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Hans J

Helios F3A 90e von Hyperion - Erfahrungsbericht Teil 9 und Schluß

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Nach den ersten Flügen wurde das Modell zuhause gründlich überprüft. Dabei zeigte sich ein vergrößertes Lagerspiel mit unschönen Geräuschen beim Turnigy-Motor. Flugs wurde der mittlerweile eingetrudelte Scorpion 4035/380 in den Helios 90 transplantiert und einige weitere Meß-/Einstellflüge gemacht.

Mit der montierten 17 x 10 E Holz von Turnigy konsumierte der Scorpion bei einer max. Eingangsleistung von1400 Watt in der Spitze 65 Ampere und ließ die Latte bis zu 5300 Umdrehungen pro Minute rotieren. Diese Leistung reicht für das C-Programm völlig aus und läßt den Motor mit einer ca 3 Minuten nach dem Flug gemessenen Wicklungstemperatur von 48 Grad gänzlich kalt.

Name:  Helios_90_4035_380.jpg
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Der auf den Kühlrippen des Stellers angebrachte Temperaturfühler zeigte bei einer Außentemperatur von 8 Grad mit maximal 28 Grad im Flug einen völlig coolen Steller, ein Wechsel auf YGE ist daher – jedenfalls aus diesem Grunde - nicht notwendig (auch wenn ich dessen F3A-Bremse gern auch hier hätte).

Den geplanten Wechsel auf einen 18 x 10 Prop kann ich mir vorerst allerdings schenken. Die Alu-Fahrwerksbeine sind ziemlich weich und lassen beim Einfedern auch bei einer wirklich sanften Landung schnell mal eine Holzlatte im wahrsten Sinne des Wortes ins Gras beissen. Hier werde ich also evtl. noch etwas höhere CfK-Fahrwerksbeine laminieren, um eine 18er Latte ausprobieren zu können.

Was macht aber ein ungeduldiger Einflieger, wenn Staufenbiel keine 17 x 10 APC Elektrolatte vorrätig hat und zum Laminieren der Fahrwerksbeine das Harz fehlt? Als erstes eine Bestellung an F3A-Lorenz rausgeben und anschließend Arztkittel mit Mundschutz anziehen. Dann nimmt der Operateur die Dremel in die Hand, montiert die Trennscheibe, amputiert eine vorhandene 18 x 10er Holz auf 17er-Größe und säubert die Schnittstellen mit Sandpapier.

Natürlich ist peinlich genaues Wuchten nach einer solchen Operation erste Fliegerpflicht!!

Mit der amputierten Latte werden die bekannten Einflugmanöver mehrfach durchdekliniert. Einzige Auffälligkeit:Im Loop dreht der Helios ein wenig links raus, ein klitzekleines Stück Schwermetall in die rechteTragfläche behebt diese kleine Ungenauigkeit sofort. Weitere Unbotmäßigkeiten außer dem schon erwähnten Messerflugmischer Höhe auf Seite sind mir nicht aufgefallen, der Helios 90 fliegt nach meinem Empfinden jetzt wie er soll, neutral und ohne irgendwelche Eigenheiten.

Im Nordcup bzw. als Anfänger in der DMFV-Kunstflugrunde werde ich wie gehabt auf meine Wind S 110 setzen, der Helios 90 wird mein Trainingsmodell und nur im Falle eines (Un-)Falles im Wettbewerb beschäftigt werden. Ob der schöne Vogel mit den tollen Voll-GfK-Modellen – jedenfalls vom Potential her – mithalten kann, wird sich dann zeigen..

Wenn ich den Helios mit meiner Wind S 110 vergleiche, so sind die beiden Modelle für mich nahezu gleichwertig. Optisch finde ich den Helios schöner, fliegerisch kann ich als DMFV-Hobbyklassepilot beider Potential sowieso nicht ausfliegen.

Ein großer Vorteil des Helios ist sein mit 3,3 kg rund 0,4 kg (oder rund 10 %) geringeres Gewicht als die Wind S 110. Er fliegt daher auch schon mit relativ preiswerter Motorisierung und 6s-Akkuausstattung alle mir möglichen Kunstflugfiguren problemlos.

Praktisch vorteilhaft ist der wesentlich größere Innenraum der Wind, man kann die Akkus bequem und ohne Verrenkungen im Modell plazieren und festschnallen. Da geht’s beim Helios schon ein wenig enger zu.

Weiterer Pluspunkt für die Wind ist die Schraubbefestigung der Flächen an den Rumpf durch Inbusschrauben von oben. Die Kunststoffschrauben des Helios sind m. E. unglücklich plaziert und nur mit leicht erhöhtem Blutdruck einschraubbar (oder man verfügt über Hebammenhändchen).

Ich hoffe mein Erfahrungsbericht hat den einen oder anderen interessiert, auch wenn die Helios-Serie von Hyperion wohl ausgelaufen ist und es den Helios 90 nicht mehr geben wird. Mir jedenfalls machen beide Modelle und auch die sehr kameradschaftlichen Wettbewerbe zunehmend mehr Spaß!

Vielleicht sieht man sich ja – egal mit welchem Modell - auf einem der nächsten DMFV-Wettbewerbe?

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Aktualisiert: 07.05.2011 um 20:13 von Hans J

Kategorien
Modellflug , Motorflug , Meinung

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