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  • Saalflug mit Supercaps im Kommen

    Saalflug mit Supercaps im Kommen


    Heinz Eder


    Der Saalflug mit Supercaps ist keine Utopie mehr! Die Entwicklung steht erst am Anfang. Supercaps werden heute z. B. in der Elektromobilität eingesetzt, um Bremsenergie zu speichern. Die Ladezeiten liegen im Sekunden- bzw. Minutenbereich. Mit einem 10 Farad Greencap von Samwha sind derzeit Flüge bis 6 Minuten möglich.


    Capino II mit 10 Farad Supercap, Fluggewicht 6,3 g, Flugzeit über 5 Minuten

    Als „State of the Art“ kann man etwa folgende Gewichte annehmen:

    Zelle (Spannweite 50 cm) 1,2 bis 1,4 g
    Coreless Motor 6 mm 30 Ohm + Ritzel 9 Z 1,33 g
    Zahnrad 60 oder 81 Zähne 0,19 g /0,32 g
    Cap 5 F (abgemantelt, Beine gekürzt) 1,8 g
    Cap 10 F (abgemantelt, Beine gekürzt) 2,6 g
    SMD-Schiebeschalter 0,09 g
    Cu-Lackdraht 0,20 mm, 0,3 m lang 0,09 g
    Antriebsachse, 0,8 Stahl, Lager 0,15 g
    Propeller 0,15 g
    Gesamtgewicht 5,0 bis 6,13 g




    Das Modell

    Prinzipiell kann z. B. ein F1M-L Modell mit einem Supercap-Antrieb ausgerüstet werden. Der Rumpfquerschnitt kann auf 20% bis 30% reduziert werden, da das Gummi-Drehmoment fehlt. Ohne das lästige Anfangsdrehmoment ist das Flugverhalten ruhig und ausgeglichen. Einen guten Kondensator kann jeder kaufen, einen guten Gummi nicht! Das bedeutet mehr Gleichheit bei den Voraussetzungen im Wettbewerb. Den Kondensator sollte man etwa im Schwerpunkt lagern, um ihn gegen ein schwereres oder leichteres Exemplar austauschen zu können. Der vordere Hebelarm ist sehr kurz, da der Motor relativ schwer ist.


    Der Motor

    Ein Coreless-Motor (z. B. in Handys als Rüttelmotor eingesetzt) besitzt einen hohen Wirkungsgrad. Beim 6 mm Typ sind es maximal etwa 50%, beim 4 mm Typ ungefähr 35% bis 40%. Natürlich sind die 4 mm Motoren kleiner und leichter, ebenso wie die Zahnräder. Der Modul von 0,2 ist jedoch gewöhnungsbedürftig. Die Modul 0,3 Getriebe in Verbindung mit einem 6 mm-Motor sind besser zu handhaben.


    Verschiedene Bauteile für den Antrieb


    Schalter

    Der SMD-Schiebeschalter sollte so angebracht werden, dass er leicht zu bedienen ist (Schieber nach unten). Er wird z. B. mit Pattex Ultragel direkt an die Rumpfseite geklebt.


    Cap

    Das Entmanteln und Kürzen der Beine bringt etwa 0,3 g weniger Gewicht. Das Abschleifen des Aluminiummantels ist zeitraubend und dabei wenig effektiv. Maximal 0,1 g Gewichtsreduzierung sind möglich. Vorsicht, der Mantel ist sehr dünn!


    Luftschraube

    Auch hier muss Gewicht gespart werden. Der Schaft aus 0,7 mm Kohle und die 0,5 mm Balsablätter bringen zusammen mit dem Mittelstück 0,15 g auf die Waage. Die Steigung liegt je nach Getriebe bei 60 mm bis 90 mm, der Durchmesser bei 120 mm bis 140 mm.


    Getriebe




    Den Aufbau zeigt das Bild. Ein Stückchen 2 mm Balsa mit einem Stückchen Bowdenzugrohr bilden den Träger für die Antriebsachse. Das Zahnrad wird mit Schiebesitz aufgesteckt, so dass es bei Überlastung (Bodenberührung) durchdrehen kann. Das Zahnradspiel muss exakt eingestellt werden. Klebungen erfolgen mit Pattex Ultragel (kann einige Sekunden ausgerichtet werden).



    Laden
    Das Laden ist jedem Netzgerät und ohne Vorwiderstand möglich. Die 2,7 V Caps vertragen bis zu 3,4 V Ladespannung. Die Ladung ist erst beendet, wenn kein Strom mehr fließt. Die Schlussspannung wird schnell erreicht, Stromschluss ist in der Regel erst nach 30 bis 40 sec. Roland Oehmann lädt mit einer vollen Lipozelle (4,15 V) und schaltet eine Si-Diode (0,7 V Spannungsabfall) in Reihe.


    selbstgebaute Ladeklammer zum Laden des Caps


    Bezugsquellen

    Motoren, Zahnräder: www.didel.com
    Supercaps, SMD Schalter www.conrad.de

    Siehe auch auf www.youtube.de unter “Saalfliegen mit Superkondensatoren”
    Wer noch mehr wissen will, kann sich auch mein demnächst erscheinendes Saalflug-Buch besorgen.



    Kommentare 4 Kommentare
    1. Avatar von Andreas Maier
      Andreas Maier -
      Welchen Vorteil haben Supercaps gegenüber Akkus ? Wenn ich hier die Gewichte lese, komme ich beim Leistungsgewicht ans Zweifeln. Gesamtgewicht 5,0 bis 6,13 g Cap 5 F (abgemantelt, Beine gekürzt) 1,8 g Cap 10 F (abgemantelt, Beine gekürzt) 2,6 g dh.: ca 1/3 des Modellgewichtes nimmt der Energiespeicher für sich in Anspruch. Wenn ich das nun auf ein 3kg Modell hochrechne, wären 1kg Akkumasse bei 6min Flugzeit nicht gerade das Optimum. -- Oder ist hier ganz einfach das Problem, daß man in dieser Gewichtsliga keinerlei vernünftige Akkus bekommt ? Gruß Andreas
    1. Avatar von PietvanDyke
      PietvanDyke -
      Lieber Konrad,lieber Andreas, zum besseren Verständnis .. den Kondensator ladest Du mit --->>> 3600 C !!! Der ist in einer einzigen Sekunde Voll !!! Also Fliegen .. Landen .. EINE Sekunde Laden Weiterfliegen !!! Wir haben ein Ladegerät / Netzteil von der Firma "" MAAS SPS 9400 "" regelbar von 2,5 bis 15,4 Volt regelbar ... :-) Auf 3,4 Volt eingestellt ist der Accu in weit weniger als einer Sekunde geladen ! Ein kleiner Blitz mit kleinem ""PÄNG"" und schon wird weiter geflogen ....---- nebenbeibemerkt werden die Kondensatoren im Netzteil 50 mal pro Sekunde ge- und entladen um die ""Brummspannung "" genauer gesagt "Restwelligkeit " zu filtern ,,...na ja,... 50 mal 3600 gleich 180 000 ( in Worten Einhundert tausend Ladungen und Entladungen Pro Stunde ) Also Kondensatoren werden mal eben mit schlappen 180 000 C geladen und mit 180 000 C entladen !! :-) Nun JA , dafür wiegen sie auch ein bisschen Mehr !! Aber keine Vorteile ohne Nachteile ! :-) Wir haben damals schon 1995 in Köln mit einer Serie und Packs "GOLD CAPS" von Conrad Elektronik "Speed 400 " Motoren laufen Lassen !!! :-) Die Anfangs Schwierigkeiten war der Knall und Blitz beim laden !! Viele liebe Grüsse Piet van Dyke
    1. Avatar von PietvanDyke
      PietvanDyke -
      Post Scriptum Nicht verzagen !! Gerd Giese Fragen !! v.l.G. Piet
    1. Avatar von nuri_e
      nuri_e -
      kein video, keine demonstration. man könnte das ganze eventuell etwas medial aufwerten. wirkt irgendwie altbacken.