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Cessna 182 RTF von Hobbyfly/Art-Tech Teil V: Erstflug

Bewertung: 4 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,25.
Die Saison beginnt! Nach der eher unspektakulären Montage des hübschen Fliegerchens in Teil IV wird es also nun wirklich Zeit, herauszufinden, wie die Cessna 182 fliegt.

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Wie schon erwähnt, müsste ich das Modell "entscalen", damit es auf meinem heimischen Acker landen kann. Deshalb ging der Flieger kurzerhand zu Arno Wetzel, von dem denn auch der folgende Bericht über den Erstflug stammt:

Zitat Zitat von Arno Wetzel
18 °C und strahlend blauer Himmel. So habe ich mir einen Frühlingstag vorgestellt. Was liegt näher, als nachmittags die Cessna einzupacken und zum Flugplatz zu fahren. Der Erstflug steht ja nun schon seit Wochen an und ist immer wieder wegen des schlechten und kalten Wetters verschoben worden.
Am Flugplatz angekommen stellt sich aber die Frage, ob der Erstflug wirklich stattfinden soll. Es weht ein ziemlich heftiger Wind, teilweise doch ein wenig viel für den kleinen Flieger. Da aber ein Fliegerkollege interessiert zur Seite steht, entscheide ich mich doch für einen kurzen Flug, da dieser mit einem Handstart eine stressfreie Anfangshöhe verschaffen wird.

Nach der obligatorischen Reichweitenkontrolle ein kurzer Rudercheck, Vollgas und Abwurf. Das Modell zieht sauber und mit viel Kraft nach oben, der starke Gegenwind scheint ihm zunächst nicht sehr viel auszumachen. Die ersten Kurven bringen aber die Ernüchterung: Das Modell reagiert äußerst träge, teilweise steuert es sich wie ein nasser Sack. Der Grund dafür dürften die Ruderausschläge sein, die einfach zu gering sind. Bei der Funktionskontrolle im heimischen Hobbyraum sind mir diese extrem kleinen Ruderausschläge schon aufgefallen. Zur Erinnerung: Die Servos einschl. aller Anlenkungen sind bereits fertig montiert.
Ich habe daraufhin für den Erstflug die Befestigungspunkte an den Ruderhörner so verändert, dass sich etwas größere Ausschläge einstellen. Aber das Fliegen macht so überhaupt keinen Spaß und daher wird kurzer Hand wieder zur Landung angesetzt. Glücklicher Weise lässt der Wind im Landanflug etwas nach und das Modell kann trotz der trägen Reaktionen sicher aufgesetzt werden.

Die Ausschläge von Querruder und Seitenruder werden daraufhin maximiert und das Modell erneut gestartet. Den Handstart habe ich dann ohne fremde Hilfe durchgeführt, das geht wirklich sehr unkompliziert. Jetzt lässt sich das Modell wesentlich agiler steuern, es wird aber durch den starken Wind doch ziemlich gebeutelt. Eines stellt sich sofort klar heraus: Saubere Kurven können nur mit dem gleichzeitigen Einsatz von Querrunder und Seitenruder geflogen. Versucht man es ausschließlich mit Querruder und Höhenruder kippt das Modell über die hängende Fläche ab, unterstützt man die Kurve mit dem Seitenruder läuft es wie auf Schienen. Das Flugverhalten war allerdings auch so ähnlich zu erwarten: Das Modell besitzt keine V-Form, hier muss schon mit beiden Knüppeln gerudert werden, um saubere Richtungswechsel zu erhalten.

Der nächste Schritt bei einem Erstflug ist in der Regel das Austesten des Überziehverhaltens. Also Höhe gewinnen, Motor ausschalten und das Höhenruder langsam bis zum Anschlag ziehen. Das Modell bleibt absolut gerade bäumt sich etwas auf und pumpt sich danach langsam Richtung Erde. Kein Abkippen über die Fläche kein Strömungsabriss mit gefährlichem Ausbrechen, das sieht alles sehr erfreulich aus. Gas geben und noch ein paar Platzrunden für die Kamera.

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Ein Blick auf den Gasknüppel zeigt, dass man etwas mehr als mit Halbgas fliegt. Das Modell wird immer wieder durch starke Böen erfasst, es ist schon verdammt bockig da oben. Ich entschließe mich die Sache hier abzubrechen. Die Landeklappen teste ich dieses Mal nicht, kurz vor dem Aufsetzen wird der Flieger nochmals durch einen Windstoß erfasst und sackt anschließend ziemlich heftig durch, sodass das Bugrad zuerst Bodenkontakt bekommt und die Landung etwas ruppig ausfällt. Man hört einen leichten Knacks, das Bugrad ist etwas nach hinten verbogen, die Radverkleidung hat sich gelöst. Der Schaden ist aber minimal, das Bugrad wird sofort wieder gerichtet, auch die Radverkleidung konnte wieder festgeschraubt werden, Glück gehabt.

Fazit: Erstflug erfolgreich, es kann ein sehr unkritisches Flugverhalten auch im Grenzbereich testiert werden. Der Schwerpunkt scheint zunächst in Ordnung zu sein, auch wenn man das bei den schwierigen Windverhältnissen nur sehr grob beurteilen kann. Die Motorisierung passt allemal, es steht genügend Leistung zur Verfügung. Um saubere Kurven zu fliegen braucht man schon Flugerfahrung, das Modell ist eher für ruhiges Wetter gedacht, was auch nicht näher verwundert.

Die nächsten Flüge werden wohl mehr Aussagen, insbesondere werde ich mit den Ruderausschlägen ein wenig experimentieren und natürlich die Wirksamkeit der Landeklappen ausführlich testen.
Nachtrag 30.5.2011:
Inzwischen hat die Cessna weitere 15 Flüge absolviert. Der ausführliche Bericht steht im Magazin.

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Links:
Produktseite im Shop von Hobbyfly

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Aktualisiert: 30.05.2011 um 10:01 von Ulrich Horn

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Kategorien
Modellflug , Motorflug , Modelle

Kommentare

  1. Avatar von Hans J
    Ulrich, der Vogel gefällt mir.

    Auch wenn ich als alter Modellflieger Holz immer vorziehe, scheint mir für Anfängermodelle EPO das richtige Material zu sein.