die ~1500km lange Reise nach Buzău beginnt für mich am Grazer Hauptbahnhof. Das Ziel der Zugfahrt war Kremsmünster in Oberösterreich.
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Nach einer entspannten, fast 3-stündigen, Fahrt erwartete mich Karl Waser, der gerade von den letzten Trainingsflügen vor der Abfahrt kam. Wir fuhren dann zu seinem Elternhaus wo uns seine Mutter exzellent verköstigte, ich sag nur Kirschstrudl . Anschließend wurde noch schnell das restliche Gepäck verladen und wir waren schon wieder unterwegs in Richtung Franz Riegler (Ybbsitz). Der Plan war nämlich bei Franz zu übernachten um am Dienstag in der Früh zeitig los zu fahren. Der fahrbare Untersatz unserer Wahl war ein gemietetes Wohnmobil. Natürlich spekulierten wir bereits auf der Fahrt wie groß das Wohnmobil wohl sein muss um auch genügend Platz für uns drei zu bieten.
Für mich war es zwar nicht der erste Ausflug mit einem Wohnmobil jedoch war die letzte Reise schon sehr lange her, sodass ich mich nicht mehr daran erinnerte. So war für mich dieses Abenteuer doppelt spannend.
Bei Franz angekommen wurde das "Schiff" sofort genauer unter die Lupe genommen.
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Und ich muss sagen ich war wirklich erstaunt. Es war praktisch neu und bot wirklich reichlich Platz. Musste es auch, da sowohl Karl als auch Franz planten jeweils eine vollwertige Werkstatt mit auf die Reise zu nehmen . Die Packarbeit im Vorhinein nahm bereits einiges an Zeit in Anspruch, deswegen war das Einräumen in das Wohnmobil eigentlich nur mehr eine Sache von Minuten. Es wurde dann zügig mit dem einräumen des Wohnmobils begonnen und schnell standen wir vor dem ersten Problem. Die Sitzgarnitur (Bierbänke) war satte 10cm zu lang und passte nicht in den, doch sehr geräumigen, Kofferraum. Franz zögerte aber nicht lange und so wurde diese kurzer Hand passend gemacht. Die restliche Arbeit verlief an sich problemlos und schnell.
Wir genossen anschließend den restlichen Abend im Gasthaus um die Ecke mit der Familie von Franz. Und ich muss sagen, Ybbsitz ist wirklich ein sehr idyllisches Fleckchen Erde, hier würde es sich leben lassen.
Karl und ich verbrachten die Nacht bereits im Wohnmobil.



Tag 1, 11.9.:
Tag 1 begann um 07:00, wir wollten keine Zeit verlieren und so ging es bereits nach wenigen Minuten los. Franz kaufte am Vortag schon die nötigsten Sachen ein, jedoch wollten wir die Sache noch ein wenig verfeiner . Im Endeffekt wurde um großzügige 170€ eingekauft, damit wurde dann auch wirklich jeder Wunsch erfüllt. Die "Kochvorsätze" für die nächsten Tage wurden hoch angesetzt. Alle nur erdenklichen Nudelvariationen, Kotelett, Faschiertes (Hackfleisch), Lachs und nicht zu vergessen Palatschinken von Karl, die sollen was ganz feines sein . Noch bin ich gespannt was davon wirklich in Erfüllung geht, aber unser Franz ist ein begnadeter Koch vor dem Herrn, ich bin mir sicher, dass wir vorzüglich speisen werden.
Nachdem alles sorgfältig verstaut wurde und der Camperkühlschrank aus alle Nähten platzte, da das Bier natürlich auch schon gekühlt werden musste, war der nächste Stopp St. Pölten. Dort trafen wir uns mit Rudolf und Hermine Freudenthaler. Der Plan war es gemeinsam die lange Reise zu meistern.
Nach einem schnellen Frühstück an der Raststation ging es auch sofort in Richtung Ungarn weiter.

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Auf der Fahrt wurde darüber diskutiert welche Anzahl an Propellern bei Windkraftwerken wohl am effizientesten wären. Was meint ihr?

Generell nahmen wir uns vor bis an die Grenze von Ungarn zu fahren und dort zu übernachten. Als wir aber bereits gegen 16:00 an der Grenze von Ungarn waren beschlossen wir bis nach Arad (erste größere Stadt nach der Grenze) zu fahren um dort zu campieren. Grund für das schnelle Vorankommen war das Fahren auf einer Autobahn (das mag jetzt ein wenig Merkwürdig klingen aber eine Autobahn sollte es ab Rumänien nicht mehr geben) und geringes Verkehrsaufkommen. An der Grenze rechneten wir auch mit längeren Wartezeiten, dem war aber ebenfalls nicht so. Wenn Grenzbeamten wollten hätten sie uns unser gesamtes Wohnmobil ausräumen lassen können, danke dafür! Bereits vor der Grenze von Rumänien hörten die Autobahnen auf. Bereits nach wenigen Kilometer nach der Grenze fuhren wir durch die ersten Ortschaften. Es sticht einem sofort ins Auge, die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind sehr ausgeprägt. In mitten von armen Dörfern thronen richtige Paläste, zumindest im direkten Vergleich. Außerdem kann es schon mal passieren, dass man ein Pferdegespann überholen muss.
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Am ersten Tag kamen wir bis nach Arad, dort angekommen begaben wir uns auf die Suche nach einer Möglichkeit zu campen. Wir hatte im Vorhinein bereits Campingplatze aus dem Internet herausgesucht. Jedoch war diese Liste anscheinend nicht ganz so aktuell wie gedacht, da der gesuchte Campingplatz anscheinend seit 20 Jahren nicht mehr existierte . Zum Glück konnte wir aber bei einer netten kleinen Pension, weit abseits der Autobahn und jeglicher Zivilisation, stehen bleiben um die Nacht zu verbringen. Dort aßen wir dann auch zu Abend. Die Preise hier in Rumänien sind sehr niedrig. Es reichten bereits ca. 4€ pro Person inkl. Getränke um ein vollwertiges Abendessen zu bezahlen. Außerdem hat uns die nette Dame mit Strom versorgt und somit konnte ich damit anfangen die ersten Worte für den Blog zu schreiben. Die Nacht verlief sehr ruhig, Gott sei Dank denn am nächsten Tag standen die Wecker auf 06:00 und da eine Stunde Zeitverschiebung hinzukommt, ja so weit waren wir bereits , war es für uns eigentlich erst 05:00.
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Die schönsten Bilder des Tages
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Tag 2, 12.9.:
Um noch vor Sonnenuntergang an unserem Ziel zu sein ging es früh los, denn wir hatten schließlich noch über 600km vor uns. Da es in Rumänien kaum Autobahnen gibt war die erwartet Durchschnittsgeschwindigkeit bei gerade ein Mal 60km/h, das bedeutet um die 12 Stunden Fahrt bis zum Ziel. Wie sich am Ende des Tages herausstellte waren wir um kein bisschen schneller.
Man sagt, dass Morgenstund' Gold im Mund hat und das stimmt, wenn man sich einen schönen Sonnenaufgang anschauen kann!
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Typische Landschaftsbilder von Rumänien

Im Prinzip bestand der Tag aus fahren, fahren und wieder fahren. Es gab mal eine kurze Pause in der wir auch zu Mittag gegessen haben. Da die Speisekarte dort ausschließlich auf rumänisch war aßen wir alle dasselbe wie der Nachbarstisch und, das war Schweinsstelze mit Bohnen und dazu Salat. Muss aber sagen, dass war echt gut und das ganze um 4€ pro Person. Anschließend ging die Fahrerei wieder los in Richtung Brașov, danach konnte ich die Wandelbarkeit von Rumänien bestaunen. Wir fuhren dann in Richtung der Berge (Karpaten). Es war ein sehr starker Kontrast, da Rumänien im Prinzip sehr flach ist und plötzlich ist man mitten in den Bergen. In den Bergen kam dann noch ein größerer Ort, man kann fast sagen, dass St. Anton von Rumänien . Es gehen sogar Lifte und Gondeln auf die Berge. Einem Schiurlaub steht also nix mehr im Wege !
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Nachdem wir die Berge hinter uns ließen waren es nur mehr wenige Kilometer, und wir konnte es schon nicht mehr erwarten. Als wir dann kurz vor dem Ziel waren musst wir trotz GPS Koordinaten zu suchen beginnen. Wir standen am Seitenstreifen der Straße und blickten uns um. Laut Koordinaten sollten wir "da" sein. Wir befanden uns auf einer etwas größeren Bundesstraße umringt von nichts als ausgetrockneten Wiesenflächen. Keine Anzeichen von einem Flugplatz oder einem Clubhauses. In großer Entfernung sahen wir 2 Autos auf der Wiese stehen. Da Karl schon WM- Erfahrung hat war es für ihn recht schnell klar, dass es sich um das richtige Gelände handelt. Franz und ich waren um einiges skeptischer, als Rudi auch noch meinte, dass es das sein muss bogen wir in den Feldweg ein. Der Feldweg war in einem schlechten Zustand, milde ausgedrückt. Bei den Autos angekommen, war recht schnell klar, dass es sich um die Amerikaner handelte. Am Anfang staunte ich nicht schlecht. Ein RIESEN Areal und Eben so weit das Auge reicht.
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Da Rumänien heuer leider die schlimmste Dürre seit 70 Jahren erleidet war der Boden sehr aufgerissen, extrem hart und trocken.
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Wir begrüßten die Amerikaner und fragten sie ob wir wohl richtig sind. Sie meinten nur, dass wissen sie auch nicht so genau. Aber zufälligerweise kamen kurz nach unserer Ankunft die "Officials" und ein paar Leute des russische F5D Teams. Marius (Wettbewerbsveranstalter) erklärten uns schon mal grob die Gegebenheiten. Anscheinend befanden wir uns auf dem Platz für die F5D- Fraktion.
Da es aber bereits 18:30 war nahmen wir uns nicht mehr vor noch einen Flug zu machen. Wir wollten am nächsten Tag alles ganz in Ruhe angehen. Nachdem der Platz grob besichtigt wurde, machte sich etwas Verärgerung breit, da die Gegebenheiten wirklich nicht sehr gut waren. Speziell die Ausrichtung von F5B und F5D passten nicht zusammen. - Nach einigen Tagen kann ich aber sagen, dass es hier ganz in Ordnung ist und wir uns gut arrangiert haben.-
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit durfte ich mir auch noch einen F5D- Trainingsflug eines Russen anschauen. Und ich bin echt beeindruckt. Diese kleinen Flitzer sind so extrem schnell und werden brutal um die Ecken gehämmert, leider hatte er bereits nach ein paar Runden einen technischen Defekt und bei der Landung provozierte er einen Strömungsabriss und erlitt dadurch einen Bruch. Wir wussten schon warum wir am Abend keine "Hudelei" mehr veranstalten wollten. Wir ließen den Abend mit den Freudenthalers, einer guten Jause und netten Geschichten aus der Vorzeit des F5B- Fliegens ausklingen (ich sag nur "Limbo" ). Danach ging es relativ bald ins Bett um am nächsten Tag mit voller Energie zu starten!

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Jaja, wenn man hier zu langsam ist sollte man sich nicht wundern von wem man so überholt wird.

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Die schönsten Bilder des Tages!
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Tag 3, 13.9.:
Heute ging es endlich los. Uns allen kribbelten bereits die Finger, wir wollten fliegen. Deswegen wurde der Wecker auf ehrgeizige 06:30 gestellt. Als er dann läutete bereute ich es zwar für kurze Zeit, aber hier auf dem Gelände wird man mit tollen Sonnenaufgänge belohnt.
Am Vortag war hier auch noch ein streunender Hund. Er legte er sich in "wachender" Rolle ganz in der Nähe unserer Wohnwagen und begrüßte die nächtlichen "Outdoor-Klogeher" nett, in voller Erwartung auf eine kleinen Snack. Jedenfalls blieb er bis zum Morgengrauen und ich muss auch betonen, dass die Hunde hier nicht negativ auffallen. Kein betteln, kein bellen.
Wir fingen gemeinsam mit einem ausgewogenen Frühstück an. Bestehend aus einem sensationell auf den Punkt gebrachten weichen Ei, danke Karl, Brot, Wurst, Käse, Gemüse und TriBeKa- Kaffee (steht für: "Trink besseren Kaffee").
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Nach dem Frühstück ging es relativ zügig ans ausladen und aufbauen.
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Kurz darauf kamen auch schon die ersten Sattelschlepper mit Materialen für das "Weltmeisterschaftsdorf" und auch viel mehr Leute von den verschiedensten Ländern. Unsere Vorbereitungsarbeiten wurden durch bekannte Neuankömmlinge immer wieder unterbrochen, was aber halb so schlimm war. Denn hier auf der WM steht nicht bloß der Ehrgeiz und das Gewinnen im Vordergrund. Es freut sich jeder wenn er bekannte Gesichter sieht bzw. wenn man, so wie ich, viele neue Leute aus der Szene kennen lernt. Bis dato kannte ich z.B. keinen aus dem österreichischen F5D- Team oder gar aus dem deutschen F5B Team. Aber auch das japanische F5B Team machte einen sehr netten Eindruck !
Als die Trainingsstrecke endlich stand und alle Akkus voll waren begannen wir die ersten Flüge. Leider mussten wir die Strecke etwas unvorteilhaft aufstellen, da in unmittelbarer Nähe der F5D Kurs aufgebaut wurde, dadurch schauten wir an der A-Wende ein wenig in die Sonne. Ich durfte gleich ein Mal auf der B-Wende Stellung beziehen um zu hupen. Für mich war es das erste Mal und ich muss wirklich sagen, dass das kein leichter Job ist. Die Wenderichter sind hier sehr gefordert, und das über längere Zeiträume.
Der Flieger muss immer im Auge behalten werden und sollte der Pilot zu früh wenden muss man auch darauf achten, dass nicht unabsichtlich gehupt wird.
Karl knallte im ersten Trainingsflug sofort 49 Strecken hin. Leider gab es dann ein Laufzeitproblem und der Flug musste zu früh beendet werden. Und es sollte noch einige Zeit dauern bis wir auf die Ursache dieses Problems stießen. Eigentlich unverständlich denn normalerweise sollte dieses Setup eher auf der sicheren Seite sein, mit genügend Laufzeit für zu mindestens zwei Steiger zum segeln.
Auch Franz, Rudi und ich machten Flüge. Rudi braucht kaum Motor im Segelflug da es thermisch recht gut ging. Franz hatte leider mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen. Sein Augen fingen nach kurzer Zeit an zu tränen und auch in den nächsten Flüge konnte er das Problem nicht in den Griff bekommen, erst am nächsten Tag sollte es wieder besser werden. Aber im Prinzip lief alles sehr gut, keine Probleme und das trotz einer langen Reise. Da wir uns leider auf dem F5D Gelände breit gemacht haben wurden wir immer mehr von F5D'lern eingekreist. Deswegen entschlossen wir recht bald noch am selben Tag auf den F5B Platz zu wechseln welcher ungefähr 200m entfernt war.
Gesagt, getan. Alles wurde noch ein Mal eingeräumt, danach wurde ein ordentlicher Platz gesucht und wieder alles ausgeräumt. In der Zwischenzeit war so ziemlich alles für uns B'ler aufgestellt worden (viel mehr gab es wirklich nicht).
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Mit den Trainingsflügen ging es dann auch direkt weiter. Karl hatte immer noch Probleme mit der Laufzeit, langsam fing es an ihn zu frustrieren. Ich konnte auch verstehen warum, denn eigentlich wurde genau dafür, zuhause, sehr viel Zeit investiert um ein ordentliches Setup zu haben und nun traten kurz vor der WM wieder Probleme auf.
Es wurde viel geflogen, sehr viel. Jeder um die fünf bis sechs Flüge. Ich kam zwar auf nicht ganz so viele, das lag aber daran, dass ich an der B- Wende Stellung bezogen hatte. Am Abend waren dann alle sehr müde. Trotzdem zauberte unser Franz noch ein ausgezeichnetes Abendessen. Und zwar waren, dass Nudeln mit einer sehr sehr guten Lachs- Tomaten Sugo. Und ich erkannte schnell, wenn wir so gut fliegen wie wir essen, dann steht dem WM- Titel nichts mehr im Wege.
Leider spürte ich nach dem ersten Tag in der Sonne bereits leichte Anzeichen eines Sonnenbrandes und, das trotz LSF 50 Sonnencreme, aber es war auch ein wunderschöner Tag ohne einer Wolke am Himmel. Es hatte Mitte September immer noch um die 28°C.
Nicht nur, dass der Tag schnell verging, auch ist man am Ende sehr müde, so müde, dass man praktisch sofort einschläft. Wie an jedem Tag bis jetzt wurde noch viel diskutiert, vor allem Karl sein Laufzeitproblem beschäftigte uns alle.



Tag 4, 14.9.:
Heute sollte es mit dem Buzău Open F5B/D Cup losgehen. Man konnte die Aufregung förmlich spüren, denn alle wollte wissen wie gut die anderen sind. Nach den ganzen Trainingsflügen am Vortag konnte man noch absolut nichts sagen. Im Nachhinein würde ich auch behaupten, dass zwar noch ein wenig probiert wurde, mal weniger mal mehr Laufzeit, aber die Teilnehmer haben sehr wohl ihre Leistung abgerufen. Wäre auch nicht wirklich sinnvoll zu bluffen denn die anderen könnten so kurz vor der WM auch nicht mehr wirklich etwas verändern. Gut, Wolf Fickenscher hatte nach dem 2. DG 36 Sekunden Motorlaufzeit stehen aber, dass minderte nicht wirklich die erbrachte Leistung.
Sofort nach dem aufstehen gingen wir hinaus um die ersten Vorbereitungen für die ersten Flüge zu machen. Das Frühstück musste also warten.
Karl fand dann relativ bald die Ursache für seine schwankenden Laufzeiten. Schlussendlich war das Problem folgendes: Beim anstecken des Antriebsakkus geht es bei Karl ziemlich knapp her. Dabei trat dann das Problem auf, dass die Strommessung nicht ordentlich kalibrieren konnte. Dadurch blieb auch ohne Leistungsaufnahme durch den Motor eine Leistungsaufnahme stehen. Also wurden die Wmin schön gemütlich, aber kontinuierlich, nach oben gezählt. Nachdem nun beim zusammenstecken immer genau darauf geachtet wird, dass die Strommessung ordentlich kalibriert wurde stellte sich wieder der Normalzustand ein.
Bevor es los ging konnte aber noch fleißig trainiert werden, das taten wir auch. Geplanter Start war um 14:30, da die Anlage aber noch nicht so recht funktionierte wurde der Start immer wieder nach hinten verschoben. Um 15:30 ging es mit dem Cup endlich los. Ich war zwar erst als 39. an der Reihe, trotzdem wurde es nicht langweilig da die anderen 2, 14 und 19 hatten und in der Zwischenzeit wurde reichlich mitgestoppt um ein Gefühl für die Leistung der anderen zu bekommen. Die Bedingung waren ganz passabel, leicht bedeckter Himmel und konstanter Wind.
Mein erster Durchgang war nicht gut. Gerade ein mal 40 Strecken und als ich beim Segeln den Motor einschalten wollte lief er nicht mehr an. Das erste Mal, dass ich zu früh landen musste. Konnte es mir auch nicht erklären, das Energielimit hatte ich erst ein Mal erreicht. Ich dachte, dass ev. der Regler wegen Übertemperatur abgeschalten hat, da ich einen anderen Prop flog welcher über die gesamte Einschaltdauer 500W mehr brauchte. Später stieß ich dann auf die Ursache, eine Zelle des Akkus ist anscheinend während des Fluges gestorben. Die letzte Zelle zeigte 0,23V an. Nun blieb mir für die restlichen Durchgänge nur mehr ein, über zwei Jahre alter, LiPo, ich bin wirklich beeindruckt wie gut der nach so einer langen Zeit noch geht.
Zum Abendessen gab es wieder etwas ganz gutes. "Erdapflgröstl" mit Frankfurter und Speck und dazu sehr fein abgemachter Tomatensalat. Ich speise hier wie ein König und das am Platz, das glaubt mir doch keiner !
Karl beschäftigte sich noch ausgiebig mit seinen Logs des Tages. Aus einem Log kann man nämlich viel lernen wenn man nur weiß wie.
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Die Jungs bei der Arbeit


Weiter zu Teil 2.
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Modellflug , Events

Kommentare

  1. Avatar von David_G
    ......weiter geht es in 2 Tagen.....

    von wann weg gerechnet ? würde mich über eine Fortsetzung freuen
  2. Avatar von JAyThaRevo
    Hey! Hab den Blog am Abend des 27. angefangen zu verfassen und bin erst nach Mitternacht fertig geworden. Deswegen zählt es ab dem 28. ! Morgen ab 08:00 wird er freigegeben.
    Aber die Vorfreude ist wohl die beste Freude oder ?