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  • Zwei 1200 W-Netzteile im Vergleich

    Chargery Power S1200 V1.2
    und
    SKYRC-eFuel Power 1200 W


    Gleichstrom-Power für Ladegeräte jenseits von 1000 Watt

    Gerd Giese


    AC/DC Netzteile wandeln unsere Netzspannung 230 VAC (Alternating Current) in Gleichstrom von 12 V bis 48 VDC (Direct Current) damit unsere Ladegeräte auch stationär funktionieren. Als Universalspannung haben sich 12 V bis 24 VDC (teilw. bis 48 V) etabliert weil bei höheren Ladeleistungen, ab 1000 W, der Eingangsstrom beherrschbar bleibt. Die beiden Netzteile leisten 1200 W bei max. 55 A bzw. 60 A in dem Spannungsbereich von 11,5 V bis 24,5 V.

    Vorab die technischen Daten der Testprobanden in der Gegenüberstellung:


    Oberflächlich betrachtet sind das gleichwertige Geräte, aber genauer analysiert ...
    Hier wurden 14AWG (ca. 2mm^2) Leitung zum Verbinden  der drei Hochstrombuchsen genommen. Nötig ist das nicht, da die Buchsen intern mit einer Kupferschiene verbunden sind!
    Gehäuse: Das Chargery hat konsequent Frontbedienung und das eFuel sowohl Front- als auch seitliche Bedienung. Jeder muss selbst abwägen was praktischer ist. Für mich zählt die Funktionalität, und da schneidet eben die "Alles im Blick - Front Philosophie" besser ab! Der Netzschalter liegt bei beiden an der Rückseite, ebenso die Netzeinspeisung. Das eEfuel hat zusätzlich drei schaltbare Ausgänge, die je mit 10 A belastbar sind. Der linke Powerausgang ist bis zu 60 A nutzbar.


    Das Chargery teilt die 55 A auf drei Ausgangsbuchsen auf, die man verbinden sollte, wenn man an nur einer Buchse die vollen 55 A nutzen möchte (z. B.: 14 AWG - ca. 2 mm2). Beide Buchsen sind ihren Belastungen gewachsen, sofern gute 4 mm Goldstecker Verwendung finden. Ich nutze ausschließlich die geschlitzte Ausführung und hatte auch bei Dauerlast (15 min - 12 s-5000 mAh mit 5C Ladung als Belastung) keine Probleme - siehe den separaten Test der Hochstromstecksysteme.



    Anzeige/Bedienung: Beide Geräte sind intuitiv bedienbar. Ein Blick in die Anleitungen (in deutsch) empfehle ich trotzdem, weil es zur Nutzung der Hochstrombuchsen feste Empfehlungen gibt! Die Netzschalter sind bei beiden Geräten im EIN-Zustand nicht beleuchtet. Die Spannungs-/Stromanzeigen sind auch bei hellerem Umgebungslicht deutlich lesbar. Die Spannungsanzeige ist bei beiden Geräten (eFuel springt zwischen 24 V-25 V bei 24 V) sehr genau, die Stromanzeige driftet "nur" mit +1 A (+2 A beim eFuel) im Grenzbereich. Der gemessene Einstellbereich umfasst beim eFuel 15 V bis 24 V und beim Chargery 11,5 V bis 24,5 V.


    Fakten


    Chargery









    • Das Chargery besitzt einen "echten" Netzschalter, der das Gerät 100% vom Netz trennt.
    • Das Chargery benötigt keinen Einschaltstrombegrenzer, weil es die Einschaltstromspitzen eigenständig niedrig hält.
    • Das Chargery besitzt eine "aktive PFC" (aufwendigste Phasenkorrektur), was den sehr guten Wert von über 0,95 erklärt. Hier lächeln die EVUs (Blindleistungsanteil niedrig).
    • Die drei Hochstrombuchsen sind intern mit einer Kupferschiene parallel geschaltet um auch an einer Buchse für eine Akkuladung den vollen Laststrom nutzen zu können.
    • Erweiterter Spannungsbereich von 11,5 V bis 24,5 V. Keinerlei Einschränkungen mit Ladegeräten, da ab 11,5 V verwendbar!
    • Die Lastdaten werden sehr gut eingehalten und erfüllen die technischen Angaben zum Gerät zu 100%.
    • Keine Ein-/Ausschalt-Spannungsspitzen am Hochstromausgang vorhanden. Ein Ladegerät könnte somit fest an den Buchsen angeschlossen bleiben.
    • Bei Überlast ist das Chargery "tolerant" und regelt sanft die Ausgangsspannung zurück.
    • Der Wirkungsgrad ist gut mit 82%. Das Maximum von 93% wird natürlich bei den höheren Spannungen und (erfreulich) auch bei höheren Lasten erreicht.
    • Niedrig zeigt sich der Lastripple von nur 0,2 Vpp (peak to peak - mit Scope erfasst) bei Volllast! Hiermit haben die Ladegeräte keinerlei Schwierigkeiten. Erst oberhalb von 0,5 Vpp kann es bei einigen Ladegeräten zu unerwünschten Ladestromschwankungen kommen.
    • Die drei Lüfter arbeiten Temperatur gesteuert und sind wegen des Volumens und größeren Durchmessers nicht zu laut, aber auch deutlich präsent.
    • Preislich sind die Geräte annähernd gleich, so dass sich das Chargery (zusätzlich) einfach als "das komplettere und durchdachtere" Gerät zeigt!



    eFuel









    • Das eFuel besitzt zwar einen Netzschalter, es wird nicht vom Netz getrennt (Standby-Betrieb)! Das ist aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß. Ich empfehle deshalb eine schaltbare Steckdose für das eFuel.
    • Nachteil: Der erste Einschaltstrom ist dann derart hoch, dass ein 16 A-Hausautomat auslöst! Abhilfe schafft ein "Einschaltstrombegrenzer".
    • Das Gerät besitzt keine PFC (Phasenkorrektur), was den schlechten Wert von unter 0,7 erklärt und somit unseren EVUs (EnergieVersorgungsUnternehmen) die Haare zu Berge stehen lässt wegen der erheblichen "Fehlströme" (Blindleistungsanteil hoch).
    • Eine feste Hochstrombuchse und zusätzlich drei schaltbare Buchsen.
    • Einstellbarer Spannungsbereich von 15 V bis 24 V. Achtung: Aufpassen mit Ladegeräten, die max. 15 V vertragen!
    • Die Lastdaten werden eingehalten und bewegen sich im unteren Toleranzfenster der technischen Daten des Geräts.
    • Bei Überlast schaltet das eFuel sofort mit einer Fehlermeldung im Display ab - Ausgang hat 0 V. Erst ein erneutes AUS/EIN Schalten aktiviert das Netzteil wieder.
    • Keine Ein-/Ausschalt-Spannungsspitzen am Hochstromausgang vorhanden. Ein Ladegerät könnte somit permanent angeschlossen bleiben.
    • Der Wirkungsgrad beträgt gute 84%. Das Maximum von 90% wird natürlich bei höheren Spannungen und mittleren Lasten erreicht.
    • Grenzwertig ist bei Volllast der Lastripple von bis zu 0,7 Vpp (peak to peak, mit Scope erfasst)! Es kann vorkommen, dass einige Ladegeräte so was nicht mögen und mit ungewollten Ladestromschwankungen (schlimmsten Falls mit Fehlermeldungen) reagieren. Tipp: Bitte eine Tauschoption offen halten, falls das zutrifft.
    • Die beiden Lüfter arbeiten temperaturgesteuert und laufen dann intervallartig. Wegen des geringeren Durchmessers sind sie etwas laut.
    • Der Preis relativiert sich, wenn man den Einschaltstrombegrenzer dazu rechnet. Bei "umweltbewusster" Denkweise sollte man das eFuel bei Nichtnutzung abschalten (extern vom Netz trennen).


    Lastdiagramme - 15 V und 24 V (24,5 V):


    Die ersten beiden Messung beziehen sich auf 15 V und Volllast, ohne dass ein elektrischer Schutzmechanismus greift.
    Hier hat das SKYRC-eFuel leichte Vorteile mit 885 W zu 825 W. Die Stromdifferenz fällt dann zu Gunsten des SKYRC-eFuel aus mit 4 A höher (59 A zu 55 A).









    Allerdings mit einem "Kompromiss", wie man am Spannungsverlauf bei den 60 s-Volllastabschnitten erkennt!
    Der Ripple (kleine, schnelle Spannungsschwankungen/-spitzen) sind beim Chargery so, wie man sie sich wünscht - nämlich sehr klein und weit unter 0,2 Vpp. Beim SKYRC-eFuel sind sie mehr als doppelt so hoch, aber nach meinen Erfahrungen noch nicht kritisch!







    Lastdiagramme - 24 V/24,5 V:


    Die beiden letzten Messungen sind bei der höchsten Spannung 24 V und 24,5 V und Volllast ermittelt, ohne das ein elektrischer Schutzmechanismus greift.
    Hier hat das Chargery die Nase vorn, weil es die 1200 W (Reserven sogar bis 1230 W!) wirklich erreicht (SKYRC-eFuel 1176 W). Der Strom ist gleich hoch, weil die Spannung beim Chargery um 0,5 V höher nutzbar ist.









    Unter Volllast ist auch hier der Spannungsripple deutlich sichtbar (an den 60 s-Volllastabschnitten). Der Ripple (kleine, schnelle Spannungs-schwankungen/-spitzen) sind beim Chargery so, wie man sie sich wünscht, sehr klein und betragen maximal 0,2 Vpp, während sie beim SKYRC-eFuel mehr als dreimal so hoch sind (ca. 0,7 Vpp) und bei "empfindlicheren" Ladern, nach meinen Erfahrungen, Probleme machen könnten. Aber, wie oben schon erwähnt, sich beim Kauf einfach eine Rückgabe vorbehalten!






    Anmerkung: Beide Geräte zeigten keinerlei Auffälligkeiten oder gar einen Ausfall. Beide Geräten wurden unter Volllast kaum warm, was den sehr effizienten Lüftern zuzuschreiben ist. Bei der Lüfteraktivität gab es keine signifikanten Unterschiede (Einsatz der Lüfter, Nachlaufdauer).

    Resümee
    Wer die technische Gegebenheiten sachlich abwägt, erkennt: Ein Chargery ist ein zeitgemäßeres Hochstromnetzteil, das den heutigen Anforderungen besser gerecht wird, weil es das ausgereiftere Geräte ist... ebenso die OEM Fertigung von Chargery, die Junsi-Power S1200.
    Ein SKYRC-eFuel erfüllt natürlich die Anforderungen und ist eine Alternative zum Chargery, liegt aber bezüglich der technischen Daten abgeschlagen zurück.


    Bezugsquelle CHARGERY-Power S1200: http://www.mans-toy.de oder Google
    Bezugsquelle SKYRC-eFuel 1200 W: ZJ-Hobbyshop oder Google


    Info: Auf meiner Homepage gibt es weitere Fotos und Erklärungen!
    Bei Interesse einfach hier stöbern: Elektromodellflug




    Stand: Mai 2013
    Kommentare 1 Kommentar
    1. Avatar von Brünel
      Brünel -
      Hallo,

      Solche Tests sind das gute hier im Forum.
      Der Kaufentscheid ist gefallen.